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Vernetztes im Dezember 2014

ins Netz gegangen (funnytools / Pixabay)

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Im Dezember hatten wir immer noch Lungenentzündung und eine Reihe Magen-Darm-Geschichten, wenig Training, viel Essen, und der Winter ist endlich gekommen und wie! Fast 17°C Minus, Schnee und Eis verwandeln die Landschaft wenigstens für ein paar Tage.

Ich wünsche Euch fantastisches Neues  Jahr, mit vielen neuen Entdeckungen, Erkenntnissen und Einsichten!

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Frau Krachbumm schrub ein paar interessante Überlegungen zum Thema Mutterschaft und Sex auf: Will ich ne MILF sein? Ja, nein, vielleicht?

Jedes Jahr wieder beeindruckend: Das UNICEF Foto des Jahres. Beziehungsweise die Fotoreportage des Jahres. Man müsste eigentlich jede Einzeln verlinken, denn jede ist es wert auch jene, die es “nur” auf die Plätze geschafft haben: UNICEF Foto des Jahres.

Migrantenfamilien sollen per Gesetz dazu gezwungen werden, innerhalb der Familie Deutsch zu sprechen. Stimmen die Prämissen, auf denen diese Forderung beruht, denn überhaupt? Wie schlecht steht es um die Deutschkenntnisse von Migranten in Deutschland? Diesen Fragen geht das Sprachlog nach und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Integration duch Sprachvorschriften.

Corinna Knauff schreibt gegen die Mummywars an und schlägt als Lösung virtuelle Müttergruppe “ZusamMama” vor . Hier ihr Plädoyer: Mum’s Woodstock: ZusaMama. Eine Mütter-Friedensbewegung im Netz.

Eine eindrückliche Fotostrecke von Jacob Holdt aus den USA der 1970er Jahre: Vereinigte Albträume von Amerika.

Seit dem 11. September 2001 gehört der Anschlag auf das World Trade Center und dessen Einsturz zur Geschichte der USA. Was wenige wissen, ist dass das WTC auch in den USA immer umstritten war. Seinem Bau fielen über 300 Betriebe und Läden zum Opfer. Spiegel Online berichtet über Planung und Bau der “Großen, bösen Gebäude“.

Nehmt Euch etwas Zeit und Ruhe, um diese Multimedia-Reportage über die Aussengrenzen Europas anzusehen. Eindrücklich und bedrückend! Der Zaun.

Dirk Gieselmann hat den Auftrag, “Woche lang böse” zu sein und und er soll “dabei Protokoll führen”. Das Resultat  ist durchaus erheiternd: Heute ein fieser Möpp.

Juliane Schiemenz fährt quer durch Deutschland, um ihren an Alzheimer erkrankten Vater in ein Pflegeheim zu bringen. Ein berührender, liebevoller Bericht: Alzheimer on the Road.

Ich habe es kaum ausgehalten, diesen Artikel zu ende zu lesen. Mein Sohn würde sagen: “Menschen sterben. Das passiert manchmal”. Hier berichtet ein Vater darüber, wie er seinen kleinen Sohn beim Sterben begleiten musste: Emil stirbt.

Meine frühe Jugend wurde von drei Katastrophen überschattet: Tschernobyl, AIDS und Bophal. Über die ersten beiden wird noch berichtet, doch auch in der vergifteten indischen Stadt sterben noch heute, dreissig Jahre nach der Giftgaskatastrophe, Kinder und Erwachsene an den Folgen: Im Schatten der Welt.

Fragebogen 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

7

2. Zugenommen oder abgenommen?

zu und wieder ab

3. Haare länger oder kürzer?

verhutzelter (siehe Punkt 7)

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

langsam werden die Arme zu kurz und ich überlege seit Monaten, zum Optiker zu gehen

5. Mehr Kohle oder weniger?

Immer weniger als nötig, aber irgendwie haben wir es wieder ein Jahr weiter geschafft. Eigentlich erstaunlich gut, denn obwohl ich an jedem Monatsende die Magengeschwüre wachsen fühle, konnten wir uns doch von Herbst bis jetzt durch mehrere Engpässe hindurchwursteln.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Langsam besser, aber rein wirtschaftlich reicht es einfach hinten und vorne nicht.

7.  Mehr ausgegeben oder weniger?

Ich glaube es war etwas mehr als 2013. Denn wir haben jetzt ein generalüberholtes Holzboot, einen neuen Kühlschrank, eine neue Waschmaschine, und zwei neue Autos. d.h. andere, etwas weniger alte Autos. Und Zähne. Himmeltraurige Herrgottslotterzähne, die waren sauteuer (für den Friseur hats dann halt nicht mehr gereicht).

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Eine DVD in einer Verlosung und 1000 Superpunkte in einer anderen.

Ansonsten haben wir neue Nachbarn gewonnen, und die alten, die weggezogen sind, zum Glück nicht ganz verloren. Wobei mir das spontane Kaffeetrinken mit meiner Freundin Anna doch schon sehr fehlt.

9. Mehr bewegt oder weniger?

In der Gemeinde durften wir die Eröffnung unseres Kinderhortes feiern und es scheint dort wirklich gut zu laufen. Natürlich muss man noch einiges optimieren, aber der Hort deckt ein echtes Bedürfnis ab und es ist schön, die Dankbarkeit der Eltern zu spüren. Und noch viel wichtiger: Die Kinder lieben es, dorthin zu gehen! Wir haben wunderschön renovierte Räumlichkeiten und ein tolles, motiviertes, junges Team.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Bei mir liefs dank Schulter-OP im März besser als letztes Jahr. Seit Herbst macht mir der Magen zu schaffen.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die Sache mit dem Magen macht mich momentan fertig, weil es irgendwie keine Ursache für die ständigen Probleme gibt. Das ist noch nicht ausgestanden und demnächsten stehen ein paar unangenehme Untersuchungen an.

12. Der hirnrissigste Plan?

Keine Ressourcen für hinrissige Pläne.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Die fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Kantons Neuenburg ist momentan ungefähr das Gefährlichste, was wir so unternehmen. Für mehr reichen unseren Ressourcen z.Z. nicht aus.

14. Die teuerste Anschaffung?

DSC01288Die Generalüberholung unseres Bootes. Ist das eine Anschaffung?

15. Das leckerste Essen?

Ich bin jetzt nicht so der Fischfreak, aber die frittierten Fische mit gedämpftem Mangold in der Gostionica Gožinka auf Rab hat es mir schwer angetan. Die habe ich gleich zweimal hintereinander gegessen. Und als Söhnchen frittierte Tintenfischchen entdeckte (mit Beinchen!), war ich hin und weg. Der hat die fürchterlichen Viecher mit beiden Händen in sich reingestopft, dass es mich gar gruselte, ich aber auch nicht wegschauen konnte. DSC01615
Und dann wurde im Dorf ein neues Thai-Restaurant eröffnet, von dem ich nicht genug kriegen kann.

16. Das beeindruckendste Buch?

Lindbergh von Torben Kuhlmann.

17. Der ergreifendste Film?

Seit langem habe ich mir wieder mal Forrest Gump und Grüne Tomaten reingezogen. Ganz allein mit einer Flasche Rotwein. Wie erwartet habe ich bei beiden rumgeheult. Das gehört so.

18. Die beste CD?

Mozart l’égyptien von Hugues de Courson. Hammer!

19. Das schönste Konzert?

Das Brunnekonzert des ersten Kindergartens von Boudevilliers. Echt, ich war zu Tränen gerührt, obwohl Kurzer statt zu singen lieber vor Verlegenheit rumhampelte und ab dem Bänklein fiel.

20. Die beste TV-Serie?

Major Crimes.

21. Die meiste Zeit verbracht mit?

Kurzem, mir selber, Langem, Spikes, Tisha und meinem Computer.

22. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mir selber, Kurzem und Lagem.

23. Zum ersten Mal getan?

Kurzen zur Schule gebracht.

24. Nach langer Zeit wieder getan?

In einem P38a gefahren.

25. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Da gabs einiges. Aber ich mag nicht darüber reden, sorry.

26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass es wirklich nötig ist, den Schulbus um 8h15 nicht zu verpassen und dass dieser nicht wartet, nur weil jemand noch etwas länger Legölen möchte.

27. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich glaube, Kurzer hat sich irrsinnig über sein Geburtstagsfest gefreut. Da waren wir am Picknickplatz im Wald und haben Stockbrot und Bratäpfel gemacht.

28. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein selbst gemachtes Buch, über das ich ja auch noch bloggen wollte, kommt mir jetzt gerade in den Sinn.

2014-12-12 17.51.00

29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Tausend Mal “Mama, i ha di gärn”!

30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

“Wenn Du mich nicht mehr gern hast, habe ich Dich halt doppelt gern”

31. Deine Lieblingsblogs des Jahres?

“Die wo immer” stand hier zuerst. Aber es gab natürlich auch Neue, darunter unter anderen Gedankenpotpourri und die wunderbare Frau Nieselpriem.

32. 2014 war mit einem Wort:

Zäh.

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

2013201420152016 – 2017 – 2018 – 2019 – 2020

 

Vernetztes im November 2014

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Unser November war kalt und neblig, wie für alle anderen auch. Daneben gingen zwei Haushaltsgeräte und zwei Autos auf Grundeis. Das hätte irgendwie nicht sein müssen. Bronchitis, Entzündung der Nasennebenhöhlen und die Lungenentzündung des Kurzen haben den Monat dann besinnlich ausklingen lassen.

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Über das schwierige Verhältnis zwischen Kindern und Eltern in Migrantenfamilien schreibt Hakan bei Kleinerdrei: Bruchreif.

90 Menschen, darunter auch Kinder und Babys, sterben in der Sahara im Niemandsland zwischen Niger und Algerien. Schlepper hatten sie nach einer Reifenpanne ohne Wasser und Nahrung zurück gelassen. Europa schweigt und schickt mehr Geld nach Niger, damit die Grenzen besser bewacht werden können: Stirb nicht. Geschichte einer Flucht.

In Sierra Leone herrscht in Anbetracht der Ebola-Epidemie vor allem Hilflosigkeit und Angst. Über 4500 Menschen sind in Sierra Leone, Liberia und Guinea bisher gestorben und das Virus scheint sich nicht aufhalten zu lassen. Es wird erwartet, dass sich bis Januar 2015 eine Million Menschen angesteckt haben wird. Ein Team der Zeit ist dem Ursprung der Seuche nachgereist und beschreibt die menschliche Katastrophe dahinter: Wie das Virus in die Welt kam.

CookiesAdvent steht ja quasi schon vor der Tür und die ersten bloggenden Eltern haben erste Testläufe für die Weihnachtsbäckerei bereits hinter sich. Frau Cloudette teilt ihre Erfahrungen mit anderen Eltern: Backen mit Kleinkind, so gelingt’s!

Über einen autobiographischen Artikel des Schwedischen Fotomodells Lina Scheynius bin ich auf ihre Webseite gestossen, auf der sie einen Teil eigenen Fotos veröffentlicht, die sie als Fotografin aufgenommen hat. Besonders berüht hat mich die Serie “make more love book”. Aber macht Euch ein eigenes Bild: Say Hi to Lina Scheynius.

Die Autorin Meike Büttner nimmt an vielen Wettbewerben teil. Texte, die “aus guten oder schlechten Gründen” nicht gewinnen, will sie in Zukunft im Blog “Wo die Angst ist, ist der Weg” veröffentlichen, um zu verhindern “dass ich faul werde und Texte mehrfach verwende. Ihr Pech, unser Glück, bin ich versucht zu sagen. Als Einstieg empfehle ich “Grammatik der modernen deutschen Familie“.

So kurz vor dem Startschuss zur globalen Konsumorgie namens Weihnachten, hat Mama Arbeitet eine “unvollständige Liste” darüber veröffentlicht, “was Armut mit dir macht”. Mir gefällt Punkt 13 am allermeisten: Was Armut mit dir macht. Eine unvollständige Liste.

Mareice vom Kaiserinnenreich interviewt Mütter von Kindern mit Spezialeffekten. Schonungslos offen, aber ohne zu jammern, berichten sie über ihren Alltag. Am besten gleich bookmarken oder in den Feedreader packen: Der Mütterfragebogen – Special needs edition.

Die Geschichte von Amina, die von ihrer eigenen Mutter nach Somalia entführt wurde, um dort zu einem “anständigen Mädchen” erzogen zu werden, lässt mein Herz bluten: Fahrt zur Hölle.

 

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Ernetztes und Vernetztes im Oktober 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Das war unser Oktober 2014:
Kurzens erste Herbstferien, die er gefühlt 24/24 und 7/7 im Schlafanzug verbracht hat, den Sommer ausgrillen, ein Springbrunnen im Flüsschen und trotz Erkältung nassen Füssen, weil es einfach zu viel Spass macht, im Brunnen zu spielen. Kurzens fünfter Geburtstag, ein Frontlader und ein Jauchefass kamen in diesem Oktober auch noch vor, aber davon erzähle ich ein anderes Mal.

Auch die Kinder anderer Eltern werden gross, werden erzogen, und schreiben oder berichten darüber, wie es sich anfühlt und was andere dazu meinen. Hier meine aufrüttelnden, nachdenklichen, schönen, oder einfach interessanten Links des Monats Oktober 2014.

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Antje Schrupp hat einen gescheiten Text über die Fehlerkultur unter Feministinnen geschrieben. Ihre Argumentation lässt sich leicht auch übertragen auf die Art und Weise, wie Mütter manchmal miteinander umgehen, findet Ihr nicht auch? Die schmerzhaften Debatten unter Feministinnen.

Monica Levinsky hat Mut und spricht nach über 20 Jahren erstmals öffentlich darüber, wie es ist, die Buhfrau der Nation zu sein und öffentlich im Internet und den Medien dekonstruiert zu werden: The Internet’s Reputation Shredder.

Antje Schrupp über “man wird doch noch sagen dürfen”, öffentlichen Diskurs und was diskutabel oder indiskutabel ist: Wer darf was wann (nicht) sagen: Political Correctness und Meinungsfreiheit.

Die Kindheit auf der einen Seite des Lebens, das Sterben auf der anderen. Hier eine Geschichte über einen sterbenskranken Mann, der im Hospiz über ein halbes Jahr lang darauf wartete, dass er starb und schliesslich wieder entlassen wurde: Abschied ohne Ende.

Eizellenspende ist in Deutschland nicht erlaubt, Embryonenspende aber schon. Die Reproduktionsmedizin macht sich diese Gesetzeslücke für “besonders frühen Adoption” zu Nutzen. Der Artikel “Die gespendeten Kinder” berichtet für einmal nicht über ethische Fragen, sondern über die menschlichen Tragödien dahinter.

Liebesheirat verboten! Die indischen Liebeskommandos versuchen, etwas dagegen zu unternehmen: Verbotene Liebe.

Den Nido-Artikel über Heroinsüchtige Frauen, die schwanger werden, und ihre Babys, haben einige von Euch vielleicht schon gelesen. Ich verlinke ihn trotzdem nochmal mit der Warnung, ihn nicht mal so schnell nebenher zu lesen sondern wenn man Zeit und Ruhe hat: Baby auf Entzug.

Greta und Hans haben ein paar Antworten auf die Frage, was Liebe ist: Wie fühlt sich das Alter an?

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Ernetztes und Vernetztes im September 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser / pixelio.de)

Das war unser September 2014:
Ich habe jetzt wieder ein Fahrrad und Kurzer liebt es, mit mir von der Werkstatt zum Spielplatz und wieder zurück zu fahren. Die Arbeit ist wie immer spannend und bereichernd. Ich mag mein Leben!

Auch die Kinder anderer Eltern werden gross, werden erzogen, und schreiben oder berichten darüber, wie es sich anfühlt und was andere dazu meinen. Hier meine Links des Monats September 2014. Continue reading

Ernetztes und Vernetztes im August 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser / pixelio.de)

Das war unser August 2014: Kurzer wird eingeschult, mag nicht ohne mich dort bleiben, muss nach einer Woche aber bei der Trennung nicht mehr weinen und geht fortan gerne dortin. Und auch andere, lange ersehnte Entwicklungsschritte tun sich auf. Wir alle sind gewachsen in diesem Monatu und unser gesamtes Leben verändert sich wieder.

Auch die Kinder anderer Eltern werden gross, werden erzogen, und schreiben oder berichten darüber, wie es sich anfühlt und was andere dazu meinen. Hier meine Links des Monats August 2014.

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Ein schon etwas älterer Text über die oft komplizierte Beziehung zwischen Töchtern und ihren Müttern hat mich sehr zum Nachdenken über mich selber gebracht und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten: Der steinige Weg zwischen Dankbarkeit, Respekt und Freiheit zwischen Töchtern und Müttern.

Anouk lebt in einem Quartier mit 50% Menschen mit Migrationshintergrund und wird dort in eine Schule gehen, wo 3/4 der Kinder nicht Deutsch als Muttersprache haben. Ihre Eltern möchten das so: Was soll Anouk lernen?

Passend zum vorhergehenden Artikel denkt Heidemarie Brosche in der SZ darüber nach, wie das Bildungsbürgertum auf das “Prekariat” runterschaut und wie unhöflich das im Grunde ist, weil auch diese Eltern ihr Bestes für ihre Kinder geben: Schantall in der Schule.

Ich bin einfach nur sprachlos: “Lucia ist heute 59 Tage alt. Sie misst 54 Zentimeter und wiegt 4500 Gramm. Sie ist immer noch einen Großteil des Tages von ihrer Mutter getrennt. Jugendamt und Ärzte wollen ausschließen, dass ihr Name einmal in einer Reihe mit Jessica, Chantal und Yagmur genannt wird.”Warum eine Mutter ihr Baby nicht in den Arm nehmen darf.

Christine Link erklärt in der “Zeit”, wie das mit der Inklusion funktioniert und was der Staat dazu tun könnte: Wie ich im Traum mein Abitur verlor.

Die Entstehung von Kriegen war mal mein Spezialgebiet. Medien und Krieg ist ein weiteres Thema, das viele Sowis beschäftigt. Der folgende Text von Richard C. Schneider, dem Studioleiter der ARD in Tel Aviv, fasst die Problematik der Berichterstattung eindrücklich und verständlich zusammen: Gegen die Bilder ist unser Text machtlos.

Der Tsunami in Südostasien von 2004 hat unzählige Menschen getötet und Familien getrennt. Und doch scheint es Wunder gegeben zu haben oder auch nicht: Die verlorene Tochter.

Hier ein neues Blog, dem zu folgen ich Euch dringend ans Herz möchte: Das Fürchten lernen.

Spannend, was trotz Exportverboten mit Elektroschrott aus Mitteleuropa geschieht: Wo unsere alten Fernseher landen. Die dazu gehörende Projektwebsite heisst Follow the Money und kann ihrerseits per RSS verfolgt werden.

 

 “Grosse-Töchter-Spezial”

Anfang Monat ging es an der Sprachfront ja wieder mal hoch zu und her. Offenbar ist es für viele Deutschsprachige immer noch unzumutbar, Frauen nicht nur mitzumeinen (wenn überhaupt), sondern auch noch mitzunennen. Das ging sogar bis zu Todesdrohungen gegenüber der österreichischen Familienministerin. “Alle schreiben wie sie wollen” ist ein paar ewiggestrigen Sprachschützern zu wenig, lieber hätten sie so neumodisches Zeug wie Beidnennung wenn Frauen und Männer gemeint sind, auf dem Gesetzes weg verboten. Da sie dazu einen offenen Brief schrieben, war das Geschehen natürlich viel beachtet und viel diskutiert. Hier ein paar Schmankerln:

 

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Tagesaktuelle Lesetipps findet Ihr auch auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/MamahatjetztkeineZeit

 

 

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Wahrsagerin

Tante Käthe kennt die Antwort (Folge 2)

Seit es Menschen gibt, suchen sie Antworten auf die grossen Fragen des Lebens. Erst gab es Schamanen, dann Priester und Orakel. Und neuerdings gibt es Google, das die Ratsuchenden auf meinen Blog führt. Hier möchte ich den Ratsuchenden eine Stimme geben und sie eine kleine Strecke auf ihrem steinigen Weg begleiten. Continue reading

Ernetztes und Vernetztes im Juli 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser / pixelio.de)

Selten so einen verregneten Juli erlebt. Kein Wunder also, dass trotz Kita-Ferien und Hochsommer viel Zeit zum Lesen und rumsurfen blieb. Dabei bin ich erneut auf ein paar spannende, berührende, nachdenklich machende, bewegende oder einfach lustige Geschichten und Artikel gestossen.

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Wie lebt ein 14jähriger unter dem “Kanun”, des Gesetzes der Blutrache, wie es in Albanien mancherorts noch gelebt wird? Ein Junge, einer junger Mann schon bald, der sich verstecken oder seinerseits töten muss? Wir kriegen Dich!

Ein weiterer Ausländer wird wegen des Vorwurfs, für die Aufenthaltsbewilligung eine Scheinehe eingegangen zu sein, ausgeschafft. Dahinter steht jedoch eine lange Geschichte: Der Name hinter der Rose.

Anne Schüßler beschreibt, weshalb sie angefangen hat, Frauen zu zählen: “Frauen machen ungefähr 50 Prozent unserer Gesellschaft aus. Zu behaupten, es wäre nicht möglich, unter diesen 50 Prozent ausreichend interessante Menschen für Thema A bis Z zu finden, ist schlichtweg eine nette Formulierung von “Männer sind halt interessanter als Frauen”, was wiederum eine nette Formulierung von “Frauen sind zu vernachlässigen”ist.
Den ganzen, meines Erachtens sehr klug durchdachten und stimmig argumentierten Text finden Sie unter: Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten aber nie zu fragen wagten.

Pubertät und Jugendzeit war schon immer schwierig für die, die dort durch mussten. Mit den neuen Medien ist es nicht einfacher geworden und als Eltern werden wir Wege finden müssen, damit unsere Kinder im Rausch der Hormone ihren Kopf nicht verlieren:
Lauras Entblößung.

Mareice Kaiser schreibt auf ihrem Blog “Kaiserinnenreich” über die menschlichen Aspekte der Pränataldiagnostik und darüber, wie wichtig dabei eine kompetente menschliche Begleitung ist, damit Mütter für sich herausfinden können, was für sie stimmig ist und was nicht: Appell an den Mutterbauch.

Ich bin sonst die Erste, die gerne bei subversiven Protestaktionen mitmacht. Aber das hier ist irgendwie, wie soll ich sagen? Eigenwillig? Bemitleidenswert? Rechte in den USA verpesten absichtlich die Luft.

Der Lehrplan 21 gibt in der Schweiz viel zu reden, insbesondere weil konservativ-christliche Kreise um die “Frühsexualisierung” ihrer Kinder fürchten. Dabei gerät die wichtiste Neuerung des LP 21 aus dem Fokus: Der Paradigmenwechsel von der Inputorientierung hin zur Outputorientierung. Zukünftig wird nicht mehr im Mittelpunkt stehen, was Lehrpersonen den SuS vermitteln, sondern das, was die SuS tatsächlich gelernt haben. Ob das gut ist und warum, darüber denkt Jürg Meier beim Infosperber nach: Kompetenz- und andere Hochstaplergeschichten.

Die Villa Kunterbunt existiert tatsächlich und man kann sie sogar besichtigen gehen: Wo Pippi Langstrumpf erfunden wurde.

Eine Geschichte aus einem Land, wo unterdessen wieder Bomben fallen, weil sich feige Terroristen hinter Kindern verstecken: Liebe in Gaza.

Noch zwei Liebesgeschichten, aus einem anderen Krieg: Die Liebe nach dem Krieg.

Und eine weitere Kindheit, beschrieben vom Sohn eines von Interpol gesuchten Kriminellen auf der Flucht: So, und jetzt kommst du.

 

 

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Wahrsagerin

Tante Käthe kennt die Antwort

Wahrsagerin

Es gibt keine dummen Fragen
(Bild: Karina / pixelio.de)

Seit es Menschen gibt, suchen sie Antworten auf die grossen Fragen des Lebens. Erst gab es Schamanen, dann Priester und Orakel. Und neuerdings gibt es Google, das die Ratsuchenden auf meinen Blog führt. Hier möchte ich den Ratsuchenden eine Stimme geben und sie eine kleine Strecke auf ihrem steinigen Weg begleiten.

“baby schläft nicht im eigenen bett”: Der Long-Burner unter den Suchanfragen, die auf meine Seiten führen. Allein im letzten Monaten haben über 50 Suchende bei Google auf meine Seiten geklickt.
Was soll ich dazu sagen?
Als mein Sohn noch ein Baby war, musste er im eigenen Bett schlafen. Er konnte ja nicht raus. Har, har.
Nein. Natürlich nicht. Ganz ernsthaft: Ich sehe das Problem nicht so ganz. Menschen sind verschieden. Babys sind Menschen. Manche schlafen besser in Gesellschaft, andere besser alleine. Menschen müssen nicht im eigenen Bett schlafen. Es gibt meines Wissens jedenfalls kein Gesetz, das Schlaforte reguliert.
Und dass man die Kurzen nie mehr aus dem Elternbett rauskriegt, halte ich für ein Gerücht. Ansonsten könnt Ihr ja das Elternbett den Kurzen überlassen und auf dem Sofa schlafen…

“wem gefällt stillen nicht” und “beim stillen an körperliche grenzen stossen”:  Ganz ohne humorige Sprüche… Stillen hat ganz viele Vorteile und ist das beste für Mutter und Baby – jedoch nur, und wirklich nur dann, wenn es sich beide damit wohl fühlen!
Wenn Sie nicht stillen möchten, dann stillen Sie nicht! So können Sie auch gleich mit üben anfangen, die Meinungen anderer Leute zu ignorieren. Denn eines trifft ausnahmslos auf alle Mütter zu: Es gibt immer jemand, der ihre Entscheidungen lauthals in Frage stellen wird.
Wenn Sie stillen möchten, aber dabei nicht richtig wohl sind oder Schmerzen haben, wenden Sie sich am besten an eine qualifizierte Laktationsberaterin. Vergessen Sie dabei nicht: Die Beraterin berät – aber die Mutter entscheidet!
Wenn Sie nicht (mehr) stillen möchten oder können, kann Ihnen eine Laktationsberaterin auch beim sanften Abstillen und Übergang zur Flasche ohne schlechtes Gewissen helfen.
In der Schweiz werden 3 Konsultationen bei der Laktationsberaterin von der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt.
Adressen finden Sie beim Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen (Deutschland), beim Berufsverband Schweizerischer Stillberaterinnen (Schweiz), oder bei der LLL (stillberatung.ch)

“meine mutter hat angst um mich”: Jetzt bin ich natürlich selber neugierig: Weshalb fragen Sie Google und mich, statt Ihre Mutter? Sie kann Ihnen ganz genau sagen, wo das Problem liegt.

“nackte mutter”: Nein, Du möchtest mich nicht nackt sehen. Nope. Sicher nicht.

 “kinder ficken”: Geht und fickt Euch selber, Arschlöcher, bevor ich Euch Eure eigenen Eier zu fressen gebe auf dass ihr daran erstickt!

“warum nicht im familienbett rauchen”: Bitte fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker für ein Kraut gegen Dummheit.

 “kinderbuch nicht hauen”: Nein, Bücher soll man nicht hauen. Bücher sind meine Freunde und Freunde haut man nicht. Oder meinten Sie, “mit einem Kinderbuch hauen”? Das tut man auch nicht. Erst recht nicht seine Freunde.

“wie erzieht man kinder”: So viele Anfragen! Da sollte mal einer ein Buch darüber schreiben! Ernsthaft jetzt.

“vater versohlt mutter”: Wenn das sexuell gemeint ist, wünsche ich viel Spass dabei. Wenn nicht, dann wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder an das Frauenhaus und nicht an Google!

“lesbische stillbeziehung”: Dito. Wenn das sexuell gemeint ist, dann wünsche ich viel Spass dabei. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied zu einer hetero Stillbeziehung. Oder haben Lesben andere Brüste?

“mein sohn spielt mädchenspiele”: Ihr Sohn ist ein Kind. Mädchen sind Kinder. Er spielt Kinderspiele. Wo ist Ihr Problem?

Und ganz viele Menschen finden auf diesen Blog, weil sie Angst haben, dass ihrem Baby oder Kind etwas Schreckliches passiert. Bis zu einem gewissen Grad ist dies Angst normal und man muss als Eltern damit leben. Aber ich weiss auch, wie es ist, wenn die Ängste plötzlich Realität werden, ich habe auch darüber geschrieben: Die Angst einer Mutter. Nach so einem Erlebnis würde man sein Kind am liebsten nie mehr aus den Augen lassen. Was sage ich, Augen: Arme! Nie mehr aus den Armen lassen. Ein Leben lang festhalten! Dass das nicht gut ist, liegt auf der Hand. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, darüber hinweg zu kommen oder wenn Ihre Angst dazu führt, dass Sie Ihr Kind einengen, dann sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber oder lassen sich zu einer Fachperson überweisen. Ängste, die einem selber oder seine Familie in der Lebensqualität und freien Entfaltung einschränken, sind – wie ein Blinddarm – etwas, das es zu behandeln gilt. Und es macht keinen Sinn, sie selber behandeln zu wollen. Dafür gibt es Fachpersonen. Schliesslich würden Sie Ihren Blinddarm auch nicht selber entfernen, oder?

Ernetztes und Vernetztes im Juni 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Nach dem Strandurlaub, bei dem sich 36° Grad im Schatten locker aushalten liessen, solange ich mich nur nicht übermässig bewegte – alle paar Minuten der leichte “Klick” mit dem rechten Ringfinger auf den Display des Kindles brachten mich schon ins Schwitzen – und in der Gewissheit, dass Langer sich mit Kurzem im und am Wasser köstlich amüsierte und seinen Spieltrieb auslebte, hat jemand eine Ahnung auf was ich mit diesem Satz hinauswollte? Ich weiss es nicht mehr, die Gedanken schwimmen davon und die Augenlider senken sich schon wieder. Ich geb’ dem Drang mal anstandshalber nach, man will ja nicht unhöflich zu sich selber sein.

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Journelle nervt sich über das “echte Männer pinkeln öffentlich”-Gejammer von Wolfgang Bergmann und anderen. Ich schliesse mich dem einfachheitshalber an, statt es selber zu verbloggen (heraus käme sowieso nur ein böser, böser Rant eines bösen Weibes): Das böse Weib.

Zum Thema “Feminismus” hat Alphamädchen Meredith Haaf in der Süddeutschen viel Selbstkritisches und Nachdenkenswertes geschrieben: “Wie ein Parasit hält sich eine publizistische Feminismusverbesserungs-Industrie am Leben, indem sie jene große Frage, wie die Gesellschaft gerechter werden kann, umwälzt auf die ungleich leichter zu beantwortende Frage, was am “Feminismus” unangenehm, abschreckend oder kompliziert ist.” Weiterlesen unter: Die schreckliche Macht der fiktiven Horrortussi.

Der Kinderdok schrub einen interessanten Artikel Über das Wissen und weshalb in manchen Fällen ein Allgemeinmediziner halt doch besser Bescheid weiss, als googelnde Eltern.

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Die monatliche Linksammlung ist leider etwas bescheiden ausgefallen, aber nicht, weil niemand Gutes geschrieben hätte sondern weil ich das Notieren und Kommentieren vor mir hergeschoben habe und ständig Anderes dazwischen kam. Tja, nächsten Monat dafür wieder mehr.

Tagesaktuelle Linktipps findet Ihr jeweils auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/MamahatjetztkeineZeit

 

 

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