Eva Roth und Artem: „Unter Bodos Bett“

Als kleines Mädchen hatte ich die Angewohnheit, einfach alles in die Bettschublade zu werfen, wenn ich aufräumen sollte. Die Schublade war manchmal so voll, dass sie stecken blieb und ich mein Bett anheben musste, um sie wieder auf zu bekommen. Was also kann das schon sein, dass sich unter Bodos Bett im Bilderbuch dieser Wochen versteckt? Doch wohl Spielsachen und schmutzige Kleider…

 

 

Die Geschichte

„Unter Bodos Bett klopft etwas.
Dann ist es wieder still.“

Was könnte das nur sein? Bodo findet einen metallenen Werkzeugkoffer unter seinem Bett. Einer, der nicht unbedingt spektakulär aussieht. Aber etwas klopft darin und lässt Metall scheppern. Neugierig öffnet Bodo den Koffer – und findet darin eine zornige Ziege!

Die Ziege hat natürlich sofort etwas zu meckern, ihr fehlt es an Klettermöglichkeiten und sie schlägt sofort einen Umbau von Bodos Zimmer vor. Mit den Werkzeugen aus dem Koffer fangen sie an, aus der Kommode eine Riesenkugelbahn und dem Bett eine Purzelbahn zu bauen. Natürlich macht dieser Riesenspass auch Lärm.

Prompt kommen Erwachsene klopfen. Erst Bodos Vater, dann Herr Polett, der Nachbar von Unten und Frau Frieda, die Nachbarin von Oben, die steif und fest behauptet, da hätte eine Ziege ihren Kopf durch die Decke gestreckt. Papa beruhigt die Nachbarn und bietet ihnen Tee im Wohnzimmer an. Alle drei Male ist es gerade nochmal gut gegangen.

„Das geht immer gut“, sagt die Ziege.
[…]
„Warum geht es immer gut?“
[…]
„Weil die Grossen nur sehen, was es gibt“

 

Mein Fazit

„Unter Bodos Bett“ ist wieder eine dieser Geschichten, in denen ein einsamer Junge einen Freund findet, den nur er sehen kann. Davon hatten wir ja schon ein paar hier, zum Beispiel gerade letzte Woche „Theo und HAInz“ oder vor einiger Zeit „Der späte Gast“.

„Unter Bodos Bett“ sprüht nur so von witzigen Einfällen – und ist gleichzeitig so nah an meinem eigenen Leben, dass ich darüber nur noch lachen kann. Unglaublich, was so ein Fünfjähriger mit einer Werkzeugkiste anstellen kann. Und zwar durchaus nicht nur in der Fantasie!

Artems Zeichnungen sind fantasievoll und in warmen Farben gestaltet. Offenbar kann der Künstler Dinge sehen, die „die Grossen“ normalerweise nicht mehr sehen können. Aber das gehört für einen Kinderbuch-Illustrator vielleicht zum Pflichtenheft.

Ich kann „Unter Bodos Bett“ allen empfehlen, die genug Fantasie haben, um mit ihrem Werkzeug auch unkonventionelle Dinge zu bauen.

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Klappentext:

„Es klopft unter Bodos Bett.
Das Geräusch kommt aus einem Werkzeugkoffer.
Bodo zieht in hervor und öffnet ihn.
Eine Ziege springt heraus.
Die Ziege zögert nicht lange.
Sie zeigt Bodo, wie man aus der Kommode eine Kugelbahn macht, wozu ein schief gestelltes Bett nützlich ist, und wie er im oberen Stock fernsehen kann. Bodo geniesst den Schabernack, und seine Träume werden wahr.
Aber warum merken Papa und die Nachbarn nichts?“

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„Unter Bodos Bett“
Eva Roth (Text) und Artem (Bilder)
Hardcover
Atlantis Verlag, an imprint of Orell Füssli Verlag AG, Zürich, 2015
ISBN 978-3-7152-0692-9

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