Mit Stöcken beworfen: 3 x 11 Antworten

Best Blog Award

Best Blog Award

Meistens werde ich bei Stöckchen-Aktionen ja konsequent ignoriert, aber hier hatte ich offenbar weniger Glück und wurde gleich drei Mal für den Best Blog Award “nominiert”.

Das Spiel geht folgendermassen: Die “Nominierten” beantworten 11 Fragen, denken sich 11 neue Fragen aus und geben diese an 11 andere Blogger weiter. Die die meisten Blogs, die ich lese, bereits mitgemacht haben verzichte ich hier auf das Stellen neuer Fragen und aufs Taggen neuer Blogger*innen. Wenn Du mitmachen möchtest, schnapp Dir einfach nach Gutdünken 11 der Fragen und beantworte sie.

Connys Fragen

Conny von all my true stories stellte folgende 11 Fragen:

1. Wie und wann bist du zum Bloggen gekommen?

Wie? Ich hatte das Bedürfnis, meine Meinung über gewisse Dinge der Weltöffentlichkeit kund zu tun und die Texte später auch wieder zu finden. Das war irgendwann in den frühen zweitausender Jahren. Leider habe ich die Adresse meines ersten Blogs verhühnert, aber die Texte sind noch irgendwo da draussen.
“Mama hat jetzt keine Zeit” fing ich an, um gewisse Überlegungen auch mal schriftlich festhalten und öffentlich zugänglich machen zu können. Hauptsächlich weil in den Elternforen, in denen ich mich sonst noch so rumtreibe, gewisse Themen immer und immer und immer wiederkehren und ich nicht immer dasselbe nochmal wiederholen mag. Dann hat sich die Sache mit der Zeit selbständig gemacht.

2. Worum geht es in deinem Blog hauptsächlich?

Elternschaft, Attachment parenting pragmatisch umgesetzt, Persönliches, familien- und gesellschaftspolitische Fragen, Emanzentum und Elternschaft,… Die Themen werden immer weiter, je mehr Kurzer sich vom Babyalter entfernt. Und weil ich viel lese, gibt es auch einiges über Bücher. Schule und Lernen sind etwas, was mich im Moment sehr beschäftigt (Kurzer wird im Sommer bereits eingeschult).

3. Welche Art von Blogs magst du persönlich am liebsten?

Ich interessiere mich für eine breite Themenpalette. Am liebsten lese ich in meiner Freizeit aber “Gemischtwarenblogs”, wo die Leute über das schreiben, was sie im Alltag gerade so bewegt. Zum Recherchieren konsultiere ich gezielt Fachblogs.

4. Weihnachten: Besinnlichkeit oder Stress?

Überflüssig. Wir machen das nur Kurzem zuliebe mit.

5. Was wünschst du dir in diesem Jahr zu Weihnachten?

Dass wir die obligatorische Feierei möglichst rasch und stressfrei hinter uns bringen und danach 2 Wochen lang in Ruhe und ohne weitere soziale Verpflichtungen zuhause in der warmen Stube abhängen können.

6. Verschenkst du eher gekaufte oder selbstgemachte Weihnachtsgeschenke?

Keine Geschenke. Ich mache lieber spontan übers Jahr ein Geschenk, wenn mich was anspringt von dem ich denke, dass es einer geliebten Person gut gefallen könnte. Bei dem weihnachtlichen Konsumrummel mag ich nicht so recht mitmachen. Kurzer durfte ein paar Sachen für Grosseltern und Patentante basteln und bekommt natürlich selber auch ein paar Sachen.

7. Wie würdest du einen perfekten Tag beschreiben?

Aufgrund meines aktuellen Zustandes (seit 2 Wochen mit einer viralen Angina agonierend): Im Bett, alleine, schlafen und lesen.

8. Was ist dein Lieblingsbuch?

Gute Frage, nächste Frage. Sagen wir mal so: Da stehen mehrere Kubikmeter Bücher an meinen Wänden rum. Viele davon habe ich mehrmals gelesen. Die sind alle ein Teil von mir, ich könnte nicht eines benennen, ohne ein anderes zu diskriminieren. Ich könnte nicht mal eine einzelne Autorin benennen, die ich allen anderen vorziehen würde. Am öftesten (wieder) gelesen habe ich wohl den Darkover-Zyklus von Marion Zimmer-Bradley und die Pern-Saga von Anne McCaffrey. Beziehungsweise alles dieser beiden Autorinnen. Aber es gibt so viele andere…

9. Liest du Papierbücher oder ebooks?

Fachliteratur und Rategber zunehmend elektronisch. Einfach aus Platzgründen.

10. Wie entspannst du dich oder tankst neue Kraft?

Allein.

11. Was ist immer dabei, wenn du das Haus verlässt?

Sonnenbrille, Handy, Buch, Portemonnaie, Hausschlüssel.
(als ich mit Rauchen aufhörte benötigte ich mehrere Monate um nicht auf sechs durchzuzählen sondern nur noch auf fünf)

Muttis Fragen

Mutti von Muttis Nähkästchen war auch nur ein klein wenig neugierig:

1. iPhone oder Android?

Android. Das war aber keine politische Entscheidung sondern hat sich einfach so ergeben.

2. Buch oder e-Book?

Siehe weiter oben: Papier fürs Vergnügen, Elektronen für die Arbeit.

3. Big Bang Theory oder Sex and the City?

Weder noch. Big Bang Theory habe ich kein einziges Mal gesehen, von Sex and the City mal eine oder zwei Folgen. Wenn Bildschirm, hänge ich lieber mit meinen Kumpelinen aus dem Internet rum als vor dem TV (deshalb ist beim letzten Umzug konsequenterweise auch das Fernsehgerät zurückgeblieben).

4. Wie isst du deine Manner-Schnitten?

Quer.

5. In 10 Jahren…

Wird Kurzer voll in der Pubertät stecken.

6. Zuletzt gelesenes Buch …

Freizeit: “Reiches Erbe” von Donna Leon.
Beruflich: “Wie Kinder heute wachsen” von Herbert Renz-Polster und Gerhard Hüter
Und für das Wartezimmer bei der Ärztin, wo ich neuerdings so oft rumhänge, habe ich mir ein paar Sachen von Joachim Ringelnatz auf den Kindle gesaugt.

7. Zuletzt gegoogelt …

Weiss nicht mal. Ich google im Tag etwa tausendmal schnell was nach. Momentan recherchiere ich für einen Artikel über introvertierte Kinder, also wars was in dem Zusammenhang. Oder etwas, das mich der Fragling gefragt hat.

8. Mit dem/der würde ich gerne essen gehen …

Alice Schwarzer.

9. Wenn du ein Buntstift wärst, welche Farbe …

Weiss.

10. Dahin geht’s im nächsten Urlaub …

In unsere Werkstatt im Nachbardorf. Und im übernächsten wieder ins Haus der Familie nach Kroatien. Unser Budget lässt leider momentan keine längeren Überlandreisen zu, ansonsten wären wir schon länger Richtung Osten auf und davon gefahren.

11. Wo ich gerne mal geküsst werden möchte …

Wer in meinem Alter noch nicht auf alle vorstellbaren (und unvorstellbaren) Körperstellen geküsst worden ist, hat was falsch gemacht 😉

Aennis Fragen

Und als ich schon dachte ich hätte alles beantwortet, steckte auch noch Aenni von Aenni on Tour ihre Nase in meine Angelegenheiten:

1. Denkst du manchmal in einer anderen Sprache als deiner Muttersprache? Wenn ja, welche und wann.

Ich denke immer in der Sprache, in der ich grad arbeite, schreibe, rede, argumentiere. Jetzt gerade denke ich die Sätze, die ich schreiben werde, in Hochdeutsch voraus. Normalerweise denke ich ja schon in Berndeutsch, aber wenn mein Gehirn auf Hochdeutsch anfängt Sätze zu bilden, weiss ich, dass ich möglichst schnell zu einer Tastatur oder einem Blatt Papier und Stift laufen muss. Wenn ich den richtigen Moment verpasse sind all die brillanten, eloquenten Formulierungen wieder weg und der Text wird langweilig und fad.
Ich hab es ja nicht so mit dem Mündlichen, deshalb bereite ich wichtige Gespräche schon Tage im Voraus im Kopf vor – und zwar in der Sprache, in der ich das Gespräch führen werde. Im Beruf ist das oft Französisch, manchmal auch Englisch oder Hochdeutsch.

2. Welche Eigenschaft an Menschen kannst du auf den Tod nicht ausstehen? Warum?

Wenn einer dem anderen “dr Rhüme nid ma gönne”. Eine sehr unangenehme Unterart der Missgunst. Leider bin ich selber auch nicht immer dagegen gefeit

3. Rituale: Ein anderes Wort für “stumpfsinniger Trott” oder aber Sicherheit vermittelnder Bestandteil deines Lebens?

Ich bin schon ein Gewohnheitstier, muss ich zugeben.

4. Rauchst du/ Hast du je geraucht?

Nein. Ja.

5. Wie lange stehst du morgens vor dem Spiegel?

Ich? Morgens? Morgens hält mich kein Spiegel aus, sorry.

6. Wie häufig schminkst du dich

Wenn ich auf Kundenbesuch gehe, in die Stadt, oder zu jemandem zu Besuch. Dann bürste ich mir auch die Haare.

7. Gehst du gerne in den Zirkus? Warum?

Oh ja, ich alte Nostalgikerin. Die Magie, die Musik, das Licht, die Gerüche, der Zauber….
Die grossen Zirkusse meide ich wegen den Tieren (ich unterstütze die Born Free Foundation, das passt dann einfach nicht zusammen). Ich mag aber den Cirque du Soleil sehr. Die letzte Show, die ich gesehen habe, war eine Luftnummer von Nini de Paris (sehr empfehlenswert!)

8. Was passiert deiner Meinung nach nach dem Tod?

Dann bekommen meine Erben eine allerletzte Steuererklärung und müssen danach mein ganzes Puff ausmisten. Und ich bin fein raus.

9. Was war der erbärmlichste/entwürdigendste (Neben-) Job, den du je hattest?

Ich hatte so einige, aber als “erbärmlich” würde ich keinen davon bezeichnen. Ich denke es würde jedem einzelnen gut tun, mal für eine gewisse Zeit zu kellnern oder im Verkauf zu arbeiten. Beides sind Knochenjobs mit teilweise heftigen Arbeitsbedingungen.

Persönlich sehr entwürdigend fand ich, wenn ich als Werkstudentin im Service jobbte und meinen Kommilitonen aus begütertem Elternhaus die Kotze wegputzte, wenn sie mit ihren Burschenschaften am Saufen waren. Die fanden das auch noch lustig, inklusive Hintern tätscheln und anzüglichen Bemerkungen, versteht sich. Das lag aber nicht am Job an sich, sondern an der Arroganz dieser schlecht erzogenen, respektive total verzogenen Saugofen, die keinen Respekt oder Anstand kannten und sich für von Geburts wegen etwas Besseres hielten.
Da waren ja die Hierarchien total klar:  Hier die Herren Wirtschaftsstudenten aus begütertem Elternhaus, die tagsüber in der Uni ihren Hangouver ausschliefen, dort die Arbeitertochter die abends und nachts Geld anschaffte und tagsüber sich den Hintern aufriss, um die Sache möglichst schnell und möglichst gut hinter sich zu bekommen. Konsequenterweise hatten dann die Berufssöhne nach dem Staatsexamen auch die besseren Jobs und Anfangslöhne, schliesslich kannte Papa jemanden vom Lyons-Rotary-Kiwani-Club oder aus dem Offiziersverein… Soviel zur Chancengleichheit. Hach, das ist 20 Jahre her, aber mir steigt der Senf noch immer in die Nase. Unglaublich, oder?

10. Wie verhältst du dich in einem Museum?

Mich findet man höchstens im Verkehrshaus oder Technorama. Am liebsten Technorama. Am aller, aller, allerliebsten La Villette in Paris. Dort könnte man mich deponieren und ein paar Wochen später wieder abholen gehen, ich hätte nicht mal gemerkt dass ich allein war.

In Kunst- und so’n Zeugs Museümmer hingegen gehe ich eigentlich nicht, die habe ich immer langweilig genug gefunden, um mich mich lauten Witzen oder unangepasstem Verhalten in Verlegenheit zu bringen. Wobei mich das Musée d’Orvey eigentlich noch recht beeindruckt hat. Aber der Louvre dann wieder nicht. Hast Du gewusst, dass die Joconde nur so winzig klein ist?

11. Wie stehst du zu Leggins?

Handgestrickte, lange Unterhosen waren das Trauma meiner Kindheit. Ohne Not würde ich keine anziehen. Höchstens wenn ich bei minus 30° in der Brévine draussen übernachten müsste. Was aber nicht geschehen wird, solange ich mich dagegen wehren kann.

3 thoughts on “Mit Stöcken beworfen: 3 x 11 Antworten

  1. Melli

    Sehr interessant Katharina , wie immer 😉

    Ich musste bei einigem herzhaft lachen bei anderem zustimmend schmunzeln.
    In einigen Punkten denken wir seeehr gleich.

    Sei lieb gegrüsst
    Melli

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  2. Martina Diel

    Du schreibst:

    > Konsequenterweise hatten dann die Berufssöhne nach dem Staatsexamen auch die besseren
    > Jobs und Anfangslöhne, schliesslich kannte Papa jemanden vom Lyons-Rotary-Kiwani-Club
    > oder aus dem Offiziersverein… Soviel zur Chancengleichheit. Hach, das ist 20 Jahre her, aber
    > mir steigt der Senf noch immer in die Nase. Unglaublich, oder?

    Es kann nicht dran liegen, dass die BWL studiert haben und du Soziologie?

    Reply
    1. Katharina

      Es hatte auch zwei mit dem selben Abschluss wie ich dabei. Und hier gilt ausserdem “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” (und nicht “gleicher Lohn für gleiches Diplom”). Meine erste Stelle war eine Stelle als Junior Marketing Manager, also klassisches BWL-Zeugs.

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