dich hatte ich mir anders vorgestellt

Fabien Toulmé: „Dich hatte ich mir anders vorgestellt“

Heute, am 3. Dezember, ist der internationale UN-Gedenktag für Menschen mit Behinderung und zu diesem Anlass möchte ich Euch mal ein etwas anderes Buch ans Herz legen, das mir sehr nahe gegangen ist und zwar die Graphic Novelle „Dich hatte ich mir anders vorgestellt“ des Franzosen Fabien Toulmé.

Handlung

Fabien und seine Familie kommen aus Brasilien zurück nach Frankreich. Fabiens Frau Patricia ist schwanger. Alles scheint gut zu sein und die Familie freut sich sehr auf die kleine Julia.

Doch direkt nach der Geburt stellt sich heraus, dass Julias Herz nicht richtig arbeitet und bald darauf, dass sie Trisomie 21, das Down Syndrom, hat. Fabien tut sich schwer damit und hat Mühe, seine Tochter mit ihrer Behinderung zu akzeptieren.

Er erzählt, wie Julia nachhause kommt, wie er ihr erstes Jahr erlebt, wie die Kleine am Herzen operiert wird und so weiter. Das Buch endet, als Julia 3 Jahre alt ist und Fabien feststellt, dass er sich langsam aber sicher an seine Familie „mit dem kleinen Extra“ gewöhnt hat und sie für ihn zur Normalität geworden ist.

 

Mein Fazit

Toulmé beschreibt wirklich schonungslos offen und sehr selbstkritisch, wie es ihm in der ersten Zeit mit seiner Tochter Julia ergangen ist und wie er mit ihrer Behinderung haderte. „Harten Tobak“, würden wir das hier in der Schweiz nennen.

Daneben erfährt man viel darüber, wie es mit einem behinderten Kind im französischen Gesundheitssystem läuft. Psychomotorik, Physiotherapie, Spezialisten, das ganze Programm.

Die einfarbigen Bilder sind einfach und teilweise sehr witzig, und bieten dadurch einen guten Kontrast zur Ernsthaftigkeit des Themas.

„Dich hatte ich mir anders vorgestellt“ ist ein empfehlenswertes Buch nicht nur für Menschen, die sich mit dem Thema Behinderung und Down Syndrom beschäftigen (müssen), sondern für alle. Denn „Behinderung“ ist nicht etwas, was nur den andere „passiert“. Eltern von behinderten Kindern sind Menschen wie du und ich und sie und ihre Kinder leben mit uns in ein und derselben Gesellschaft!

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Klappentext:

„Dies ist die Geschichte einer Begegnung. Der Begegnung eines Vaters mit seiner Tochter, die nicht ganz so ist wie andere Kinder…
Als nach der Geburt seiner zweiten Tochter Julia der Gendefekt Trisomie 21 und ein damit einhergehender Herzfehler festgestellt werden, bricht für den jungen Vater Fabien zunächst eine Welt zusammen. Wie soll man damit umgehen, dass das eigene Kind behindert ist? Kann man es lieben lernen? Und wenn nicht, was ist man dann für ein Mensch?
So berührend wie humorvoll, so einfühlsam wie aufrichtig, erzählt der französische Autor und Zeichner von Liebe, Familie, Verantwortung und den kleinen Unterschieden, die das Leben ausmachen…“

„Dich hatte ich mir anders vorgestellt“ („Ce n’est pas toi que j’attendais“)
Fabien Toulmé (übersetzt von Annika Wisniewski)
avant-verlag, Berlin, 2015
broschiert, 245 Seiten
ISBN 978-3-945034-34-7

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