Category Archives: Erziehung

Liebe Eltern, lasst doch die ätherischen Spagyrik-Blüten-Salz-Globuli mal stecken

Liebe Eltern,

Die Schule hat vor einer, für manche vor zwei Wochen angefangen, die langen Ferien sind vorbei und die Kinder müssen sich an einen neuen, härteren Rhythmus gewöhnen.

Sie sind überreizt, aggressiv, überdreht und finden Abends kaum zur Ruhe. Continue reading

Julia Dibbern: Geborgenheit

Julia Dibbern: „Geborgenheit. Wie Kinder sie spüren und Eltern sie geben können“

Das „damals-war-die-Welt-noch-in-Ordnung“-Gefühl, mit dem wir uns als Erwachsene manchmal an unsere eigene, „glückliche“ Kindheit zurück erinnern; Das, nach dem wir uns machmal zurück sehnen, es lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Geborgenheit. Continue reading

„Das ist so unglaublich wunderschön“ (bei lokalo24.de)

Helene Souza / pixelio.de

Helene Souza / pixelio.de

Lob, so sagt der gesunde Menschenverstand, stärke das Selbstbewusstsein und je mehr wir seine Leistungen positiv erwähnten, desto stärker würden wir unser Kind machen. Aber stimmt es denn tatsächlich? Welche Auswirkung hat ein Lob auf das Selbstbewusstsein eines Kindes und auf sein Verhalten? Eine Gruppe von Forschern der Universität Utrecht ist der Sache nachgegangen. In ihrer Forschungsarbeit „That’s Not Just Beautiful – That’s Incredibly Beautiful!: The Adverse Impact of Inflated Praise on Children With Low Self-Esteem“ haben Eddie Brummelman und seine Kollegen herausgefunden, dass sich der gesunde Menschenverstand auch mal täuschen kann.
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Kleine Hooligans

Mein Junge ist einen halben Kopf grösser als die Gleichaltrigen und er ist immer der Erste, der in Konfliktsituationen körperlich wird.

Er ist der Angreifer. Der Grosse, der die Kleinen schikaniert. Immer. Danach sieht es aus.

Krieg oder Frieden <br>christiaaane / pixelio.de

Krieg oder Frieden
christiaaane / pixelio.de

Als Mutter sehe ich das natürlich anders.
Ich sehe einen etwas lang geratenen Vierjährigen, der gehänselt wird, weil sich ältere Kinder über seine Ausraster amüsieren. Ich sehe gleichaltrige Mädchen, die ihn demonstrativ ausschliessen, obwohl er lieb gefragt hat, ob er mitspielen darf. Ich sehe die gleichaltrigen Jungen, die nicht mit ihm teilen wollen, obwohl er etwas im Tausch anbietet.
Ich sehe Eltern, die immer erst hinschauen, wenn ihr Kind weinend am Boden liegt und dem Kind, das “angefangen” hat, böse Blicke zuwerfen oder es gar grob von ihrem Kind wegziehen und anschnauzen.
Ich sehe diesen grossen kleinen Jungen, der wütend Gegenstände durch die Gegend schmeisst, Erwachsene schlägt und alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, mit Fusstritten traktiert.
Und mein Herz schmerzt so sehr für ihn aber mehr als ganz fest festhalten und ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe, kann ich ihn nicht.

So eine gequirlte Kackawurst!

Meine Ängste, dass Kurzer ausgeschlossen werden könnte, meine Angst, was andere Eltern von meinem Kind oder meinen mütterlichen Qualifikationen halten könnten, die haben absolut nichts mit dem Streit zwischen meinem Sohn und seinem Kumpel zu tun.

Hier ist der Konflikt zwischen zwei Kindern.

Dort sind meine eigenen Ängste und Dämonen.

Zwei verschiedene Themen!

Körperliche, bzw. vermeintlich aggressive Handlungen zwischen kleinen Kindern sind bis zu einem gewissen Grad normal, sobald die Eloquenz an ihre Grenzen stösst oder die Überforderung eintritt. Ein Kind, das körperlich wird, gehört noch lange nicht in Therapie. Aber darüber mag ich hier gar nicht referieren, sondern verweise einfach auf das ausgezeichnete Buch von Jesper Juul: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (der Link führt zu Amazon und ich erhalte eine kleine Provision, wenn Du ihn zum Bestellen benutzt).

Ein anderer Fakt ist: Wenn Kinder andere Kinder ärgern, hänseln, nicht mitspielen lassen, dann müssen sie lernen, dass irgendwann etwas zurückkommt. Wenn Kurzer mehrmals freundlich fragt, ob er mitspielen dürfe und die anderen sich einfach abwenden, ihn ignorieren, ihren Kreis schliessen, dann hat er das Recht, wütend und frustriert zu sein. Wenn er seinen Muffin mit dem anderen Kind teilt, aber dieses ihm nicht von seinem abgibt, dann ist seine Wut ebenfalls berechtigt. Und wenn Ältere mit einem Spielzeug vor seiner Nase hermfuchteln und lachend weglaufen wenn er vor Frustration laut losheult, haben sie es verflixt nocheins nicht besser verdient, als dass ihnen mal einer eins auf die Nase gibt!

Hauen ist nicht akzeptabel. Nie. In dem Punkt sind sich alle einig. Es ist aber eindeutig nicht immer das Kind, das als erstes physisch wird, das eine Antiaggressionstherapie benötigt. Nicht nur Schlagen ist sozial unverträglich, sondern auch das verbale Schikanieren von Kleineren und/oder Schwächeren.

Aber das haben, so lernte mich die Erfahrung, auch viele Jugendliche oder Erwachsene nicht gelernt. Auch die meinen dann, “aber ich habe ja gar nichts getan”, wenn ein Mobbingopfer durchdreht und zurückschlägt.

Natürlich ist eine solche Reaktion nicht ok. Aber verdammt, die Aktion, die zur Reaktion geführt hat, ist es auch nicht. Seine Wut und Frustration sind berechtigt. Daran, wie er sie ausdrückt, müssen wir noch arbeiten.

Und seien wir ehrlich: Manchmal braucht jemand, der ein verbales “nein, lass mich in Ruhe” nicht versteht, auch eins auf die Nase. Egal wie alt er ist.

Introvertierte Kinder brauchen Raum und Zeit für sich (bei lokalo24.de)

lokalo24.deMenschen sind verschieden und die meisten vereinen introvertierte und extrovertierte Eigenschaften in sich. Sie haben aber eindeutige Vorlieben und eine klare Tendenz ist ersichtlich. Ein introvertiertes Kind kann man deshalb an folgenden Eigenschaften erkennen… [weiterlesen bei lokalo24.de].

Extrovertierte Kinder brauchen andere Menschen (bei lokalo24.de)

lokalo24.deMenschen sind verschieden und die meisten vereinen introvertierte und extrovertierte Eigenschaften in sich. Sie haben aber eindeutige Vorlieben und eine klare Tendenz ist ersichtlich. Ein extrovertiertes Kind kann man deshalb an folgenden Eigenschaften erkennen… [weiterlesen bei lokalo24.de].

Bedürfnisorientierte Erziehung nach Persönlichkeitstyp (bei lokalo24.de)

lokalo24.deDer erste Teil meiner Miniserie beschreibt die Vorteile, die es hat, wenn man in der Erziehung bzw. im Familienleben Rücksicht auf den jeweiligen Persönlichkeitstyp der Kinder und der Eltern nimmt:
Bedürfnisorientierte Erziehung nach Persönlichkeitstyp.
Im zweiten und dritten Teil geht es dann im Detail darum, wie man introvertierte bzw. extrovertierte Kinder dabei unterstützen kann, ihr ganzes Potenzial zu entfalten.

Reblogged von Das Nuf Advanced: Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder

So viele Eltern stellen sich auf den Kopf und geben Hunderte von Franken aus, um ihre Kinder auf dem Weg in die Selbständigkeit korrekt zu fördern. Das Nuf beschreibt, wie es wirklich geht: Etwas Vertrauen und einfach machen lassen: Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder | Das Nuf Advanced.

Frau… äh… Mutti hat gleich nachgedoppelt, auch hierfür eine unbedingte Leseempfehlung: Trauen und zutrauen.

Der friedliche Weg zur Sauberkeit

In meinem neuesten Artikel für Lokalo24.de beschäftige ich mich mit der Frage, wie man sein Kind ohne Druck und Stress auf dem Weg zur Sauberkeit begleiten kann:

 

Der friedliche Weg zur Sauberkeit

von Katharina Bleuer

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“.

Das wissen wir!

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem Eltern, die nicht „Windelfrei“ von Geburt an praktiziert haben, für eine Lebenszeit genug Hintern geputzt haben und nur noch eines wollen: Dass ihr Kind endlich selber aufs Klo geht. Am besten ohne es ständig daran erinnern zu müssen.

Die gute Nachricht lautet: Es wird kommen. Das Kind wird es lernen. Irgendwann. Manche früher, andere später.

Lesen Sie hier, wie Sie den Vorgang zwar nicht beschleunigen, Ihr Kind aber liebevoll und geduldig auf seinem Weg zur Sauberkeit begleiten können.

Zwischen etwa 2 und 3.5 Jahren entwickelt ein Kind die so genannte „Eigeninitiative“. Es nimmt nun Harn- und Stuhldrang bewusst wahr undlernt, beides zu kontrollieren. Früher mit dem Töpfchentraining zu beginnen, hat keinen Sinn. Außer vielleicht, dass sich das Kind schon im Vorfeld an eine gewisse Regelmäßigkeit beim Toilettengang gewöhnt. Es ist aber wahrscheinlicher, dass ihm die Sache verleidet, bevor es richtig damit begonnen hat weil es weder versteht, was von ihm erwartet wird, noch diesen Erwartungen gerecht werden kann.

Etwas Vorarbeit können Sie als Eltern aber trotzdem schon jetzt leisten. Beispielsweise mit dem Kind über Ausscheidungen, das Töpfchen oder das Klo sprechen, den Fäkalien eine Bezeichnung geben, mit denen sie für die nächsten 5 oder mehr Jahre leben können, während des Waschens sanft die entsprechenden Organe und ihre Funktion benennen („das ist der After, hier kommt Kacka raus“). Auch Wörter wie „nass“, „abwischen“, „waschen“ usw. werden in diesem Zusammenhang wichtig werden und es ist von Vorteil, wenn das Kind sie bereits den benötigten Wortschatz kennt, bevor das Klotraining ernsthaft beginnt.

Bereits sehr früh kann man das Baby oder Kleinkind mitnehmen, wenn man den Windelinhalt ins Klo entsorgt. Erklären Sie ihm, was Sie tun und dass Ausscheidungen ins Klo gehören. Lassen Sie es spülen.

Wenn es Ihnen nichts ausmacht, lassen Sie die Klotür geöffnet, wenn Sie selber Ihr Geschäft verrichten. Erklären Sie dem neugierigen Kind, was Sie tun und kommentieren Sie den gesamten Prozess (pinkeln, abwischen, spülen, Hände waschen). Erklären Sie ihm, dass es bald selber lernen darf, Pipi und Kacka ins Klo/Töpfchen zu machen.

Lassen Sie Ihr Kind wachsen und sich entwickeln.

Kaufen Sie ein Töpfchen oder einen Toilettenring.

Stellen Sie es gemeinsam mit dem Kind im Badezimmer auf und erklären ihm, wozu es dient und wie es benutzt wird. Lassen Sie es sich selber – wenn es sich nicht traut, seine Puppe – darauf setzen.

Lesen Sie ihm Bilderbücher vor, die das Thema Toilettengang behandeln.

Lassen Sie das Kind sich einfach so aufs Töpfchen setzen, ohne gleich ein Geschäft von ihm zu erwarten oder es dazu zu drängen.

Wenn Ihr Kind anfängt, echtes Interesse zu zeigen und sie merken, dass es seine Schließmuskel zu kontrollieren anfängt – beispielsweise indem es den berühmten „Pipitanz“ aufführt – dann ist der Moment gekommen!

Damit Aussicht auf Erfolg besteht, müssen Sie selber ebenfalls bereit sein, viel Zeit mit Ihrem Kind im Badezimmer zu verbringen. Erlauben es Ihre Lebensumstände im Moment nicht, diese Zeit und Geduld aufzubringen, warten Sie lieber noch ein paar Wochen, bis sich Ihr Leben beruhigt hat.

Beginnen Sie mit einer Töpfchenroutine: Setzen Sie das Kind gleich nach dem Aufstehen, nach jeder Mahlzeit, vor Autofahrten und vor dem zu Bett gehen aufs Töpfchen. Bleiben Sie bei ihm und verhelfen Sie ihm zu einem schönen, interessanten, intensiven oder lustigen Moment.

Erwarten Sie zu Beginn nicht zu viel. Es werden wahrscheinlich Monate vergehen, bis die Klogänge wie gewünscht klappen. Wenn das Kind nicht mitmacht oder Sie nicht die nötige Geduld aufbringen können – Sie beispielsweise merken, dass sie wütend werden – versuchen Sie es ein paar Wochen später wieder.

Ihr Kind muss sich erst entspannen lernen. Lesen Sie ihm vor, singen Sie mit ihm oder sprechen Sie über den Tag. Oder lassen Sie es auf dem iPad spielen oder Filmchen schauen. Was in Ihrer Familie am besten funktioniert.

Ihr Kind muss nicht nur das Verhalten lernen, wenn es keine Windeln trägt, sondern auch das bewusste Loslassen auf dem Töpfchen oder Klo. Das erfordert zu Beginn viel Geduld – Aber lassen Sie es nicht länger als etwa 10 Minuten auf dem Töpfchen sitzen, wenn nichts kommt versuchen Sie es lieber in einer halben Stunde wieder.

Wenn Ihr Kind während des Spielens den „Pipitanz“ aufführt: Fragen Sie nicht, ob es gehen muss, sondern führen Sie es ins Badezimmer und helfen Sie ihm aufs Klo! Stellen Sie sich einen Wecker und fordern Sie das Kind alle zwei Stunden zum Toilettengang auf, bis es gelernt hat auf seine Körpersignale zu achten und entsprechend zu reagieren.

Das Händewaschen sollte unbedingt Teil der Routine werden. Stellen Sie dazu einen Schemel bereit und eine bunte, fein riechende Seife (die es vielleicht sogar selber auswählen durfte?). Waschen Sie die Hände mit dem Kind gemeinsam, singen Sie Händewaschliedchen, oder -verse, damit es sich die einzelnen Schritte gut merken kann.

Singen Sie Händewaschliedchen, oder -verse, damit es sich die einzelnen Schritte gut merken kann.

Rechnen Sie mit „Unfällen“ – und reinigen sie kommentarlos weg. Vermitteln Sie dem Kind nicht das Gefühl, es müsse sich dafür schämen. Ermutigen Sie es viel lieber: Schon bald wird es gelernt haben, rechtzeitig sein Spiel zu unterbrechen und zu gehen.

Haben Sie Geduld. Es werden wahrscheinlich Monate vergehen, bis alles wie gewünscht klappt.

Ein regelmäßiger Tagesablauf ist hilfreich. Die meisten Kleinkinder urinieren im Schnitt zwischen 4 und 8 Mal pro Tag, d.h. etwa alle zwei Stunden und haben ein bis zweimal im Tag Stuhlgang . Beobachten Sie Ihr Kind, versuchen Sie seinen Rhythmus herauszufinden und setzen Sie es zu den Momenten aufs Töpfchen oder Klo, wenn die Chancen für ein Erfolgserlebnis besonders hoch sind.

Ziehen Sie ihm für die Nacht und Mittagsschläfchen eine Windel an. Die Nachttrockenheit wird sich später entwickeln und kann nicht trainiert werden. Für längere Autofahrten können Sie ihm je nachdem eine Windel anziehen oder den Autokindersitz mit einer wasserfesten Unterlage (z.B. Inkontinenzunterlage) schützen. Am Besten fragen Sie Ihr Kind, was ihm lieber ist!

Nutzen Sie jede Gelegenheit, anderswo die Waschräume zu besichtigen und, wenn Ihr Kind mitmacht, sie zu benutzen. So gewöhnt es sich daran, an verschiedenen Orten aufs Klo zu gehen.

Haben Sie Geduld! Es kann drei bis zwölf Monate dauern, bis Ihr Kind selbständig auf die Toilette gehen wird.

Sie sollten das Training unterbrechen, wenn Ihr Kind weinen muss, Trotzanfälle bekommt, nicht sitzen bleiben möchte, oder Sie selber Ihre Geduld verlieren. Lassen Sie ein paar Wochen verstreichen, bevor Sie es wieder versuchen.

Rückschläge sind normal. Vom Beginn des Trainings bis das Kind verlässlich trocken ist, können zwischen 3 und 12 Monaten vergehen. Je besser es vorbereitet ist und je mehr es selber bereit dazu ist, desto schneller wird das Kind Fortschritte machen können.

Auch bei Rückschlägen oder wenn Ihr Kind eher zu den Späten gehört: Das Alter, in dem ein Kind trocken wird, hat absolut keinen Einfluss auf seine spätere Intelligenz, Talente, Erfolg oder Glücksfähigkeit.

Vertrauen Sie deshalb Ihrem Kind: Es wird trocken werden. Seien Sie geduldig und unterstützen Sie es, aber setzen Sie keinen Druck auf. Stellen Sie keine für den Moment unerfüllbaren Forderungen. So wird die Zeit auf der Toilette zu einer entspannten Erfahrung für Sie und für Ihr Kind und bald können Sie sich gemeinsam darüber freuen, dass es auch diesen Meilenstein gemeistert hat.

 

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten: Autonomiephase / Trotzphase – Warum immer ein guter Grund hinter Wutanfällen steckt und wie wir unseren Kindern liebevoll aus einem Trotzanfall heraushelfen können

TantrumEs gibt Artikel, die hätte man am liebsten selber geschrieben. Dieser hier von Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten ist so einer:

Autonomiephase / Trotzphase – Warum immer ein guter Grund hinter Wutanfällen steckt und wie wir unseren Kindern liebevoll aus einem Trotzanfall heraushelfen können.

Zum Weiterlesen: