Ein Hoch auf die modernen Zeiten!

Zwei moderne Mütter allein zuhause, die Babies schlafen, keine Chance auf Ausgang oder erwachsene Gesellschaft…

Bild: S. Schniz / pixelio.de

Bild: S. Schniz / pixelio.de

Was tun?

  1. Flasche Rotwein aus dem Keller holen
  2. Computer hochfahren
  3. Drei Programme öffnen: Zum einen Skype, zum anderen Zattoo, zum Dritten dann noch Firefox mit Facebook
  4. Im FB schauen, wer online ist
  5. Im Skype abmachen, welches Fernsehprogramm man sich gemeinsam anschaut
  6. Fernsehen schauen, Rotwein trinken, Käse essen (den man in der Werbepause aus dem Kühlschrank geholt hat) und über Skype über den Film ablästern

Noch vor wenigen Jahre wäre so ein Abend unvorstellbar gewesen, entweder eine logistische Herausforderung, um sich trotz Säuglings bei einer Freundin im Wohnzimmer zu treffen, oder halt alleine zu Hause und vor lauter Langeweile um 20.00 ins Bett.

Ein Hoch auf das Zeitalter der Vernetzung also!

2 thoughts on “Ein Hoch auf die modernen Zeiten!

  1. max

    @Kat

    Noch vor wenigen Jahren wäre die Freundin die Nachbarin gewesen. Weil Sie nicht so vernetzt gewesen wären, hätten Sie sich im Nachbarhaus nach einer zuverlässigen Freundin umgesehen und dann gemeinsam den Filmabend veranstaltet gemacht oder Karten gespielt oder Kuchen gebacken oder etwas für den Musiknachmittag im Altersheim vorbereitet oder eine Tupperware-Party veranstaltet oder zusammen Schwyzerörgeli geübt. Alles wäre weniger technisch und dafür viel lustiger gewesen.

    Die Vernetzung macht mir diesmal grad gar keinen Eindruck.

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  2. Sturmlocke

    @ Kat
    Scheint mir also auch so. Es ist zwar lustig zu lesen, aber für mich war subito klar: die Variante “Vor lauter Langeweile um 20:00 ins Bett” erschient mir am attraktivsten! Sich dauernd mit der Scheisstechnik nur so zum Zeitvertreiben rumgschlagen kanns doch auch nicht sein.
    Heute, wo man bei direkten (eigentlich oft auch bei indirekten) Treffen jeglicher Art vom Gegenüber in die Standby-Schlaufe gestellt wird, wenn der mal eben eine SMS, oder einen der beschissen belanglosen Anrufe bekommt. Währenddessen komme ich mir völlig deplaziert vor und stelle mir die Frage, ob ich denn nun nicht lieber nach Hause gehen möchte – um mich notfalls (anstatt die Zeit mit irgendetwas totzuschlagen) vor lauter Langeweile – egal um welche Zeit auch immer – lieber ins Bett legen möchte!?

    Ruhe geniessen, ruhend den Gedanken nachhängen, aktiv über etwas nachdenken … welch hohe Lebensqualität!

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