Tag Archives: Juli

Vernetzt im Juli 2016

Der Juli war heiss und hat mit einer Angina angefangen. Sommerferien, die grosse Freiheit für meinen Kurzen, bevor die “richtige Schule” im August anfängt. Als grosser Fan von Alexander und “Die Maus im Weltall” hat er sich natürlich einen Astronauten-Schulranzen gewünscht.

Im Internet war’s zwangsläufig etwas ruhiger, wenn alle im Freibad sind statt am Computer sitzen. Ausser als in Deutschland die Irren anfingen, um sich zu schiessen oder sich selber in die Luft zu sprengen. Und erst recht, als ein geschätzter Bloggerkollege den Freitod wählte, da ging eine Welle von Betroffenheit durch mein Internet und plötzlich waren da ganz viele echte Menschen, die gemeinsam trauerten. Continue reading

Vernetzt im Juli 2015

ins Netz gegangen (funnytools / Pixabay)

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Im Juli war hier ganz was besonderes los. Es war sauheiss, so heiss, dass ich mir die Haare kurz habe schneiden lassen. Bei 37° Celsius klebt einfach alles und am wohlsten ist es einem noch gleich neben dem kühlenden Wasserfall, im Schatten.
Dann wurde noch unser Haus renoviert und wir hatten den ganzen Monat lang keine Fensterläden, so dass wir die Hitze nicht aussperren konnten. Im Büro sitzen bei gefühlten 50 Grad, das geht gar nicht.
Und dann waren wir auch noch im Urlaub. Continue reading

Ernetztes und Vernetztes im Juli 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser / pixelio.de)

Selten so einen verregneten Juli erlebt. Kein Wunder also, dass trotz Kita-Ferien und Hochsommer viel Zeit zum Lesen und rumsurfen blieb. Dabei bin ich erneut auf ein paar spannende, berührende, nachdenklich machende, bewegende oder einfach lustige Geschichten und Artikel gestossen.

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Wie lebt ein 14jähriger unter dem “Kanun”, des Gesetzes der Blutrache, wie es in Albanien mancherorts noch gelebt wird? Ein Junge, einer junger Mann schon bald, der sich verstecken oder seinerseits töten muss? Wir kriegen Dich!

Ein weiterer Ausländer wird wegen des Vorwurfs, für die Aufenthaltsbewilligung eine Scheinehe eingegangen zu sein, ausgeschafft. Dahinter steht jedoch eine lange Geschichte: Der Name hinter der Rose.

Anne Schüßler beschreibt, weshalb sie angefangen hat, Frauen zu zählen: “Frauen machen ungefähr 50 Prozent unserer Gesellschaft aus. Zu behaupten, es wäre nicht möglich, unter diesen 50 Prozent ausreichend interessante Menschen für Thema A bis Z zu finden, ist schlichtweg eine nette Formulierung von “Männer sind halt interessanter als Frauen”, was wiederum eine nette Formulierung von “Frauen sind zu vernachlässigen”ist.
Den ganzen, meines Erachtens sehr klug durchdachten und stimmig argumentierten Text finden Sie unter: Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten aber nie zu fragen wagten.

Pubertät und Jugendzeit war schon immer schwierig für die, die dort durch mussten. Mit den neuen Medien ist es nicht einfacher geworden und als Eltern werden wir Wege finden müssen, damit unsere Kinder im Rausch der Hormone ihren Kopf nicht verlieren:
Lauras Entblößung.

Mareice Kaiser schreibt auf ihrem Blog “Kaiserinnenreich” über die menschlichen Aspekte der Pränataldiagnostik und darüber, wie wichtig dabei eine kompetente menschliche Begleitung ist, damit Mütter für sich herausfinden können, was für sie stimmig ist und was nicht: Appell an den Mutterbauch.

Ich bin sonst die Erste, die gerne bei subversiven Protestaktionen mitmacht. Aber das hier ist irgendwie, wie soll ich sagen? Eigenwillig? Bemitleidenswert? Rechte in den USA verpesten absichtlich die Luft.

Der Lehrplan 21 gibt in der Schweiz viel zu reden, insbesondere weil konservativ-christliche Kreise um die “Frühsexualisierung” ihrer Kinder fürchten. Dabei gerät die wichtiste Neuerung des LP 21 aus dem Fokus: Der Paradigmenwechsel von der Inputorientierung hin zur Outputorientierung. Zukünftig wird nicht mehr im Mittelpunkt stehen, was Lehrpersonen den SuS vermitteln, sondern das, was die SuS tatsächlich gelernt haben. Ob das gut ist und warum, darüber denkt Jürg Meier beim Infosperber nach: Kompetenz- und andere Hochstaplergeschichten.

Die Villa Kunterbunt existiert tatsächlich und man kann sie sogar besichtigen gehen: Wo Pippi Langstrumpf erfunden wurde.

Eine Geschichte aus einem Land, wo unterdessen wieder Bomben fallen, weil sich feige Terroristen hinter Kindern verstecken: Liebe in Gaza.

Noch zwei Liebesgeschichten, aus einem anderen Krieg: Die Liebe nach dem Krieg.

Und eine weitere Kindheit, beschrieben vom Sohn eines von Interpol gesuchten Kriminellen auf der Flucht: So, und jetzt kommst du.

 

 

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Tagesaktuelle Linktipps findet Ihr auch auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/MamahatjetztkeineZeit

 

 

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Wahrsagerin

Tante Käthe kennt die Antwort

Wahrsagerin

Es gibt keine dummen Fragen
(Bild: Karina / pixelio.de)

Seit es Menschen gibt, suchen sie Antworten auf die grossen Fragen des Lebens. Erst gab es Schamanen, dann Priester und Orakel. Und neuerdings gibt es Google, das die Ratsuchenden auf meinen Blog führt. Hier möchte ich den Ratsuchenden eine Stimme geben und sie eine kleine Strecke auf ihrem steinigen Weg begleiten.

“baby schläft nicht im eigenen bett”: Der Long-Burner unter den Suchanfragen, die auf meine Seiten führen. Allein im letzten Monaten haben über 50 Suchende bei Google auf meine Seiten geklickt.
Was soll ich dazu sagen?
Als mein Sohn noch ein Baby war, musste er im eigenen Bett schlafen. Er konnte ja nicht raus. Har, har.
Nein. Natürlich nicht. Ganz ernsthaft: Ich sehe das Problem nicht so ganz. Menschen sind verschieden. Babys sind Menschen. Manche schlafen besser in Gesellschaft, andere besser alleine. Menschen müssen nicht im eigenen Bett schlafen. Es gibt meines Wissens jedenfalls kein Gesetz, das Schlaforte reguliert.
Und dass man die Kurzen nie mehr aus dem Elternbett rauskriegt, halte ich für ein Gerücht. Ansonsten könnt Ihr ja das Elternbett den Kurzen überlassen und auf dem Sofa schlafen…

“wem gefällt stillen nicht” und “beim stillen an körperliche grenzen stossen”:  Ganz ohne humorige Sprüche… Stillen hat ganz viele Vorteile und ist das beste für Mutter und Baby – jedoch nur, und wirklich nur dann, wenn es sich beide damit wohl fühlen!
Wenn Sie nicht stillen möchten, dann stillen Sie nicht! So können Sie auch gleich mit üben anfangen, die Meinungen anderer Leute zu ignorieren. Denn eines trifft ausnahmslos auf alle Mütter zu: Es gibt immer jemand, der ihre Entscheidungen lauthals in Frage stellen wird.
Wenn Sie stillen möchten, aber dabei nicht richtig wohl sind oder Schmerzen haben, wenden Sie sich am besten an eine qualifizierte Laktationsberaterin. Vergessen Sie dabei nicht: Die Beraterin berät – aber die Mutter entscheidet!
Wenn Sie nicht (mehr) stillen möchten oder können, kann Ihnen eine Laktationsberaterin auch beim sanften Abstillen und Übergang zur Flasche ohne schlechtes Gewissen helfen.
In der Schweiz werden 3 Konsultationen bei der Laktationsberaterin von der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt.
Adressen finden Sie beim Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen (Deutschland), beim Berufsverband Schweizerischer Stillberaterinnen (Schweiz), oder bei der LLL (stillberatung.ch)

“meine mutter hat angst um mich”: Jetzt bin ich natürlich selber neugierig: Weshalb fragen Sie Google und mich, statt Ihre Mutter? Sie kann Ihnen ganz genau sagen, wo das Problem liegt.

“nackte mutter”: Nein, Du möchtest mich nicht nackt sehen. Nope. Sicher nicht.

 “kinder ficken”: Geht und fickt Euch selber, Arschlöcher, bevor ich Euch Eure eigenen Eier zu fressen gebe auf dass ihr daran erstickt!

“warum nicht im familienbett rauchen”: Bitte fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker für ein Kraut gegen Dummheit.

 “kinderbuch nicht hauen”: Nein, Bücher soll man nicht hauen. Bücher sind meine Freunde und Freunde haut man nicht. Oder meinten Sie, “mit einem Kinderbuch hauen”? Das tut man auch nicht. Erst recht nicht seine Freunde.

“wie erzieht man kinder”: So viele Anfragen! Da sollte mal einer ein Buch darüber schreiben! Ernsthaft jetzt.

“vater versohlt mutter”: Wenn das sexuell gemeint ist, wünsche ich viel Spass dabei. Wenn nicht, dann wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder an das Frauenhaus und nicht an Google!

“lesbische stillbeziehung”: Dito. Wenn das sexuell gemeint ist, dann wünsche ich viel Spass dabei. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied zu einer hetero Stillbeziehung. Oder haben Lesben andere Brüste?

“mein sohn spielt mädchenspiele”: Ihr Sohn ist ein Kind. Mädchen sind Kinder. Er spielt Kinderspiele. Wo ist Ihr Problem?

Und ganz viele Menschen finden auf diesen Blog, weil sie Angst haben, dass ihrem Baby oder Kind etwas Schreckliches passiert. Bis zu einem gewissen Grad ist dies Angst normal und man muss als Eltern damit leben. Aber ich weiss auch, wie es ist, wenn die Ängste plötzlich Realität werden, ich habe auch darüber geschrieben: Die Angst einer Mutter. Nach so einem Erlebnis würde man sein Kind am liebsten nie mehr aus den Augen lassen. Was sage ich, Augen: Arme! Nie mehr aus den Armen lassen. Ein Leben lang festhalten! Dass das nicht gut ist, liegt auf der Hand. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, darüber hinweg zu kommen oder wenn Ihre Angst dazu führt, dass Sie Ihr Kind einengen, dann sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber oder lassen sich zu einer Fachperson überweisen. Ängste, die einem selber oder seine Familie in der Lebensqualität und freien Entfaltung einschränken, sind – wie ein Blinddarm – etwas, das es zu behandeln gilt. Und es macht keinen Sinn, sie selber behandeln zu wollen. Dafür gibt es Fachpersonen. Schliesslich würden Sie Ihren Blinddarm auch nicht selber entfernen, oder?

Kurz gefasst im Juli 2013

Eigentlich wäre doch Sommer, aber ich schaff’s einfach nicht ins Schwimmbad, stattdessen sitzen wir schlotternd im Wohnzimmer und fragen uns, weshalb der Hausbesitzer die Heizung nicht anstellt. Komischer Juli…

Das war natürlich Anfang Monat, als ich das oben Stehende geschrieben habe – unterdessen ist es schweinisch heiss und ich Totsch habe mir tatsächlich beim Baden im Bodensee einen Sonnenbrand geholt. So schnell kann’s gehen und der Juli ist auch schon vorbei. Noch einen Monat und dann sind die Kühe am Morgen früh schon wieder weiss vom Rauhreif…

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Buntraum hat einen ganz tollen Artikel darüber geschrieben, wie sie ihre Einstellung zu einem vermeintlichen Charakterfehler ihres Kleinen ändern konnte und sich allein dadurch das Verhalten des Kleinen verändert hat: Die Erleuchtung.

China ist ein Land mit fast einer Milliarde Einwohnerinnen und Einwohner. In diesem riesigen Land gab es eine Agentur namens Xinxinyu. Die vermittelte Ammen für Säuglinge und Kranke und offenbar auch an gesunde Menschen, die es sich leisten konnten, einer Frau das Vierfache eines Durchschnittslohnes zu bezahlen, damit sie ihre Milch trinken konnte. Diese Agentur wurde geschlossen. Eine westliche Zeitung erfuhr davon. Und weil grad Sommer war und es sowieso nicht viel zu berichten gab – wer interessiert sich denn schon für Kriege in Syrien, Vergewaltigungen in Ägypten oder die Überwachung unbescholtener Bürgerinnen und Bürger durch die US-Behörden? – hat man flugs einen neuen “Trend” erkannt. Der ist zwar zwei Tage nach der Meldung schon wieder beendet (weil besagte Agentur ja geschlossen wurde), aber es wird trotzdem viel diskutiert, weil es eine gute Gelegenheit ist, wieder mal über die Chinesen abzulästern. Schön, dass wir darüber geredet haben: Muttermilch ist Modegetränk der Reichen.

Der US-amerikanische Künstler Nickolay Lamm kreierte eine Barbie nach den Durchschnittsmassen durchschnittlicher neunzehnjähriger Amerikanerinnen. Das Resultat ist immer noch sehr gut aussehend, finde ich: ‘Normal’ Barbie By Nickolay Lamm Shows Us What Mattel Dolls Might Look Like If Based On Actual Women

Wunderschöne Frauenkörper post partum, Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: The Shape of a Mother.

Bibliotheken. Schöne, verrückte, spezielle, aber immer voller Liebe zu Büchern: The 10 Weirdest And Most Wonderful Libraries In The World.

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbachs entspannter Artikel darüber, wie sich die heutige Jugend die virtuellen Räume zu eigen machen. Unbedingt lesenswert!
Freundschaft anders erleben – wie unsere Kinder sich die Onlinewelt erobern

Ein altes Kinderbuch von einem meiner Lieblingsautoren wurde neu aufgelegt: Advice to Little Girls von Mark Twain.