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Ernetztes und Vernetztes im Juni 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Nach dem Strandurlaub, bei dem sich 36° Grad im Schatten locker aushalten liessen, solange ich mich nur nicht übermässig bewegte – alle paar Minuten der leichte “Klick” mit dem rechten Ringfinger auf den Display des Kindles brachten mich schon ins Schwitzen – und in der Gewissheit, dass Langer sich mit Kurzem im und am Wasser köstlich amüsierte und seinen Spieltrieb auslebte, hat jemand eine Ahnung auf was ich mit diesem Satz hinauswollte? Ich weiss es nicht mehr, die Gedanken schwimmen davon und die Augenlider senken sich schon wieder. Ich geb’ dem Drang mal anstandshalber nach, man will ja nicht unhöflich zu sich selber sein.

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Journelle nervt sich über das “echte Männer pinkeln öffentlich”-Gejammer von Wolfgang Bergmann und anderen. Ich schliesse mich dem einfachheitshalber an, statt es selber zu verbloggen (heraus käme sowieso nur ein böser, böser Rant eines bösen Weibes): Das böse Weib.

Zum Thema “Feminismus” hat Alphamädchen Meredith Haaf in der Süddeutschen viel Selbstkritisches und Nachdenkenswertes geschrieben: “Wie ein Parasit hält sich eine publizistische Feminismusverbesserungs-Industrie am Leben, indem sie jene große Frage, wie die Gesellschaft gerechter werden kann, umwälzt auf die ungleich leichter zu beantwortende Frage, was am “Feminismus” unangenehm, abschreckend oder kompliziert ist.” Weiterlesen unter: Die schreckliche Macht der fiktiven Horrortussi.

Der Kinderdok schrub einen interessanten Artikel Über das Wissen und weshalb in manchen Fällen ein Allgemeinmediziner halt doch besser Bescheid weiss, als googelnde Eltern.

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Die monatliche Linksammlung ist leider etwas bescheiden ausgefallen, aber nicht, weil niemand Gutes geschrieben hätte sondern weil ich das Notieren und Kommentieren vor mir hergeschoben habe und ständig Anderes dazwischen kam. Tja, nächsten Monat dafür wieder mehr.

Tagesaktuelle Linktipps findet Ihr jeweils auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/MamahatjetztkeineZeit

 

 

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Vierjahreskontrolle: Volle Kooperation

So hätten wir den lang ersehnten Termin mit mehr oder weniger Anstand hinter uns gebracht. Im Vorfeld habe ich Kurzem – immer schön nahe am Kind – erklärt was auf ihn zukommen wird und was ich von ihm erwarte. Nicht weniger als die totale Kooperation!

Rolf van Melis  / pixelio.de

Rolf van Melis / pixelio.de

Wägen, messen, temperieren, auf einem Bein hüpfen und sich die Nase anfassen – wie erwartet und wie erwartet alles kein Problem.

Die Impfung hat er stoisch über sich ergehen lassen, nur als sie ihm ein Dinopflaster aufkleben wollte – Dinos sind für Babys! – gab es kurz Radau, aber auch nur bis Kurzer das gewünschte Pflästerchen mit einem lila Hasen aufgeklebt bekommen hat.

Aber dann ging der Kinderarzt zur Kontrolle der Entwicklungsstandes über. Auf dem Spiel steht nicht mehr und nicht weniger als die Einschulung in die “petite école” im nächsten Sommer.

“Kurzer, kannst Du schon zählen?”
“Ja”
“Dann gib mir mal bitte 3 Klötze”
“Nein”
“Gib mir bitte mal 3 Klötze, ich möchte wissen ob du weisst, wieviele Klötze 3 sind”
“Ja, das weiss ich”
“Dann gib sie mir bitte”
“Nein”

Und das war erst der Anfang!

“Kurzer, du hattest doch eben erst Geburtstag, wie alt bist du denn jetzt?”
Schulterzucken
“kannst du es mir mit den Fingern zeigen?”
Schulterzucken
“bist du zwei jährig?”
“bin ich auch schon gewesen”
“oder bist du drei jährig?”
“bin ich auch schon gewesen”
“oder bist du vielleicht vier?”
“weiss nicht”
“kannst du es mir mit den Fingern zeigen?”
Kurzer streckt dem Kinderarzt beide Hände hin.
“Mit welchen soll ich?”

So ging das dann noch eine Zeit lang weiter, das Gespräch führte über den Geburtstag zu den erhaltenen Geschenken.

“Was hast du denn zum Geburtstag gekriegt?”
“ein Kraktor”
“ein WAS?”
“ein John Deere 6210 aber ohne Frontlader aber den wünsche ich mir noch ganz fest”
“ach so, einen Traktor? kann man auf dem fahren?”
“nein”
(ich so: “???”)
“dann ist es so ein kleiner Traktor?” (Arzt zeigt mit den Händen)
“nein”
“also ein grosser? ist er grösser oder kleiner als deine Katze?”
“ich will nicht teilen!”

Nun, das ging dann fast eine Stunde lang so weiter. Arzt fragte was, Kurzer antwortete entweder wörtlich auf die Frage, oder aber – vermeintlich total zusammenhangslos – auf eine ganz andere Frage. Er geht halt davon aus, dass das, was er weiss oder erlebt hat, allgemein bekannt ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Unser Nicht-mehr-so-ganz-Kurzer hat wieder mal aus dem Vollen geschöpft! Immerhin hat er nicht den Rainman gegeben, wie bei der Zweijahreskontrolle, aber ein Besuch bei der Kinderpsychiaterin zur Abklärung wurde uns dringend ans Herz gelegt, weil das Kind irgendwie nicht so ist, wie die anderen.

Auf meine Gegenfrage, wer denn schon sein wolle wie alle anderen, wusste der Kinderarzt nichts zu sagen. Dafür Eckart von Hirschhausen: “Versuch lieber, Dich selber zu sein. Andere gibt es schon genug!”

Zum weiter Lesen: