Stella Gurney und Mark Chambers: „Das Kaninchen und der grosse rote Roller“

Stella Gurney und Mark Chambers: „Das Kaninchen und der grosse rote Roller“

Um Eifersucht, materielle Wünsche und Freundschaft geht es im Buch „Das Kaninchen und der grosse rote Rolle“ von Stella Gurney und Mark Chambers, das im Herbst beim Orell Füssli Kinderbücher erschienen ist.

Eigentlich ist das Kaninchen ganz zufrieden, es hat Freunde und kurvt auf seinem blauen Dreirad durch die Gegend. Aber eines Tages sieht es den Hasen auf seinem grünen Roller – und der Neid fängt an, an ihm zu nagen.

Als das Kaninchen im Geschäft einen roten Roller stehen sieht, kann es nicht widerstehen. Es erfüllt sich seinen Traum. Aber anders als erhofft wird damit nicht alles besser. Der Hase auf dem grünen Rollen ist immer noch schneller,

„aber vor allem hatte das Kaninchen keine Zeit mehr, mit seinen Freunden zu plaudern, wenn es so schnell in der Gegend herumbrauste.“

Am Ende wird der Roller wieder verkauft und das blaue Dreirad repariert, neu angemalt, und danach

„nahm alles wieder seinen gewohnten Gang“.

 

Mein Fazit

Das Thema ist natürlich nicht neu, man kennt es in den verschiedensten Variationen. Mich stört deshalb auch ihre Voraussehbarkeit (aber das sage ich als erwachsene, belesene Person, die mit den meisten der klassischen literarischen Themen vertraut ist). Bei einem Buch für Erwachsene wäre das dann für mich auch schon das Todesurteil.

Aber hier ist die Zielgruppe vier Jahre alt. In dem Alter hat ein Kind noch nicht gelernt, dass mit dem Besitz manchmal auch der Hochmut kommt und dass materielle Dinge Freunde entzweien können. Dass es Wichtigeres gibt im Leben als eine glänzende Lampe an einem roten Roller.

Mark Chambers hat die Geschichte vom Kaninchen und seinem roten Rollen sehr witzig umgesetzt. Die Tiere sind sympathisch gezeichnet, nur der grüne Roller des Hasen schaut böse aus.

Die Sprache ist einfach gehalten und die sind Dialoge teilweise comicartig ins grafische Layout eingebaut und vom restlichen Text farblich abgehoben.

Die Altersangabe des Verlags halte ich für zu hoch, ich würde es schon ab drei Jahren empfehlen.

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Klappentext

„Eines Tages stach dem Kaninchen im Schaufenster seines Lieblingsgeschäfts etwas ins Auge. Es war gross. Es war rot. Und es glänzte!“

„Das Kaninchen und der grosse rote Roller“
Stella Gurney (Text) und Mark Chambers (Bilder), übersetzt von Seraina Maria Sievi
Orell Füssli Verlag, Zürich
ISBN 978-3-280-03480-4
Alteresempfehlung des Verlags: ab 4 Jahren

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