Archiv der Kategorie: In eigener Sache

This is how I work – So arbeite ich

Der Fragebogen geht ja momentan um wie ein Lauffeuer.

Bei Isabella fing es an und bei ihr kann man auch nachlesen, wer schon alles mitgemacht hat.

Bloggerinnen-Typ:

Mal fast manisch auf dem Flow schwimmend, mal um jedes Wort kämpfend. Regelmässig ganz schnell „publish“ klickend (bevor ich den Text bereue und ins Weltall schicke) und gleich darauf bereuend, nicht wenigstens die Rechtschreibekontrolle drübergebügelt zu haben.

Gerätschaften digital:

Ein Laptop Acer Extensa von Ende 2009. Seit kurzem ein Samsung Galaxy irgendwas. Ein Sony Klicksomat.

Gerätschaften analog:

Ein grosses Moleskin. Ein kleines Moleskin. Und noch ein Reservemoleskin in jedem Auto. Ein Caran d’Ache mit schwarzer und einer mit blauer Mine. Mein Auto.

Arbeitsweise:

Die hat sich in den neun Jahren, seit mein erstes Blog online ging, nicht viel geändert: Ein Thema springt mich an, es wirkt nach, es windet sich durch meine Synapsen und wenn es irgendwann fertig gegärt hat, strömen die perfekten Formulierungen, Sätze und Gedankengänge vom Kopf in die Finger und müssen sofort, toute-de-suite, unbedingt NOW aufgeschrieben werden. Nur dass ich mich dann meistens irgendwie auf einem Kindergeburtstag oder am Steuer eines Fahrzeuges auf der Autobahn oder an einem ähnlich praktischen Schreibort befinde. Ihr kennt das! Und wenn man dann endlich zum Aufschreiben kommt, sind einem die perfekten Formulierungen entfallen und zurück bleibt nur Mittelmass.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Meine alten Blogs (das und das) liefen auf Blogspot, mit diesem hier bin ich erstmals auf WordPress gestartet und die beiden neuen (das und das) laufen ebenfalls auf WordPress.

Zum Recherchieren benutze ich Google bzw. Wikipedia als erste Anlaufstelle, habe ein paar Zugänge zu wissenschaftlichen und statistischen Datenbanken und über Bekannte an diversen Universitäten komme ich auch an deren Daten ran. Das wird immer dann interessant, wenn die Presse wegen irgend welchen „Forscher haben herausgefunden“-Themen am Hyperventilieren ist.

Bookmarks verwalte ich nicht wirklich, täte ich das, würde ich es vollberuflich machen müssen (bin ein Sortier- und Kategoriefreak, ich täte mich wohl zu Tode kategorisieren). Also speichere ich sie entweder unsortiert im Firefox oder lasse ein paar Tabs offen mit Texten, die ich gleich sobald ich Zeit habe verbloggen, aber nicht speichern möchte. Mein Firefox mag etwa 70 offene Tabs verdauen, bevor er Suizid begeht.
Interessante Fundstücke von denen ich denke, dass sie auch andere interessieren könnten, poste ich auch je nachdem was es ist über Facebook, Twitter, G+ oder Tumblr.
Und dann habe ich seit Anfang Jahr die Rubrik „Kurz gefasst“ im Blog, wo ich Links sammle, die mich auf die eine oder andere Weise beeindruckt haben und deshalb gerne teilen möchte, die ich aber nicht für späteren Gebrauch archiviere.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Wenn ich die sammeln müsste, würde ich wahrscheinlich nicht bloggen.
a) hätte ich gar keine Zeit zum Sammeln und
b) bin ich so gar keine Jägerin und Sammlerin.

Blogideen springen mich im Alltagsleben oder beim Lesen an und lassen mir so lange keine Ruhe, bis ich sie verbloggt habe.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet

Offline schreiben und nur online gehen, wenn ich was recherchieren oder einen Text hochladen muss. Alle anderen Strategien sind für mich unproduktiv. Am Computer bin ich leider sehr leicht abzulenken.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Naja, so ’ne Art „App“: Mein Moleskin Weekly Notebook, mit jeweils auf der linken Seite die Tage der Agenda (1 Woche pro Seite) und auf der rechten Seite Linien für Notizen. Dort schreibe ich meine wöchentlichen Tasks rein und links sehe ich die Termine. Was ich in einer Woche nicht schaffe, übertrage ich auf die nächste oder werfe es über Bord. Gewisse Tasks (die nett zu habenden) versehe ich mit einem Ablaufdatum: Wenn sie bis da nicht erledigt sind, fliegen sie raus. Keine Angst, die wachsen nach!

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Mein Vibrator.

Ach kommt schon, gedacht haben es alle aber keine hat sich getraut, es zu schreiben…

Mein Auto mag ich sehr und wenn ich wirklich eine Schreibblockade habe (was aber zum Glück sehr selten ist) und auch Fensterputzen nicht weiterhilft, dann gehe ich Auto fahren. Aus irgend einem vertrackten Grund ist mein Gehirn am Steuer extrem produktiv.

Und als Kurzer noch etwas kürzer war, war die Tragehilfe in Kombination mit dem Sitzball das ultimative Mittel, um trotz Zahnens, Fieber, Koliken,… schreiben zu können.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Klugscheissen und Besserwissen.
(wobei jemand mal sagte: „Just because I give you advice, it doesn’t mean I know more than you. It just means I’ve done more stupid shit.“ – Das trifft es ziemlich exakt.)

Ja. Und Trockenschwimmen. Darin bin ich wirklich gut!

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

An schlechten Tagen die Dino-Songs-CD meines Sohnes.

Wenn die Sonne scheint, Kindergeplapper und -rufen auf dem Spielplatz oder das Plätschern unseres Wasserfalles im Garten.

Und an Krippentagen und Papa-Sohn-Tagen je nach Lust und Laune etwas aus dem CD-Schrank, der von ABBA, über Bach, Cardigans, Dio bis hin zu ZZ-Top querbeet gut bestückt ist. Aktuell laufen hier sehr oft die CD von Lindsey Stirling, Jean-Michel Jarre und der Soundtrack vom 5. Element. Ich scheine eine elektrische Phase zu haben.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Ich bin eine furchtbare Eule, mein natürlicher Biorhythmus geht von 10:00 bis 2:00, mit 8 Stunden Tiefschlaf dazwischen. Fragt lieber nicht, wie ich die letzten 3.5 Jahre überlebt habe. Ich bin da irgendwie über mich selber hinausgewachsen und war auch sehr erstaunt, mit wie wenig Schlaf eine auskommen kann, um noch ein wenig Schreibzeit herausschlagen zu können.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Introvertiert im Sinne des Myers-Briggs-Typenindikators.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Ich wäre sehr neugierig auf die Antworten von Querdenker, Leidenschaftlichwidersynnig, Frau Gminggmangg und Cosima von Denkzeiten.

Der beste Rat den du je bekommen hast?

„Lächeln, nicken und ‚Arschloch‘ denken“.

Noch irgendwas Wichtiges?

Wer wirklich viel Traffic will sollte über impfende, rauchende, langzeitstillende, kosmetische Operationen hinter sich habende, abgetrieben habende, kriminelle, ausländische und natürlich feministische fundamentalchristliche Nazi-Veganerinnen mit grossen Brüsten schreiben.

Wir schreiben um gelesen zu werden

Ich selber habe kein Smartphone und kein Internet für unterwegs. Deshalb ist mir auch nicht aufgefallen, dass es bezüglich des RSS-Feeds ein Problem gibt – nämlich dass offenbar viele Leute ihren Feedreader unterwegs, auf einem mobilen Teil, offline lesen und dabei natürlich angepinkelt sind, wenn sie nur einen Teaser serviert bekommen.

Die technikmässig etwas versiertere Patricia erkärt das Problem viel verständlicher, als ich: Blogs leben durch männliche Seilschaften? | Das Nuf Advanced.

Da ich mir natürlich wünsche, dass möglichst viele tolle Menschen mein Blog lesen, bin ich dem Wunsch nun nachgekommen und gebe ihn hiermit an meine Leserinnen und Leser weiter.

Meta: Suchbegriffe

Nach Durchlesen der Blogeinträge von Antje Schrupp, Das Nuf und Journelle zum Thema „Relevanz“ und einigen Gedanken dazu, habe ich wieder mal die Statistiken meines eigenen Blogs betrachtet. Bin ich relevant? Sind meine Beiträge relevant?

Interessanterweise sind die Top-3-Suchbegriffe für mein Blog folgende:

  1. obszöne bilder
  2. erziehung früher
  3. obzöne bilder

Spannend, spannend! Habe ich erwähnt, dass ich eine über Erziehungsthemen bloggende Spätmutterundaltemanze bin?

Da fragt man sich als Autorin eines kleinen, unbedeutenden Blogs ganz weit Aussen am Rande des Universums halt schon, welche Bedeutung man hat und für wen…

Obzöne Bilder gibt’s hier sicher zuhauf und wem dieses hier nicht obzön genug ist, der sei auf „Types of Diaper Loads“ bei How to be a Dad verwiesen.

P.S. „Resonanz tönt besser, als Relevanz“ meint Denkding zu diesem Thema. Wie wahr, wie wahr.

P.P.S. Am Tag nach diesem Posting, am 11. Mai, hat sich noch ein viel besserer Suchbegriff heraus kristallisiert: „sex geschichten mann mit weiblichen busen“

Mama hat wirklich keine Zeit!

Unser einziger Weihnachtsbaum in diesem Jahr

Unser einziger Weihnachtsbaum in diesem Jahr

Deshalb komm‘ ich auch nur vorbei, um zu gucken, ob hier überhaupt noch jemand mitliest.

Nur ganz schnell wollte ich noch einen pädagogisch wertvollen Eintrag zum Thema Kleinkinder und Weihnachtsstress schreiben. Darüber, wie man die Kurzen dazu bringt, in dem ganzen Trubel nicht völlig durchzudrehen. Aber ich komme gar nicht dazu, weil ich selber allergisch auf die Weihnachtszeit bin und Kurzer dies 1:1 zurück spiegelt. Er ist in diesen Tagen sehr aufmerksamkeitsintensiv… nett ausgedrückt! Da kann auch die beste Mama der Welt nicht mehr tun, als einen Gang zurück schalten, mit dem Kurzen den Schnee geniessen und Advent Advent sein zu lassen. Und ich – als nur zweitbeste Mama der Welt – tu das ohne das geringste schlechte Gewissen. Höchstens noch dem Langen gegenüber, weil er nicht dabei sein kann.

Nun kommen noch die paar Marathontage auf uns zu, an denen wir drei Kantonshauptstädte in zwei Tagen besuchen, und in drei Tagen sechshundert Kilometer auf unserer heiss geliebten A1 verbringen dürfen. Ich könnte mir schönere Orte vorstellen, um den Ferienbeginn zu feiern. Aber da müssen wir jetzt durch, wollen wir doch schliesslich unserem Kurzen die verschiedenen Weihnachtstraditionen unseres Landes näher bringen: Traditionell mit Christbaum (echte Kerzen, what else?!), Weihnachtsliedern, Weihnachtsgeschichte und hübschen Geschenken mit  meiner Familie, locker-gemütliches Zusammensein mit Schwiegis.

Nun denn, wenn dies durch ist und wir uns alle davon erholt haben, komme ich vielleicht endlich dazu, Euch all die Projekte zu präsentieren, die ich mir für Euch ausgedacht habe: Lasst euch überraschen!

Jetzt müsste ich wohl noch etwas Glitzerndes, Blinkendes, Jingle-bells-düdelndes präsentieren. Wisst ihr was? Vergesst es! Geniesst einfach die Tage. Ich wünsche euch und uns ganz viel „Neee“:

Schneewolke (gebastelt von Lewis, 26 Monate)

Schneewolke (gebastelt von Lewis, 26 Monate)

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