Category Archives: Ich persönlich

Brief an mein 20jähriges Ich

Hallo Du,

Beim Aufräumen bist du mir in die Hände gefallen. Lange habe ich nicht an dich gedacht. Du sitzt da, im Studentenheim auf der Küchenkombination, vor Dir ein Glas Rotwein und in der Hand die obligate Zigarette. Sie wird dich noch manches Jahr lang begleiten und du wirst sie erst weglegen, dann aber endgültig, als du mit Deinem Sohn schwanger bist. Bis du schwanger wirst, wird es kein einziges Bild von dir geben, in dem du nicht eine brennende Zigarette in der Hand hältst oder hinter dem Rücken versteckst. Du findest das nicht schlimm, denn du rauchst gerne, magst den Geschmack und überhaupt: Alle coolen Menschen rauchen. Continue reading

vereiste Hagebutte

Fragebogen 2016

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Alles in allem gar nicht so übel. Eine 8 würde ich sagen, so übers Jahr aus gerechnet.

 

2. Äusserliche Veränderungen?

Ich bin letzten April 45 geworden, das darf man mir auch ansehen. Mein Kleidungsstil wird sich wohl nicht mehr wesentlich verelegantisieren. Die Haare sind immer noch im Hagazussa-Style. Mir gefällt’s. Ab- oder zugenommen habe ich nicht wesentlich, aber mich deucht, ich sei etwas besser in Form als Anfang ’16. Continue reading

Erschöpfung

Flashback

Im Rahmen der Einschulung unseres Kurzen muss einiges abgeklärt werden und in diesem Zusammenhang muss ich unter anderem Informationen in den alten medizinischen Akten des Kurzen zusammensuchen.

Ein paar Sätze und alles ist wieder da. Dabei habe ich seit Ewigkeiten nicht daran gedacht. Continue reading

Trekkie Mom

I’ll never force my children into religion.
When the right time comes, I’ll explain to them the differences and they can choose between Star Trek and Star Wars.
(Quelle: Internet)

Meine eigene Wahl habe ich vor langer Zeit getroffen: Ich bin eine Trekkie Mutter. Die sind wie normale Mütter, nur cooler. Ich habe alle TOS (die Originalserie mit Kapt’n Kirk) gesehen, und mehrfach alle Folgen von TNG („The next generation“, auf Deutsch „Das nächste Jahrhundert“). Star Trek TNG ist meine liebste Fernsehserie. Deep Space Nine habe ich einmal durch, auch das sind interessante Geschichten aber höchstens als Ergänzung zu TNG, nicht als eigenständige Serie. Voyager hingegen habe ich ebenfalls geliebt, Janeway ist fast so sehr mein Lieblingscaptain wie Picard. Continue reading

Mir stinkt’s

Lieber Nachbar. Wir leben jetzt seit sechs Jahren Seite an Seite. Ich bin hauptsächlich wegen des Gartens hier eingezogen. Er ist ein Traum, ein richtig schöner, geheimer Garten, eingeklemmt zwischen Mittelalterlichen Mauern und dem kleinen Flüsschen Seyon. Ein Garten direkt am Bach, oberhalb eines Wasserfalles. Wer hat das schon? Continue reading

Sommerferien

Lange war es jetzt still auf diesem Blog, ausser ein paar Buchbesprechungen kam kaum mehr Neues. Auch über die Social Media gab es fast nur noch Recyceltes und nicht mal mehr die Swiss Blog Family – auf die ich mich riesig freue – mochte ich mehr bewerben, dabei hätte es noch Plätze frei!

Was ist passiert? Nur die Sommerferien des Kurzen und ein grosser Auftrag für mein Übersetzungsbüro. @froumeier formulierte neulich auf Twitter das Problem folgendermassen: Continue reading

The Big Picture

Finde deine Vision und setze sie um…
Behalte das Grosse Ganze im Auge….
Wozu bist du hier und welche Spuren willst du im Leben der Menschen hinterlassen…

Immer wieder dieselben Fragen in der Mitte des Lebens. Midlife Crisis?

Ich habe in letzter Zeit einige Marketing-Online-Seminare besucht in der Hoffnung, dabei etwas für mein Business mitnehmen zu können. Stetige Weiterbildung und Weiterentwicklung ist mir wichtig, sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Bereich. Als Geschäftsfrau muss ich mich schliesslich selber vermarkten und als Alleinunternehmerin stehe ich mit meiner Person gerade und kann mich nicht hinter einem eloquenten Firmennamen und einem hübschen Logo verstecken. Continue reading

#Morgenlauf

Eigentlich ging ich im Januar wegen eines nicht enden wollenden Hustens zur Hausärztin. Über den war sie nicht so besorgt, sehr wohl aber wegen der Tatsache, dass mein Blutdruck seit über einem Jahr an der Obergrenze schrammt. In Verbindung mit anderen Risikofaktoren müsse ich endlich mal ein paar Kilo abnehmen und noch wichtiger: Wieder in Bewegung kommen. Continue reading

Der Joggel

Der Joggel

Ich glaube es war im September 1979, dem Jahr, das als das Heisseste überhaupt in die Geschichte einging, bis sein Rekord im Hitzesommer 2003 gebrochen wurde. Meine Mutter war mit meinem kleinen Bruder schwanger. Ich war acht Jahre alt und es war Jahrmarkt im dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin.

Hatte ich einen Marktbatzen bekommen? Vermutlich schon. Es müssen wohl so zwei oder fünf Franken gewesen sein, die meine Schwester und ich zum Verjubeln bekommen hatten. Die haben wir sicher auch ausgegeben, denn an solchen Dorffesten fehlt es ja nicht an Gelegenheiten. Continue reading

Vertrauen

aschenputtel / Pixabay

Als kleines Mädchen konnte ich darauf vertrauen, dass sich schon alles richten würde. Dass jemand alles für mich in Ordnung würde, besser gesagt. Da war der Liebe Gott, den durfte man um alles bitten. Naja, fast alles. Unverschämt durfte man natürlich nicht sein. Auch für sich selber durfte man nichts verlangen, denn der Liebe Gott, wie er mir näher gebracht wurde, liebte nur demütige Menschen. Solche, die nur an sich dachten, die mochte er nicht. Continue reading