Ich schrei’ im Schuhladen – aber nicht vor Glück!

Nachdem ich gestern bei meinen Kolleginnen geblufft hatte, wie gut unser Kurzer auf unsere nicht autoritären Erziehungsversuche anspricht und wie easy-peasy das alles im Grunde doch ist, war natürlich klar, dass Möchtegernsupermum heute knallhart die Quittung serviert bekommt.

Es kommt alles zurück im Universum!

Schuhladen nach Durchzug des Kurzen
(Wikimedia Commons, GNU Lizenz)

Frohen Mutes machten wir uns heute früh auf den Weg zu den Grosseltern von Kurzem. Da ein Hauch Schnee lag, wollte ich gleich noch in diesen riesigen Laden namens Schuhparadies fahren (er lag am Weg), und schnell ein paar Winterstiefel und neue Finken für die KiTa kaufen.

Schnell!

“Also Kurzer, wir gehen jetzt da rein, Du sitzt aufs Bänklein, ich gebe Dir Schuhe, du probierst sie und die, die am besten gehen, die kaufen wir dann. Danach darfst Du Dir noch Finken auswählen und danach fahren wir zu Oma.”

Kurzer freute sich offensichtlich, lächelte engelsgleich und nahm meine Hand. Er ist der einzige Bub den ich kenne, der gerne Schuhe kaufen geht. Innerlich klopfte ich mir lobend auf die Schulter.

Ich suchte die riesige Halle nach “Buben, 28-35” ab. Derweil riss sich Kurzer von meiner Hand los und stürzt sich auf die Babyschuhe.

“Die will ich haben!”

“Kurzer, die sind für Babys, die sind viel zu klein”.

“DIE WILL ICH HAAAAABEN”

“Komm, da hinten ist deine Grösse”

Kurzer hing sich wie ein Kartoffelsack an meine Hand und ich schleifte ihn hinter mir her. Er giggelte.

“Also, schau mal, die sind cool, willst du die mal probieren?”

“Will MacQueen”

“No way!”

“Will Hello Kitty”

“Vergiss es!”

Gopf, woher kennt er den ganzen Mist?!

Ich setzte ihn auf die Bank und bat ihn, die Schuhe auszuziehen. Bis ich drei Paare in der richtigen Grösse zur Auswahl aus dem Gestell gepfriemelt und zu ihm zurück gekehrt war, ist er in Strümpfen zwischen den Gestellen verschwunden. Ein paar hundert Meter weiter hinten hörte ich ihn vor Freude quietschen. Alle anderen Kinder aller anderen Mütter sassen schön brav auf ihren Stühlchen und probierten Schuhe an. Auf der Suche nach meinem entflohenen Sohn sah ich sogar eine Mutter, die selber Schuhe anprobierte, während ihr Dreijähriger geduldig daneben stand! Ich fragte mich, welche Droge sie ihm wohl verabreicht haben könnte.

Derweil hatte ich meinen Kurzen gefunden und schleppte ihn unter Protestgeheul unter den Arm geklemmt zurück zu dem Stühlchen, vor dem ich die Auswahl aufgebaut hatte.

“Will nicht probieren”

“Es muss aber sein”

“Muss gar nicht sein”

“Doch, probier jetzt die Stiefel”

Ihr kennt den Dialog! Es ging eine Zeitlang hin und her, er rannte noch ein paar Mal weg,  ich rannte ihm noch ein paar Mal nach, aber die gute Nachricht ist: Am Ende hatten wir ein paar schöne Winterstiefel gefunden.

Aber dann ging’s erst recht los!

Er durfte Pantoffeln auswählen. Spiderman, MacQueen, nochmehr Spiderman und MacQueen, nirgends fand ich Feuerwehrautos, Traktoren oder sonst was Nettes, was mir gefallen hätte. Ihm hingegen passte die Auswahl. Auf die Frage, welche er wolle, meinte er:

“Die, die, die und die”

und zeigte der Reihe nach auf alle Cars-Pantoffeln, die im Gestell hingen. Zähneknirschend gab ich ihm ein Paar zum Anprobieren, bis ich aber die richtige Grösse rausgepfriemelt hatte, war er schon wieder zwischen den Gestellen verschwunden. Respektive diesmal IN einem Gestell! Beim Durchkrabbeln auf allen Vieren räumte er sämtliche nach Modellen und Grössen sortiert aufgebauten Schachteln, die auf einem 20 Meter langen Gestell standen, auf den Boden runter.

RUMMS!

Stille im Laden. Alle Kundinnen und Verkäuferinnen unterbrachen ihre Tätigkeiten und drehten sich zu uns um.

Während ich erstarrt dort stand, ging mein Gehirn innerhalb weniger Zehntelssekunden die Optionen durch: Sollte ich Kurzen über’s Knie legen, an den Ohren packen, eine Ohrfeige verpassen, anbrüllen, an der Decke aufhängen oder einfach so tun, als würde ich ihn nicht kennen und rausgehen, ins Auto steigen und ganz schnell ganz weit weg fahren? Verflixt und zugenäht, in irgend einem meiner halben Million Erziehungsratgeber müsste doch ein Standardrezept für exakt genau diese Situation gewesen sein nur in welchem und was stand dort?!

Mir kam nichts Gescheites in den Sinn.

Ich nahm den Kopf von Kurzem zwischen meine Hände und schaute ihm tief in die Augen. Er muss darin etwas von meinen echt authentischen Gedanken mitbekommen haben, denn:

“Das ist eine Scheissidee gewesen”, piepste er kleinlaut.

Ich schluckte eine Reihe wirklich schlimmer Flüche runter.

“C’est pas grave”, versuchte er es auf Französisch. Ist nicht so schlimm.

“Si c’est grave”, doch, es ist schlimm, sehr schlimm sogar, sagte ich immer noch leise und beherrscht.

“Ich tu aufräumen”, schlug er vor.

Endlich mal ein nützlicher Vorschlag!

Und so räumten wir in der folgenden halben Stunde das Regal wieder ein, sortierten die Schuhschachteln nach Grösse und Modell und am Ende arbeiteten wir friedlich Hand in Hand.

Danach durfte sich der nunmehr lammfromm gewordene Kurze Pantoffeln auswählen (blau, mit MacQueen drauf) und schlussendlich schafften wir es doch noch zu Oma.

Lessons learned

  • Druck erzeugt Gegendruck. Immer!
  • Nie schnell Schuhe kaufen wollen mit einem Dreijährigen. Das muss schief gehen.
  • Der Tag, an dem erster Schnee und Vollmond zusammenfallen, ist denkbar schlechtes Timing, um mit einem Dreijährigen Schuhe zu kaufen
  • Wenn ein Kind nicht auf Gehorsam getrimmt wurde, gehorcht es garantiert auch dann nicht, wenn es für Mama wahnsinnig bequem wäre – im Gegenteil!
  • Wenn ich sage “du kannst aussuchen” sollte ich nicht im nächsten Satz gleich “aber die nicht, nimmt andere” hinterher schieben. Das kommt nicht gut.
  • Auch Schuhe kaufen oder sich in einem grossen Geschäft angemessen verhalten muss gelernt sein. Deshalb nur dort hingehen, wenn Mama in  Form und ausgeschlafen ist. Sonst lieber online einkaufen.
  • Kleine Schuhläden mit kompetenter Beratung und Hilfe sind vorzuziehen.
  • Schuhläden mit Kinder-TV oder Spielecke sind vorzuziehen.
  • Last but not least überlege ich mir, ob ich meinem Kurzen ein paar Kubikmeter Schuhschachteln schenken soll. Er hatte so eine verrückte Gaudi damit 🙂

~~~||~~~

Edit vom 6.10.2014:

Anderen Eltern geht es eben so oder ähnlich, und das beruhigt mich irgendwie, denn es zeigt doch, dass es nicht nur am mütterlichen Fail liegt, wenn solche Situationen ausarten. Ausserdem ist es hinterher ziemlich lustig zu lesen.

Habt Ihr auch so Einkaufshorrorstories zu berichten? Dann her damit!

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26 thoughts on “Ich schrei’ im Schuhladen – aber nicht vor Glück!

  1. tina

    Ja, solche Beiträge braucht es wesentlich mehr. Kinder sind nicht perfekt und Mamas noch weniger. Gott sei Dank bringt einen das Leben mit Kindern täglich so viel neues, dass Peinlichkeiten verblassen. Am Ende überwiegt ja eh das Glücksgefühl, dass die kleinen Teufel regelmäßig bei ihrem puren Anblick in einem auslösen.

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  2. Mama arbeitet

    Liebe Katharina,

    oh, ich fühle mit dir. “Nicht so schlimm, Mama.” gefolgt von “Gell, Mama!?” lancieren meine Kinder auch, wenn sie spüren, dass es eventuell Riesenärger gibt. Respekt für deine Reaktion. Meine Güte, wäre mir heiss geworden! Zu lesen ist das lustig, aber mich erstaunt, dass dir keiner Hilfe angeboten hat. Die anderen Mütter haben sich also weggeduckt und sich gefreut, dass ihr Kind einen guten Tag hatte? Tsssss…

    Herzlich, Christine

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    1. Katharina

      Also ehrlich gesagt habe ich dann nicht mehr auf die anderen geachtet, sondern dafür gesorgt, dass wir dort noch einigermassen mit Anstand rauskamen. Dafür hat er dann im nächsten Laden (ich weiss, ich weiss, manche lernen’s nie, aber ich habe momentan nur Dienstags ein Auto) in Anbetracht der dort aufgebauten Bruder-Traktoren noch einen 1-A-Hochqualitätstrotzanfall hingelegt und ich musste einen alten Mann anschnauzen, er solle sich gefälligst nicht in Dinge einmischen, die ihn nichts angehen. Jänu, jetzt ist er mit meiner Mutter unterwegs und ich habe Pause…

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      1. Andrea Mordasini, Bern

        Ja, das mit dem “blöden” Einmischen kenne ich auch – leider :(. Warum müssen sich Nörgler, Besserwisser, am liebsten sogar noch Kinderlose! in Dinge – wie eben Trotzanfälle etc, einmischen, die sie schlichtweg nichts angehen?! Ich werds wohl nie kapieren… Aber: es gibt auch “gutes” Einmischen wie zum Beispiel die Frage, ob man mir und den Kindern irgendwie helfen könnte oder dann – wie vorhin von mir beschrieben – aufmunternde Worte, ein Lächeln oder nur “oje, i kennes, i weiss wies isch!”. Aber diese Besserwisserei in Erziehungsfragen, wenn Mutter und Kind beide gerade am Anschlag und im Roten laufen, sind so was von kontradproduktiv. Da kann und will ich “aube” auch nicht ruhig bleiben und geige denen die Meinung und was ich von ihnen und ihrer Einmischerei halte, gopfnomau!

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  3. Tanja

    Ach kath…bin ich froh über diesen text von dir!!
    Leider sieht es bei uns beinahe bei jedem Einkaufen so aus( also ok, das ganze Schuhgestell abgeräumt hat Madame bisher noch nicht)…ich meide dann jeweils die Läden für eine weile 😉

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    1. Katharina

      *hihi*
      Bei mir denken viele, nur weil ich die ganzen Theorien intus habe, würde ich es besser können und mein Kurzer müsste perfekt aufs Wort gehorchen. Denkste! 😛
      Aber Schuhe kaufe ich fürs erste wieder online oder in “unserem” kleinen Schuhgeschäft, wo man a) Beratung hat und nicht selber die möglichen Modelle und Grössen selber zusammensuchen muss und b) eine Spielecke das Kind ablenkt.
      Wenn es keinen Schnee gehabt hätte, dann wäre ich glaubs schnurstracks wieder gegangen. Aber Kurzer hatte wirklich nur noch Turnschuhe und die gehen bei Schnee natürlich nicht.

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  4. Andrea Mordasini, Bern

    Oje Katharina, super wie Ihr den Rank gefunden habt und willkommen im Club, ich fühle und leide mit Dir, auch wenn ich “grediuse” lachen musste. Ich hoffe, Du verzeihst mir *ganzliebguck*… Solche und noch schlimmere Anfälle, natürlich in mitten von Leuten und noch lieber nach Feierabend, kenne ich auch… Den letzten Deluxe-Weltklasseanfall schoben meine BEIDEN! letzten Mittwochabend im kleinen Quartier-Migros inmitten von gefühlten 50 Leuten inkl. Schreien, Toben, Zwängen, Brüllen, sich auf den Boden legen, mich Schlagen, Treten, an den Haaren reissen und mich ins Gesicht! beissen – und dies “nur”, weil es A) für den Grossen keine Kinderschokolade und B) für die Kleine keine sauren Zungen gab… Zum “Dessert” räumte der Grosse in Rage noch ein Regal voller Bodylotions ab und schmiss alles auf den Boden – zum Glück blieb wenigstens die Ware heil… Ich blieb, so gut es ging, gelassen und ruhig und konnte die beiden Schreihälse nach ca. 15 – 20 Minuten, die mir jedoch vorkamen wie x Stunden, einigermassen beruhigen durch Trösten, Erklären, Validieren, Ablenken (es gab dann für beide Kaugummi) und dennoch konsequent bleiben – doch wem sag ich das ;)? Ich sag mir jeweils, dass so Anfälle einerseits normal sind und zum kleinkindlichen Reifeprozess dazugehören und anderseits, die Kinder nicht “extra” austicken, sondern “es” einfach mit ihnen macht… Zudem, habe ich mal gelesen, Kleinkinder trotzen bei den eigenen Eltern nur, weil sie genau wissen, dass ihnen dabei von uns nichts zustösst und wir sie nie und nimmer verlassen und alleine lassen würden. Ich schaue dies als Kompliment an und freue mich, dass sie also volles (Ur)-Vertrauen in mich als ihre Mutter haben. Was will man doch mehr :). So schlecht kann also die bedürfnisorientierte Erziehung gar nicht sein, oder *kicher*! Die ältere Frau, die mich ansprach mit “Itz muess ich Öich auso äs riese Komplimänt mache! So ruhig, gelasse, besonne, respektvou und glych konsequent wie Dir mit Öine Ching umgöht, isch eifach super! Das chönt ouso nid jedi!” gab mir zusätzlichen “Pfupf” und die nötige Zuversicht, den Anfall zusammen mit meinen Rabauken aus- und durchhalten zu können :). Und denk dran, Katharina, es ist nur eine “Phaaaaaaaaaaseeeeeee” :)!

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    1. Katharina

      Olà, im Schuhladen hat Kurzer ja gar nicht getrotzt – er hatte eine Riesenparty 🙂
      Geiler Indoor-Spielplatz mit Verstecken und Klettergerüsten, was will man mehr? Wenn nur die Alte nicht so gestürmt hätte wegen den doofen Schuhen…. 😉
      Ach herrjeh, ich darf wirklich nicht unter Zeitdruck stehen oder selber übernächtigt sein, dann kann ich tiptop am Kind “dran bleiben” und auf es eingehen. Heute konnte ich irgendwie nicht gleichzeitig Kurzen beaufsichtigen und Schuhgrössen auswählen. *gna*

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  5. Nicole

    Entschuldige, Kat, dass ich heute seeeehr schadenfroh bin !!! Lol, lol, lol!
    Und MacQueen finde ich auch super – es müssen nicht immer pädagogisch richtige Feuerwehr-Finken sein….. lol, lol, lol!
    Und dass du das “grave” findest? Das ist aber schon sehr autoritär…… 😉
    *Duck-und-Weg*

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    1. Katharina

      Nur weil man nicht ständig am Kind herumerzieht, heisst das nicht, dass man ihm keine Werte vermittelt. Selbstbestimmung heisst über sich selbst bestimmen – nicht über andere Menschen. Ich diskutiere gerne mal bei einem Glas Wein mit Dir über das Thema.
      Anyway, ich lache ja selber drüber, sonst hätte ich die Geschichte nicht gepostet 😉

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  6. Mama Mia

    Oh, ich ahne Schreckliches! Bei uns geht es ja mit knapp zwei gerade erst los mit der Trotzphase, aber solche Situationen kenne ich auch schon- bis jetzt allerdings nur zu Hause, wenn z.B der eine Löffel, mit dem er jetzt seinen Joghurt essen will, in der Spülmaschine ist. In der Öffentlichkeit findet er bis jetzt noch alles sehr interessant und ist somit abgelenkt. Damit ich für die Zukunft gewappnet bin: Weißt Du, ob es örtliche Selbsthilfegruppen gibt 😉 Und: Welches Deo hat sich bewährt 😉
    Mitfühlende Grüße
    Mia

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  7. cloudette

    🙂 hihi 🙂 japs … äh, ja, sorry, ich nehme mal an, in der Situation war das alles andere als komisch .. aber hier so im Nachhinein, einfach super witzig beschrieben 🙂

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  8. Pingback: Feedreaderperlen I | cloudette

  9. aufZehenspitzen

    ich war vor etwa zwei monaten mit meiner tochter, da war sie 1 jahr, schuhe kaufen und habe für mich resümiert: die wahre hölle des elterndaseins. es war furchtbar. für alle eltern aller kinder aller altersklassen (in meinem fall also zumindest geteiltes leid). die einen stürmten herum, die anderen rissen die schuhe herunter, die anderen konnten sich nicht entscheiden (eltern: warm muss sein; kinder: die oder die marke muss sein) usw. es war ein einziges desaster und ich bedauere jetzt noch, den verkäufer, der dieser abteilung zugeteilt ist (war?). warum in der babyschuhabteilung die schuhe bis zum boden hinunter einsortiert werden müssen, ist mir ein rätsel. am boden herumkriechen und dabei das kind abhalten, alle schuhe und schachteln rauszureißen, ist nicht das, was ich mir unter kund_innenfreundlichkeit vorstelle.

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  10. karin

    Toll wie du meinen alltag beschreibst. Aber selbst schuld wollte ja das sie selbstständig werden “jetz hani dä seich”. Habs neulich aus verzweiflung mit dem abgedroschenen satz “de geit z mami ohni di” versucht. Der zwerg in kurzems alter hat gewinkt und gesagt “spöter” was so viel bedeutet wie bis später. Mein mann meinte nur lached ” das hesch jetz devo das nid wosch theresli usne mache” (thereslis in dem fall mamasönchen)

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  11. Anna

    Warum man in solchen Situationen mit Ratschlägen kommt? Ganz klar: Weil es die ganze Gesellschaft etwas angeht, wenn eine Mutter null Erziehungskompetenz hat. Schließlich sind eure Kinder die nächste Generation…wo soll die Welt nur hingehen und das nur enden? Zum Glück gibt es ja auch Mütter, die Erziehung einfach im Instinkt haben und nette Kinder vorbringen…und entgegen deiner Vermutung: die sind nicht mit Drogen vollgepumt. Aber gut…jetzt könnt ihr meinen Beitrag zerreißen und euch weiter selbst feiern.

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  12. erziehung-kreativ

    Oh ja. Solche Situationen sind in dem Augenblick oft unpassend und anstrengend. Aber worüber würdet Ihr dann in zwanzig Jahren lachen – vorrausgesetzt es war soo lustig, dass Ihr Euch dann noch daran errinnert.
    Ich bin mittlerweile knallhart beim Schuhekaufen. Ich lasse mich beim Anprobieren meiner (!) Schuhe gar nicht mehr ablenken. Unter uns – ich krieg’s eh nicht hin, dass ich beide Kinder zwischen den ganzen Regalen und Schachteln gleichzeitig im Blick behalte. Also wieso nicht ein paar Sekunden lang in Ruhe meine neuen Schuhe bewundern?
    Herzliche Grüße aus Wien
    Dita

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  13. Claudia Fahlbusch (@escribella)

    Unser Kurzer misst zwar schon 150 cm und ist 11 Jahre alt, aber Schuhe kaufen ist immer noch nicht so sein Ding. Er bringt zwar nicht die Auslage durcheinander und schmeisst auch nicht mit Schachteln, aber wenn er nicht will, dann will er nicht. In solchen Fällen geh ich dann schon mal wieder raus aus dem Laden und warte auf bessere Zeiten. Für ihn kommt es beim Schuhkauf darauf an, ob ihm die neuen Schuhe überhaupt ein Anliegen sind. Neue Fussballschuhe: Ja; neue Winterstiefel: Nein.
    Neulich waren wir in einem Second-Hand-Verkauf (Wintersportartikelbörse) wegen neuen bzw. gebrauchten Schlittschuhen. Sohni alberte herum, anstatt Schlittschuhe zu probieren. Ich sagte: «Gut, dann lassen wir das, und dann hast du eben dieses Jahr keine Schlittschuhe. Das ist deine Sache, mir ist das egal.» Und dann ging es ruckzuck.
    A propos Winterstiefel: Dafür empfehle ich die Landi-Läden. Die Stiefel dort sind von guter Qualität und sehr preiswert. Das gilt auch für Skijacken, Gummistiefel und anderes, das man draussen braucht.

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  14. Fraeulein Rabatzki

    Super! Das Verhalten deines Kurzen scheint mir ganz natürlich zu sein und irgendwie auch erfreulich – so viel Neugier und Spaß im Schuhgeschäft! Traurig eigentlich wenn ein Kind kein Bock hat die vielen Regale zum Abenteuerspielplatz zu erklären. Na ja, und das Trotzen, das gehört doch einfach dazu, da verstehe ich auch die empörten Blicke der anderen nicht. Machen deren Kinder das nicht? Und noch viel gravierender: Was steckt wirklich dahinter? Vielleicht gibt es auch einfach die Megachiller-Kinder, bestimmt sind sie aber eher eine Ausnahme.

    Toll, wie ihr die Situation geklärt habt. Genau richtig finde ich und dein Kleener hat ja offensichtlich genau verstanden was da nun los war – ohne Gebrüll, Drohen oder gar Prügel. In solchen Situationen erntet man die Früchte antiautoritärer Erziehung. Ich freue mich sehr für euch!

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Fraeulein Rabatzki

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  15. gedankenpotpourri

    Ich glaube, dass war demals, als ich noch als “stille Leserin” im Netz unterwegs war, der erste Artikel von dir, den ich lies. Seitdem bin ich hier geblieben 😉
    Herzliche Grüße und einen schönen 2. Advent!

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