Category Archives: Bücher zum Thema Ernährung, Pflege und Gesundheit

Anna Maria Sanders: „Ich dreh gleich durch!“

„Ich dreh gleich durch!“ sei, so wurde mir in einer FB-Gruppe für Eltern von ADHS-Kindern versichert, das beste Buch, das über das Thema ADHS je geschrieben worden sei. Das tönt natürlich nicht schlecht und auch der Klappentext hat mich angesprochen. Continue reading

Cory Silverberg und Fiona Smyth: „Wie entsteht ein Baby?“

Das Thema Aufklärung, respektive wie ein Baby entsteht, ist bei uns nach wie vor hochaktuell. Katja Grach alias Krachbumm und ihr E-book „Wie sag ich’s meinem Kind?“ habe ich Euch ja schon neulich vorgestellt. Es ist etwas für Erwachsene.

Wie aber erklärt man einem Kind – in unserem Fall einem Fünfjährigen – wie ein Baby entsteht und zwar, ohne ihn für die nächsten 20, 30 Jahre zu traumatisieren? Der wichtigste diesbezügliche Tipp, den ich gehört und gelesen habe lautet: Immer nur so viele Fragen des Kindes beantworten, wie es auch gestellt hat. Continue reading

Nora Imlau: „Freundschaft“

Kurzer hat zwei beste Freunde. Den einen kennt er seit Babyzeiten, den anderen seit letztem Frühjahr. Seit Ende August gehen sie zusammen in die Vorschule. “Die Drei aus dem Städtchen” nennt sie die Lehrerin, weil sie alle drei im Quartier leben und wie Pech und Schwefel aneinander kleben. Das heisst, wenn sie sich nicht gerade untereinander zoffen, prügeln, das Gesicht zerkratzen. „Du bist für immer und ewig mein Bester“ und „du bist so blöd, ich lade dich nie, nie, nie mehr zu meinem Geburtstag ein“ im Fünfminutentakt.

Sie prügeln sich oft, die Drei aus dem Städtchen. Aber wehe ein anderes Kind oder gar ein Erwachsenes mischt sich ein – da sieht es sich plötzlich drei kampfbereiten Musketieren gegenüber, die einander Deckung geben. „Lass meinen Freund in Ruhe“, schimpfte mich neulich einer der Drei, als ich Kurzen wegen etwas zur Rechenschaft zog, das er ausgefressen hatte.

Solche Freunde, die zusammenhalten und mit ihm durch Dick und Dünn gehen, wünscht man seinem Kind und hofft, dass die Freundschaft ein Leben lang hält. Bei jedem Streit leidet man mit und drückt die Daumen, dass bald die Versöhnung folgt. Ganz besonders, wenn die „Entfreundung“ mal eine ganze Woche andauert oder noch andere Kinder ins Spiel kommen, plötzlich Rivalität um die Gunst des Freundes da ist und Eifersucht auf andere. Fünfjährige fühlen stark und intensiv – und laut. Man leidet mit ihnen mit und möchte ihnen helfen. Im ersten Reflex möchte man abwiegeln, aber im Innersten weiss man natürlich, dass das wohl nicht das Richtige ist.

Deshalb war ich natürlich neugierig und freute mich etwas zu lernen, als Nora Imlau, die Autorin von „Das Geheimnis zufriedener Babys“ für die Beltz Nikolo Reihe „Grosse Gefühle“ ein Buch über Kinderfreundschaften geschrieben hat.

Dort geht es nicht nur um die Bedeutung von Kinderfreundschaften und Cliquen für die Entwicklung unserer Kinder, sondern man erfährt auch, wie schüchterne Kinder Freunde finden können, lernt etwas über Mobbing unter Kindern, und über Einzelgänger. Wann sollen sich Erwachsene zurückhalten, wann einmischen? Wie können wir unsere Kinder dabei unterstützen eine Freundschaft auch über Distanz aufrecht zu erhalten (beispielsweise nach einem Umzug)? Was tun, wenn ein Kind unbeliebt ist, wenn es von anderen gehänselt wird oder wenn unser eigenes Kind ein anderes hänselt?

Wie immer bei Nora Imlau gibt es keine fertigen 1-2-3-Rezepte. Stattdessen finden Leserinnen und Leser zahlreiche wertvolle Inputs und Dinge zum Nachdenken und eine lange Literaturliste zum weiterlesen. Darunter auch zahlreiche Kinderbücher, in denen Freundschaft eine wichtige Rolle spielt.

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Klappentext:

„Kinder entdecken miteinander die Welt und lernen voneinander. Jeder Freund inspiriert auf eigene Weise und prägt die Persönlichkeit des Kindes beim Spielen, Streiten, Versöhnen. Wer Kinderfreundschaften versteht und fördert, öffnet Kindern ganz neue Horizonte.“

„Freundschaft. Wie Kinder sie erleben und Eltern sie stärken können“
Nora Imlau
Beltz & Gelberg, Weinheim und Basel, 2014
ISBN 978-3-407-72716-9

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Sex und Pornografie und all das

Neulich kam mein Kurzer nachhause und fragte, weshalb er kein Schwesterchen habe.

“Brauchst Du denn eines?” fragte ich zurück.

“Ja, ALLE BUBEN HABEN EINE KLEINE SCHWESTER!”

“Alle Buben” heisst übersetzt: Seine zwei besten Freunde. Und überhaupt. Ich versuchte dann, ihm zu erklären, dass manche Buben Schwesterchen haben und manche nicht. Aber das wollte er nicht gelten lassen und fing an zu erklären, dass Papa mir JETZT SOFORT ein Körnchen in den Bauch legen müsse und daraus dann ein Schwesterlein wachsen würde und überhaupt wünsche er sich ganz fest eines. Das alles dekoriert mit Hundeblick und bitte-bitte.

Bildquelle: Krachbumm-Blog, Fotografin: Anna Lisa Chang

Bildquelle: Krachbumm-Blog,
Fotografin: Anna Lisa Chang

Was war das eben mit dem Körnchen? Woher hatte er das? Von mir jedenfalls nicht, und da auf diskretes Nachfragen auch andere Eltern ähnliche Fragen gestellt bekommen haben, tippen wir jetzt einfach mal auf die Vorschullehrerin.

In diesem Fall konnte ich der Fragerei noch knapp ausweichen, doch das Thema wird wieder auf den Tisch kommen. Und wieder, und wieder. Deshalb bin ich froh, hat Kollegin Krachbumm ihr eBuch jetzt endlich veröffentlicht: “Wie sag ich’s meinem Kind? Sex & Porno

Dort drin findet man nicht ganz alle Antworten – aber immerhin gute Hilfestellung, wie man das Thema mit seinem Kind behandeln kann. Und zwar ganz ohne Peinlichkeiten und weder Bienchen noch Störche werden bemüht. Ich bin froh um diese Hilfestellung, denn langsam wird es eng hier und ich bräuchte dringend Antworten insbesondere darüber, wie genau denn nun das famose Körnchen von Papa in Mamas Bauch kommt.

Schwerpunkt des 70-seitigen E-Books liegt beim Sex und nicht bei der Fortpflanzung. Deshalb sind die hier aktuellen Fragen dann auch nicht alle beantwortet. Beispielsweise weshalb man nicht auslesen kann, ob es ein Brüderlein oder ein Schwesterlelin gibt oder weshalb manchmal alles Körnchen-in-den-Bauch-legen nichts nutzt und einfach kein Baby entsteht.

Trotzdem würde ich allen Eltern von Kindern im Vorschul- und Schulalter empfehlen: Holt Euch das E-Book! Es ist sehr informativ und sehr hilfreich, wenn die Fragen zum Sex auftauchen.

 

 

Cover von Alain Serres und Aurélia Fronty: "Ich bin ein Kind und ich habe Rechte"

Alain Serres und Aurélia Fronty: „Ich bin ein Kind und ich habe Rechte“

Am 20. November 2014 wurde weltweit das 25jährige Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention gefeiert. Im Nord-Süd-Verlag ist dazu schon im Herbst 2013 ein Bilderbuch erschienen: „Ich bin ein Kind und ich habe Rechte“: Continue reading

Sarah Wiener Stiftung: Landschaft schmeckt!

Sarah Wiener Stiftung: „Landschaft schmeckt. Nachhaltig kochen mit Kindern“

Milch aus dem Beutel, Blumenkohl und Pommes Frites aus der Tiefkühltruhe. Immer mehr Kinder sind ihrer Nahrung entfremdet und wissen nicht so recht, was wie wo wächst oder produziert wird. Bei vielen Grundnahrungsmitteln wissen sie nicht mal mehr, wie sie aussehen, sich anfühlen und schmecken.

In immer mehr Haushalten wird nicht mehr gekocht. Immer mehr Kinder kommen hungrig oder mit ungesunder Nahrung (hohe Kaloriendichte, hoher Verarbeitungsgrad, wenige Nährstoffe) in den Unterricht. Wer sich von klein auf falsch ernährt, gefährdet unmittelbar seine Gesundheit mit dramatischen Risiken und Spätfolgen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, schreibt die Sarah Wiener Stiftung auf ihrer Website.

Die Spitzenköchin Sarah Wiener hat mit Dr. Alfred Biolek und anderen die nach ihr benannte Stiftung gegründet, um etwas gegen diese Tendenz zu unternehmen. Unter ihrer Leitung werden Lehr- und Erziehungspersonen zu „Genussbotschaftern“ ausgebildet, die in ihren Schulen, Kindertagesstätten und anderen Institutionen Kindern die natürliche und nachhaltige Küche, sowie Grundwissen über Nahrungsmittel, ihre Herkunft, Saison usw. beibringen. Mit Klassenfahrten zum Biobauernhof „erleben die Kinder aus erster Hand, dass die Natur uns nährt. Sie dürfen das aktiv erfahren, indem sie zum Beispiel beim Pflanzen oder Ernten helfen, Bratwürste herstellen, beim Melken oder Imkern selbst Hand anlegen.“ (zitiert aus „Landschaft schmeckt“, Seite 11)

 

Um was es geht

Das Buch „Landschaft schmeckt“, geschrieben von Stephanie Lehmann, Kerstin Ahrens und Meike Rathgeber, ist die Quintessenz aus der praktischen Arbeit der 2007 gegründeten Sarah Wiener Stiftung.

Gegliedert ist es nach Nahrungsthemen: Kräuter, Obst, Getreide, Rohkost, Fisch, Wasser, Fleisch, Weltküche, Milch, Eier, industrielles Essen / Fertigessen, und last but not least Süssspeisen. Am Ende finden sich zahlreiche Tabellen, Saisonkalender und andere Informationen in Kompaktform.

Jedes dieser Kapitel beginnt mit einem Rezept in verschiedenen Varianten – und der Einladung zum Variieren und Experimentieren, je nach Saison oder erhältlichen Esswaren. Etwas was fehlt, lieber durch etwas anderes ersetzen als weite Transportwege in Kauf nehmen lautet die Devise.

Es finden sich Tipps und Tricks zur Haltbarmachung und zur Restenverwertung, Hintergrundinformationen über die nachhaltige Küchenpraxis, ernährungswissenschaftliches Basiswissen, erweiterte Informationen zur Nachhaltigkeit und „Tipps und Anregungen zum Nachmachen“, die im weiteren Sinn zum Thema gehören.

Im Teil „Spielwiese“ schlussendlich schlagen die Autorinnen jeweils zahlreiche Spiele und Experimente vor, die man mit Kindern verschiedenen Alters durchführen kann. Teilweise bringen sie den Kindern die jeweiligen Nahrungsmittel näher und teilweise streifen sie das Thema auch im weiteren Sinne. Aber immer laden sie zum Ausprobieren und Diskutieren ein.

 

Fazit

„Landschaft schmeckt!“ ist kein Kinderkochbuch. Es ist ein Lehrbuch über Nachhaltigkeit in der Nahrungsmittelproduktion, das sich an Eltern und andere Erziehungspersonen richtet. Trotzdem hat es einige Beispielrezepte drin, die mit Kindern nachzukochen richtig Spass macht. Natürlich hätte ich mich über mehr Rezepte von Sarah Wiener gefreut, aber dafür gibt es zahlreiche andere Bücher von ihr (Werbelink).

IMG_20140627_115957Nach dem letzten Besuch auf dem Wochenmarkt haben Kurzer und ich uns spontan dafür entschieden, die „Spaghetti mit Gemüse-Bolognese“ zu kochen, die auf Seite 122 vorgestellt wird. Es ist auch für einen Vierjährigen kein Problem, dabei mitzumachen und Spass zu haben – und dem Kind schmeckt es auf diese Weise gleich doppelt so gut. Sogar das Gemüse und „das grüne Zeug“ (alias „Gewürzkräuter“).

IMG_20140627_162045Ich habe beim Lesen sehr viel lernen können: Über Nahrungsmittel, verschiedene Qualitäten, graue Energie, Transportwege, Nachhaltigkeit, biologischen Landbau, Verarbeitungsgrad. Aber auch, wie man frisch kocht, wie man Geschmäcker testet, wie man in der Küche improvisiert, was man tun kann, wenn man zu viel gekocht hat. Und nicht zuletzt: Wie man sein Kind beim Einkaufen und Kochen mit einbeziehen kann.

IMG_20140627_170251Sehr positiv finde ich, wie die Autorinnen auf die Problematik der Fleisch- und Milchproduktion eingehen, deren Beitrag zum Treibhauseffekt erklären, wichtige Tierschutzaspekte besprechen, ohne gleich alles zu Verteufeln. Dabei gehen sie auch kurz auf Vegetarismus bzw. Veganismus und deren Vor- und Nachteile ein.

Ethisch gesehen vertreten sie eine Meinung, die man mit „Ja zu allem, aber mit Mass“ zusammenfassen könnte. Saisonal und regional heisst die Devise und immer möglichst alles verwerten. Da dies meiner eigenen Einstellung und Lebensweise gut entspricht, konnte ich von dem Buch sehr profitieren. Wer aus ethischen Gründen vegetarisch oder vegan lebt, wird dagegen nicht viel Freude daran haben: Eier, Milch, Fleisch und Fisch haben in der hier vorgestellten Küche eben so ihren Platz, wie Getreide und Gemüse.

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Klappentext:Mit Kindern nachhaltig kochen, worauf es dabei ankommt: Spass am Essen zu vermitteln, aber auch, die Sinne zu schärfen. Zu wissen, wo das Essen herkommt, wie es sich anfühlt, wie es schmeckt. Denn wer sich mit Ernährung auskennt, kann ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen.“

„Landschaft schmeckt. Nachhaltig kochen mit Kindern.“
Sarah Wiener Stiftung (Texte von Stephanie Lehmann, Kerstin Ahrens und Meike Rathgeber)
Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 2014
ISBN 978-3-407-75396-0
Preis CHF 25.40 / € D 17.95 / € A 25.40

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Website der Sarah Wiener Stiftung:

Leseprobe beim Beltz Verlag:

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Das Geheimnis zufriedener Babys

Nora Imlau: Das Geheimnis zufriedener Babys

Noch ein Ratgeber für Babys? Im Ernst? Muss das sein?

In der Fantastillion Ratgeber für die Babyzeit hat bisher einer gefehlt: Einer, der undogmatisch und ohne zu predigen das zusammenfasst, was heute „bedürfnisorientierte Elternschaft“ oder neudeutsch „Attachment parenting“ genannt wird. Continue reading

Susanne Mierau: Breifrei durch die Babyzeit (E-Buch)

Susanne Mierau, die das Blog “Geborgen Wachsen – Bindungsorientierte Elternschaft” betreibt, hat mir freundlicherweise ihr neuestes E-Buch zur Verfügung gestellt, damit ich es für Euch anschauen kann.

Breifrei durch die Babyzeit

Breifrei durch die Babyzeit

Um was geht es in “Breifrei durch die Babyzeit: Gemeinsam Essen entdecken. Stück für Stück”?

Auf 34 Seiten gibt Mierau einen Überblick über die Beikosteinführung nach den Prinzipien  von “Baby Lead Weaning” (BLW, selbstbestimmtes Abstillen). Sie erklärt, worauf es dabei ankommt und wie man vorgeht, damit das Essen für das Kind zu einer selbstbestimmten,  positiven Erfahrung wird.

Kurz zusammengefasst geht es bei BLW darum, dass dem Kind anstelle von Brei “richtiges Essen” angeboten wird und es sich selbständig davon bedienen kann. So kann es die Nahrungsmittel selbständig untersuchen und kosten und selber bestimmen, was und wieviel davon es essen möchte. Neben der langsamen Einführung neuer Nahrungsmittel ab etwa sechs Monaten, in der vom Baby selbst gewählten Geschwindigkeit, wird es weiter gestillt oder geschöppelt, so dass sein Bedarf an Nährstoffen auch dann jederzeit gedeckt ist, wenn es noch nicht “richtig” essen kann sondern nur auf angebotenen Nahrungsmitteln herumkaut und sie wieder ausspuckt.

Wer sich also gar nicht damit aufhalten möchte, Breie zu kochen oder Gläschennahrung zu verfüttern, sondern von der Brust/Flasche direkt zu “echten Lebensmitteln” übergehen möchte, kann sich in Mieraus Buch einen ersten Überblick verschaffen: Wann ist das Kind bereit für die Einführung der ersten Beikost, welche Nahrungsmittel sind geeignet/ungeeignet, welches Vorgehen ist das Beste, welche Getränke,….

Mierau nimmt auch mögliche Sorgen ernst und beantwortet Fragen wie “kann sich das Kind nicht verschlucken?” oder “geht das auch, wenn in meiner Familie Allergien vorkommen?”

Fazit

Für mich bietet das E-Book einen ersten Überblick über die Thematik des Baby Lead Weaning. Wer das Thema vertiefen möchte, findet im Anhang eine Liste mit einschlägiger Literatur auf Deutsch und Englisch.

Der günstige Preis lässt einem über fehlendes Lektorat, zahlreiche Wiederholungen  und teilweise Widersprüche hinwegsehen.

Empfehlen würde ich es in erster Line Eltern, die ihre Kinder nach Bedarf stillen.
Es wird zwar erwähnt, dass BLW auch mit Flaschenkindern durchgeführt werden kann, das Thema wird aber nicht weiter vertieft. Manche Eltern von Flaschenkindern könnten sich zudem am stillenthusiastischen Diskurs der Autorin stören.

Auch Eltern von Kinder mit speziellen Bedürfnissen oder Gesundheitsproblemen werden in dem Büchlein nicht alle Informationen finden, die sie benötigen. Als Mutter eines Kindes mit schwerer Refluxösophagitis und spezieller AR-Ernährung hätte mich natürlich interessiert, ob in seinem Fall BLW auch machbar gewesen wäre und wenn ja, wie. Ich verstehe aber auch, dass solche Spezialfälle nicht in dem Rahmen abgehandelt werden können, die ein E-Buch anbietet.

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Susanne Mierau: Breifrei durch die Babyzeit.
Erschienen als E-Buch im Selbstverlag, 2013

Weitere Informationen über die Autorin, ihre Bücher und Themen auf Susanne Mieraus Webseiten:
geborgen-wachsen.de und
susanne-mierau.de

Bezugsquelle: Das Buch kann bei lulu.com gedownloadet werden und kostet CHF 3.75 / € 2.99

Download: http://www.lulu.com/shop/susanne-mierau/breifrei-durch-die-babyzeit-gemeinsam-essen-entdecken-st%C3%BCck-f%C3%BCr-st%C3%BCck/ebook/product-21132687.html

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