Archiv der Kategorie: Bücher zum Thema Ernährung, Pflege und Gesundheit

Gelesen: Sue Monk Kidd, Fatima Vidal, Giulia Enders, Carrie Snyder

Winter. Zeit der Einkehr, der Ruhe, Kuscheln auf dem Sofa und so. Bei uns wird viel vorgelesen und viel selber gelesen. Hier ein paar meiner Highlights der letzten Wochen. Weiterlesen

Anna Maria Sanders: „Ich dreh gleich durch!“

„Ich dreh gleich durch!“ sei, so wurde mir in einer FB-Gruppe für Eltern von ADHS-Kindern versichert, das beste Buch, das über das Thema ADHS je geschrieben worden sei. Das tönt natürlich nicht schlecht und auch der Klappentext hat mich angesprochen. Weiterlesen

Cory Silverberg und Fiona Smyth: „Wie entsteht ein Baby?“

Das Thema Aufklärung, respektive wie ein Baby entsteht, ist bei uns nach wie vor hochaktuell. Katja Grach alias Krachbumm und ihr E-book „Wie sag ich’s meinem Kind?“ habe ich Euch ja schon neulich vorgestellt. Es ist etwas für Erwachsene.

Wie aber erklärt man einem Kind – in unserem Fall einem Fünfjährigen – wie ein Baby entsteht und zwar, ohne ihn für die nächsten 20, 30 Jahre zu traumatisieren? Der wichtigste diesbezügliche Tipp, den ich gehört und gelesen habe lautet: Immer nur so viele Fragen des Kindes beantworten, wie es auch gestellt hat.

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Nora Imlau: „Freundschaft“

Kurzer hat zwei beste Freunde. Den einen kennt er seit Babyzeiten, den anderen seit letztem Frühjahr. Seit Ende August gehen sie zusammen in die Vorschule. „Die Drei aus dem Städtchen“ nennt sie die Lehrerin, weil sie nicht nur alle drei im gleichen Quartier wohnen, sondern auch wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Das heisst, wenn sie sich nicht gerade untereinander zoffen, prügeln, das Gesicht zerkratzen. „Du bist für immer und ewig mein Bester“ und „du bist so blöd, ich lade dich nie, nie, nie mehr zu meinem Geburtstag ein“ im Fünfminutentakt.

Sie prügeln sich oft, die Drei aus dem Städtchen. Aber wehe ein anderes Kind oder gar ein Erwachsenes mischt sich ein – da sieht es sich plötzlich drei kampfbereiten Musketieren gegenüber, die einander den Rücken decken. „Lass meinen Freund in Ruhe“, schimpfte mich neulich einer der zwei anderen, als ich Kurzen wegen etwas zur Rechenschaft zog, das er ausgefressen hatte.

Solche Freunde, die zusammenhalten und mit ihm durch Dick und Dünn gehen, wünscht man seinem Kind und hofft, dass die Freundschaft ein Leben lang hält. Bei jedem Streit leidet man mit und drückt die Daumen, dass bald die Versöhnung folgt. Ganz besonders, wenn die „Entfreundung“ mal eine ganze Woche andauert oder noch andere Kinder ins Spiel kommen, plötzlich Rivalität um die Gunst des Freundes da ist und Eifersucht auf andere. Fünfjährige fühlen stark und intensiv – und laut. Man leidet mit ihnen mit und möchte ihnen helfen. Im ersten Reflex möchte man abwiegeln, aber im Innersten weiss man natürlich, dass das wohl nicht das Richtige ist.

Deshalb war ich natürlich neugierig und freute mich etwas zu lernen, als Nora Imlau, die Autorin von „Das Geheimnis zufriedener Babys“ für die Beltz Nikolo Reihe „Grosse Gefühle“ ein Buch über Kinderfreundschaften geschrieben hat.

Dort geht es nicht nur um die Bedeutung von Kinderfreundschaften und Cliquen für die Entwicklung unserer Kinder, sondern man erfährt auch, wie schüchterne Kinder Freunde finden können, lernt etwas über Mobbing unter Kindern, und über Einzelgänger. Wann sollen sich Erwachsene zurückhalten, wann einmischen? Wie können wir unsere Kinder dabei unterstützen eine Freundschaft auch über Distanz aufrecht zu erhalten (beispielsweise nach einem Umzug)? Was tun, wenn ein Kind unbeliebt ist, wenn es von anderen gehänselt wird oder wenn unser eigenes Kind ein anderes hänselt?

Wie immer bei Nora Imlau gibt es keine fertigen 1-2-3-Rezepte. Stattdessen finden Leserinnen und Leser zahlreiche wertvolle Inputs und Dinge zum Nachdenken und eine lange Literaturliste zum weiterlesen. Darunter auch zahlreiche Kinderbücher, in denen Freundschaft eine wichtige Rolle spielt.

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Klappentext:

„Kinder entdecken miteinander die Welt und lernen voneinander. Jeder Freund inspiriert auf eigene Weise und prägt die Persönlichkeit des Kindes beim Spielen, Streiten, Versöhnen. Wer Kinderfreundschaften versteht und fördert, öffnet Kindern ganz neue Horizonte.“

„Freundschaft. Wie Kinder sie erleben und Eltern sie stärken können“
Nora Imlau
Beltz & Gelberg, Weinheim und Basel, 2014
ISBN 978-3-407-72716-9

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Sex und Pornografie und all das

Neulich kam mein Kurzer nachhause und fragte, weshalb er kein Schwesterchen habe.

„Brauchst Du denn eines?“ fragte ich zurück.

„Ja, ALLE BUBEN HABEN EINE KLEINE SCHWESTER!“

„Alle Buben“ heisst übersetzt: Seine zwei besten Freunde. Und überhaupt. Ich versuchte dann, ihm zu erklären, dass manche Buben Schwesterchen haben und manche nicht. Aber das wollte er nicht gelten lassen und fing an zu erklären, dass Papa mir JETZT SOFORT ein Körnchen in den Bauch legen müsse und daraus dann ein Schwesterlein wachsen würde und überhaupt wünsche er sich ganz fest eines. Das alles dekoriert mit Hundeblick und bitte-bitte.

Was war das eben mit dem Körnchen? Woher hatte er das? Von mir jedenfalls nicht, und da auf diskretes Nachfragen auch andere Eltern ähnliche Fragen gestellt bekommen haben, tippen wir jetzt einfach mal auf die Vorschullehrerin.

In diesem Fall konnte ich der Fragerei noch knapp ausweichen, doch das Thema wird wieder auf den Tisch kommen. Und wieder, und wieder. Deshalb bin ich froh, hat die Sexualpädagogin Katja Grach ihr eBuch jetzt endlich veröffentlicht: „Wie sag ich’s meinem Kind? Sex & Porno

Dort drin findet man nicht ganz alle Antworten – aber immerhin gute Hilfestellung, wie man das Thema mit seinem Kind behandeln kann. Und zwar ganz ohne Peinlichkeiten und weder Bienchen noch Störche werden bemüht. Ich bin froh um diese Hilfestellung, denn langsam wird es eng hier und ich bräuchte dringend Antworten insbesondere darüber, wie genau denn nun das famose Körnchen von Papa in Mamas Bauch kommt.

Schwerpunkt des 70-seitigen E-Books liegt beim Sex und nicht bei der Fortpflanzung. Deshalb sind die hier aktuellen Fragen dann auch nicht alle beantwortet. Beispielsweise weshalb man nicht auslesen kann, ob es ein Brüderlein oder ein Schwesterlelin gibt oder weshalb manchmal alles Körnchen-in-den-Bauch-legen nichts nutzt und einfach kein Baby entsteht.

Trotzdem würde ich allen Eltern von Kindern im Vorschul- und Schulalter empfehlen: Holt Euch das E-Book! Es ist sehr informativ und sehr hilfreich, wenn die Fragen zum Sex auftauchen.

Cover von Alain Serres und Aurélia Fronty: "Ich bin ein Kind und ich habe Rechte"

Alain Serres und Aurélia Fronty: „Ich bin ein Kind und ich habe Rechte“

Am 20. November 2014 wurde weltweit das 25jährige Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention gefeiert. Im Nord-Süd-Verlag ist dazu schon im Herbst 2013 ein Bilderbuch erschienen: „Ich bin ein Kind und ich habe Rechte“:

Wie die Menschenrechte sind die Kinderrechte universell, sollten für alle gelten, unabhängig von ihrer Geburt, ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität. Mit zwei Ausnahmen haben alle Länder der Welt die Konvention unterschrieben und ratifiziert. Eigentlich müsste es also den Kindern überall hervorragend gehen – und doch ist es nicht der Fall. Überall hapert es an der Umsetzung, sogar in den reichen Ländern Mitteleuropas. Weiterlesen

Sarah Wiener Stiftung: Landschaft schmeckt!

Sarah Wiener Stiftung: „Landschaft schmeckt. Nachhaltig kochen mit Kindern“

Milch aus dem Beutel, Blumenkohl und Pommes Frites aus der Tiefkühltruhe. Immer mehr Kinder sind ihrer Nahrung entfremdet und wissen nicht so recht, was wie wo wächst oder produziert wird. Bei vielen Grundnahrungsmitteln wissen sie nicht mal mehr, wie sie aussehen, sich anfühlen und schmecken.

In immer mehr Haushalten wird nicht mehr gekocht. Immer mehr Kinder kommen hungrig oder mit ungesunder Nahrung (hohe Kaloriendichte, hoher Verarbeitungsgrad, wenige Nährstoffe) in den Unterricht. Wer sich von klein auf falsch ernährt, gefährdet unmittelbar seine Gesundheit mit dramatischen Risiken und Spätfolgen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, schreibt die Sarah Wiener Stiftung auf ihrer Website. Weiterlesen

Das Geheimnis zufriedener Babys

Nora Imlau: Das Geheimnis zufriedener Babys

Noch ein Ratgeber für Babys? Im Ernst? Muss das sein?

In der Fantastillion Ratgeber für die Babyzeit hat bisher einer gefehlt: Einer, der undogmatisch und ohne zu predigen das zusammenfasst, was heute „bedürfnisorientierte Elternschaft“ oder neudeutsch „Attachment parenting“ genannt wird.

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Susanne Mierau: Breifrei durch die Babyzeit (E-Buch)

Susanne Mierau, die das Blog „Geborgen Wachsen – Bindungsorientierte Elternschaft“ betreibt, hat mir freundlicherweise ihr neuestes E-Buch zur Verfügung gestellt, damit ich es für Euch anschauen kann.

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