Tag Archives: Geborgenheit

Lorenz Pauli und Kathrin Schärer: „Da bist du ja!“

Wie fängt die Liebe an?

„Plötzlich warst du da.
[…]
Und du hast geschaut und …
RUMMMMMS, kam diese Liebe.“

Als Eltern kennt man das ja. Aber wie erklärt man es einem Vier- oder Fünfjährigen? Ich finde, Pauli und Schärer – Autor und Illustratorin von „mutig! mutig!“ das ich erst neulich hier besprochen hatte – kriegen das in ihrem neuen Buch gar nicht mal so schlecht hin. Continue reading

Julia Dibbern: Geborgenheit

Julia Dibbern: „Geborgenheit. Wie Kinder sie spüren und Eltern sie geben können“

Das „damals-war-die-Welt-noch-in-Ordnung“-Gefühl, mit dem wir uns als Erwachsene manchmal an unsere eigene, „glückliche“ Kindheit zurück erinnern; Das, nach dem wir uns machmal zurück sehnen, es lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Geborgenheit. Continue reading

Getragen

“Getragen” von Margarete Schebesch

Getragen

Getragen

Ich trug dich am Anfang in meinem Körper,
nirgendwo warst du mir näher als dort.
Unser Band wurde immer stärker;
dann warst du da – und warst plötzlich fort.

Dann trug ich dich auf meinen Händen,
hielt dich behutsam erst, dann mit mehr Mut.
Ich lernte, dir meine Gedanken zu senden,
las deine Wünsche, und so war es gut.

Später trug ich dich auf meinem Rücken
und hatte dich überall ständig mit dabei.
Unsere Gedanken bauten sich Brücken,
wir waren unzertrennlich, wir zwei.

Nach vielen Jahren trage ich dich in meinen Gedanken,
zum Tragen bis du mir schon lange zu groß.
Doch unser Vertrauen gerät nie ins Wanken;
ich liebe dich, doch ich lasse dich los.

 

Margarete Schebesch hat noch zahlreiche andere, bewegende Gedichte geschrieben: http://www.schebesch.net/