Oliver Pötzsch: „Ritter Kuno Kettenstrumpf“

Ein paar meiner allerliebsten Kinderbücher stammen aus dem Thienemann Verlag und das meiste, was aus dessen Druckerpresse kommt, kann man mit geschlossenen Augen kaufen und sicher sein, dass es kein Mist ist. Trotzdem war ich natürlich gespannt, was es mit Ritter Kuno Kettenstrumpf und seinen Freunden aus Feenland Ost auf sich hatte.

Ritter Kuno, Prinz Nepomuk, Burgfräulein Konstanze und der Elf Aurin sind die vier Helden, um die sich die dreizehn in sich geschlossenen Geschichten von Oliver Pötzsch drehen. In den meisten dieser Geschichten sind der böse Zauberer Balduin oder der Räuber Rasputin hinter der legendären Silberlanze von Urgrossvater Kasimir Kettenstrumpf her, von der niemand mehr weiss, wo sie ist.

Daneben gibt es in Feenland Ost auch noch Drachen, Zwerge, ein sprechender Adler, furchtbar dumme Trolle und viele andere fantasievolle Gestalten, die Kuno und seinen Freunden manchmal helfen und manchmal auch nicht.

 

Mein Fazit

Die 13 Kuno-Geschichten sind jede in sich geschlossen, zusammen ergeben sie ein Jahr im Feenland Ost. Als roter Faden dient die Suche nach der Silberlanze, die am Ende tatsächlich an einem völlig unerwarteten Ort auftaucht.

Die Figuren sind lebendig und haben grosses Identifikationspotenzial. Das Burgfräulein Konstanze kommt zwar auf den ersten Blick etwas Klischeehaft rüber, wie sich im Laufe der Geschichten dann aber herausstellt, hat sie es faustdick hinter den Ohren. Ich hätte mir ein paar weibliche Charaktere mehr gewünscht, aber auch so finde ich das Buch nicht nur für Buben, sondern auch für Mädchen sehr gelungen.

Die Themen der Geschichten sind eher harmlos, was Angesichts der Zielgruppe auch gut ist. Da geht es um ein gestohlenes Schokoladenei, Zahnschmerzen, ein vermeintliches Gespenst,…. und endet immer gewaltfrei. Die Bösen verlieren zwar jedes Mal, aber keiner ist ihnen deswegen böse und am Ende werden sie sogar zum grossen Fest eingeladen. Mir gefällt die Idee von Wiedergutmachung und Integration der „Bösen“, statt sie zu bestrafen und ich finde es schön, sie auf diese Weise an Kinder weiter zu geben.

Die Illustrationen von Sibylle Hammer tragen viel zur friedlichen Stimmung des Buches bei. Die Zeichnungen sind schön bunt und flauschig, die ganze Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Und der Drache Dragobert ist zum Verlieben! Kurzer kann zwar noch nicht lesen, aber die Illustrationen sind aussagekräftig genug, dass er das Buch auch einfach gerne anschaut und es mit Hilfe der Bilder sich selber “vorliest”.

Die Altersangabe des Verlags finde ich etwas hoch, meines Erachtens kann man das Buch gut schon ab 4 Jahren erzählen. Wie weiter oben schon geschrieben, ist es praktisch gewaltfrei und auch die Bösen sind nicht sehr angsteinflössend. Ich vergleiche da beispielsweise den Räuber Hotzenplotz mit dem Räuber Rasputin – ich würde also viel lieber dem Zweiten im Finstern begegnen!

Hier gehts zum zweiten Band, Ritter Kuno Kettenstrumpf und die geheimnisvolle Flaschenpost.

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Klappentext:

„Kuno Kettenstrumpf, ein waschechter Ritter, liebt Schwertkämpfe, Schokoladenkuchen und vor allem das Burgfräulein Konstanze.
Mit seinem Pferd Rosinante erlebt Kuno viele Abenteuer – zum Glück sind seine Freunde Prinz Nepomuk, Elf Aurin, die Fee Laureana und der treue Drache Dragobert an seiner Seite, um die Bösewichte und die Trolle zu überlisten.
Im Feenland ist immer etwas los, und Kuno Kettenstrumpf ist mittendrin!“

„Ritter Kuno Kettenstrumpf“
Oliver Pötzsch
Thienemann Verlag, Stuttgart
ISBN 978-3-522-18393-2
Alteresempfehlung des Verlags: 5 Jahre

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