Ken Kimura und Yasunari Murakami: „999 Froschgeschwister und ein kleiner Bruder“

Es gibt Autoren, an denen würde man einfach vorbeilaufen, wenn nicht irgend ein Zufall einem mit der Nase auf sie stossen würde. So wäre es mir mit den Japanern Ken Kimura und Ysunari Murakami fast passiert, hätte mir der Nord-Süd-Verlag nicht seinen Frühjahrskatalog geschickt. „999 Froschgeschwister und ein kleiner Bruder“ scheint das dritte Buch in einer Reihe zu sein (die anderen zwei sind „999 Froschgeschwister ziehen um“ und „999 Froschgeschwister wachen auf“) alle drein sind von Ken Kimura geschrieben und von Yasunari Murakami illustriert. Auf jeden Fall wäre ich fast an dem Buch vorbeigegangen, hätte Kurzer mich nicht mit einem Aufschrei darauf aufmerksam gemacht:

Mama, schau, ein Krebslein! Ich will das Krebsbuch haben!

Das „Krebsbuch“, das ja eigentlich ein „Froschbuch“ ist, fängt ganz traurig an: 998 Geschwister haben schon Beinchen, nur eine kleine Kaulquappe entwickelt sich etwas später und findet sich mutterseelenallein im Teich wieder. Sie befreundet sich mit einem Krebslein, doch dieses zieht mit seiner Mama davon und das Fröschlein bleibt alleine. Erst als es sich – eher unabsichtlich – mit einer Schlange anlegt, kommen all die anderen Geschwister, das Krebslein und dessen Mutter, um dem kleinen Frosch zu helfen.

Und an dieser Stelle wird es so spannend, dass Kurzer beim Erzählen den Atem anhalten musste!

 

Mein Fazit

Die Geschichte des kleinen Frosches hat alles, was eine grosse Geschichte ausmacht: Persönlichkeitsentwicklung, Spannung, Dramatik – und ein Happy End!

Das Erste, was mir an diesem Buch auffiel: Es ist nicht gewaltfrei, wie viele der europäischen Bücher. Im Gegenteil: Ein übermächtiger Feind will unseren Helden, den kleinen Frosch, auffressen:

„Was für ein leckeres Fröschchen! Was für ein köstlicher Schmaus!“
Die Schlange stürzt sich auf den kleinen Frosch.

Und dann passiert etwas ganz Wundervolles: Der verloren geglaubte „kleine Bruder“ kommt zurück und greift todesmutig die Schlange an. Und auch

die 998 Froschgeschwister hören die Schreie und eilen zu Hilfe.

Das ist echter Mut! Wenn keine Gefahr besteht und sich niemand fürchten muss, ist es einfach, mutig zu sein. Aber hier könnte die Schlange jeden der Helfer fressen – ausser vielleicht die Krebsmutter, die unseren Protagonisten am Ende aus dem Schlamassel hilft.

Murakamis Illustrationen sind einfach, aber ausdrucksstark. Sie unterstreichen die Geschichte.  Die Miene der Schlange, als die Krebsmutter sie in den Schwanz kneift, ist unbezahlbar!

Von mir aus gesehen ist „999 Froschgeschwister und ein kleines Bruder“ ein tolles Buch zum Thema Freundschaft und Mut. Erfrischend anders!

P.S. Nächste Woche gibt es an dieser Stelle noch mehr zum Thema „Mut“ (Werbelink)

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Klappentext:

„999 Froschgeschwister wollen aus dem Teich hüpfen. Nur eine kleine Kaulquappe hat noch keine Beine und bleibt betrübt zurück. Aber da lernt sie den winzigen Flusskrebs kennen. Die beiden werden ein unschlagbares Team, das sogar – mit ein wenig Unterstützung – die grosse, gemeine Schlange bezwingt.“

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„999 Froschgeschwister und ein kleiner Bruder“
Ken Kimura (Text) und Yasunari Murakami (Illustrationen)
übersetzt von Hana Christen
Gebunden
NordSüd Verlag AG, Zürich, 2015
ISBN 978-3-314-10291-2

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