Archiv der Kategorie: Reblogged

25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention (bei Lokalo24.de)

lokalo24.deMeine Oma kam 1918 halb verhungert als „Rotkreuzkind“ aus Schlesien in die Schweiz, um sich von den Strapazen des fürchterlichen Krieges zu erholen, den sie eben überlebt hatte. Sie war damals nicht die einzige. Tausende von Kindern wurden im Ersten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben, litten an Hunger und Krankheiten. Für reiche EuropäerInnen war das Elend der Kinder plötzlich sehr nah und manche von ihnen sahen Handlungsbedarf.
So entstand die Idee einer internationeln Konvention zum Schutz der Rechte der Kinder. Weiterlesen bei lokalo24.de: 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Kinder in einem Flüchtlingslager

Kinder in einem Flüchtlingslager (tpsdave / Pixabay)

 

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Die Burnout-Spirale: Ohne Bremsen in den Abgrund (bei lokalo24.de)

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, wenn man sich hohe Ziele setzt und diese auch möglichst gut erledigen möchte. Beides sind Werte, die in unserer Kultur und Gesellschaft positiv besetzt sind: Fleiss und qualitativ gut gemachte Arbeit.

Je nach den Umständen, in denen sich jemand befindet und je nachdem, was sonst noch an Unvorhergesehenem hinzu kommt, kann das fleissige Streben jedoch ganz schnell in einen Teufelskreis von Überforderung und noch mehr Anstrengung kippen, der am Ende zum psychischen und physischen Zusammenbruch führen kann.

Im Auftrag von lokalo24.de habe ich diesen Teufelskreis beschrieben. Weiterlesen

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Der Weg in die Hölle ist mit Pflichtgefühl und viel Einsatz gepflastert: Mütter im Burnout (bei lokalo24.de)

Für diesen Artikel bei lokalo24.de habe ich mit zahlreichen Müttern gesprochen oder mich schriftlich mit ihnen unterhalten und das Ausmass und die Tiefe ihrer Erfahrungen hat mich zum Nachdenken und schliesslich auf die Idee des Themenschwerpunktes „Burnout“ hier in diesem Blog gebracht: Weiterlesen

Wenn Ihr Baby nicht schlafen kann (bei lokalo24.de)

lokalo24.deErst gerade hatte ich mehrere Anfragen wegen Babyschlaf – und da fiel  mir auf, dasss ich den folgenden Artikel noch gar nicht hier auf dem Blog verlinkt hatte. Er ist aus dem Oktober letzten Jahres, aber inhaltlich natürlich immer noch topaktuell.

„Für Eltern schlecht schlafender Säuglinge hilft meistens kein Buch und kein Ratgeber, sondern vor allem: Gelassenheit, Unterstützung und Ermutigung, einen Weg zum Schlaf zu finden, der den Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht wird.“ [Weiterlesen: Wenn Ihr Baby nicht schlafen kann.]

Baby-Ernährung im ersten Lebensjahr: Das raten Experten

Nach der Überarbeitung ihrer Empfehlungen für die „Ernährung gesunder Säuglinge im ersten Lebensjahr“ erhielt die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) viel Kritik, besonders aus der Reihen alternativer Mütter, die BLW (baby lead weaning) praktizieren oder vegan leben (oder beides). Deshalb wollte ich natürlich wissen, ob die DGKJ wirklich gegen das alles ist und habe nachgeforscht. Alles halb so schlimm, ist mein Fazit: Baby-Ernährung im ersten Lebensjahr: Das raten Experten.

(dieser Artikel entstand im August 2014 für die Kasseler Internetplatform Lokalo24.de) Weiterlesen

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Stress und Burnout bei Müttern (bei Lokalo24.de)

Man weiss zwar irgendwie, dass ganz viele Mütter im Bekanntenkreis auf dem Zahnfleisch gehen, aber dass insgesamt ein Viertel aller Mütter – auf Deutschland hochgerechnet sind das 2.1 Millionen Menschen – davon betroffen sind, hätte ich nicht gedacht.

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bunte Pillen als Illustration für den Artikel

ADHS: Individuelle Therapien statt Pillen für alle (bei lokalo24.de)

ADHS ist eines dieser Themen, bei dem die meisten eine Meinung, aber nur wenige eine Ahnung haben. Mit dem folgenden Artikel bei lokalo24.de möchte ich einen Überblick über den aktuellen Stand geben. Diesen Artikel schrieb ich Anfang 2014 für die kasseler Internetplattform lokalo24.de. Weiterlesen

Eltern sein ist furchtbar! (bei lokalo24.de)

Neulich las ich in der FAZ einen Artikel mit dem gewöhnungsbedürftigen Titel „Man muss wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen„. Hier meine Antwort darauf:

Eltern sein ist furchtbar!

von Katharina Bleuer

Ich bin die große Schwester eines 14 Jahre jüngeren Bruders. Deshalb kann ich mit Fug und Recht behaupten gewusst zu haben, was auf technisch gesehen mich zukäme, wenn „es“ einschlagen sollte. Konsequenterweise erkundigte ich mich bei meiner Frauenärztin dann auch hauptsächlich darüber, wie ich „es“ verhindern, beziehungsweise gegebenenfalls so schnell wie möglich loswerden könnte.

Jahrelang war mir das genug. Kinder stinken, machen Lärm, man muss sich nach ihnen richten, sein ganzes Leben anpassen und kann eine Million Dinge nicht mehr tun, die man doch so gerne tut.

Sobald sie Eltern werden, können die Leute auch kein normales Gespräch mehr führen, sondern sprechen nur noch über ihre Bälger, als ob sie das achte, neunte und zehnte Weltwunder gleichzeitig wären. Hochbegabt, hochsensibel oder doch wenigstens hochnormal mussten sie sein und wenn sie sonst nichts Besonderes zu bieten hatten, sollten sie doch wenigstens Karriere im Bankensektor machen und ihren Eltern nach deren Pensionierung eine Kreuzfahrt auf der MS Deutschland schenken.

Mit den Jahren wurden meine Überlegungen etwas differenzierter, man müsste sich ja nicht in die Reihe der Schafe einreihen, sondern könnte es besser machen, dem Kind noch Anstand und Manieren beibringen, in seinem Bett zu schlafen und alleine zu spielen, zu grüßen und sich zu bedanken und bei Tisch nicht zu kleckern – was es halt braucht, damit ein Kind im Alltag nicht stört. Das französische Modell überzeugte uns da sehr!

Und dann war da noch die Arbeit. Zuerst ein Kind machen, um es dann für Tausende von Euro im Jahr weg zu organisieren – man will schließlich keine dieser öffentlichen Läusezuchtanstalten, sondern nur das Beste für seine Brut – gehört sich irgendwie ganz und gar nicht, wenn man sich so umhört. Und überhaupt: Sofern man überhaupt einen anständigen Kita-Platz bekam!

Das Risiko, mich für ein oder zwei Jahre alleine zuhause mit einem Baby wiederzufinden und nicht zu wissen, was ich mit ihm anfangen sollte, war beträchtlich! Deshalb konnte ich mich irgendwie einfach nicht entscheiden.

Mit den Jahren fanden sich dann auch für diese Probleme Lösungen und irgendwann gingen mir die Ausreden aus, wenn der Mann seinen Kinderwunsch äußerte.

Dann machten wir eines.

Und kein Stein blieb auf dem anderen!

“’Die Geburt meines Kindes’: Das ist der mit Abstand am häufigsten genannte Glücksmoment meiner Zuschauer. […]

Bei aller Romantik: Es ist nicht alles schön bei einer Geburt. Und es ist auch nicht alles Kind, was herauskommt. […]

Aber dann, dieser magische Moment, der erste Atemzug, der erste Schrei, und im Gesicht wird aus dem Blau ein zartes Rosa […]” (Eckart von Hirschhausen, „Das Glück kommt selten allein“, S. 115)

Liebe Leserin, lieber Leser, das kann man sich kaum vorstellen, aber das Hormon-High bei der Geburt, dieser Kick von Endorphinen, Oxytocin und kurz darauf noch Prolaktin, das kann man sich gar nicht vorstellen, grandioser geht nicht mehr.

Endorphine, die so genannten „Glückshormone“, die auch noch schmerzhemmend wirken, werden gleich literweise ausgeschüttet. Oxytocin, das Liebeshormon, das wir vom weiblichen Orgasmus her schon kennen, das Kontraktionen der Gebärmutter und Milcheinschuss gleichermaßen bewirkt, in den Ohren rauscht und uns leicht schwindlig vor Glücksseligkeit hinterlässt (Oxytocin entwickeln übrigens auch Männer, die in den ersten Minuten nach einer Geburt am Baby schnüffeln, probieren Sie es aus!).

Und wer denkt, das sei schon alles gewesen, hat nicht mit dem Prolaktin gerechnet, dem Wunderhormon stillender Mütter, das macht dass sie wochen- und monatelang Höchstleistungen vollbringen auch wenn sie nur viertelstundenweise schlafen. Ein Kick wie Koks, nur dass einem Prolaktin im Gegensatz dazu nicht aggressiv, sondern sanft und mütterlich macht und verhindert, dass Frauen ihre Brut bereits kurz nach der Geburt aus dem Fenster werfen.

Und so geht es dann weiter. Wundersamerweise sind die eigenen Kinder tatsächlich nicht nur die Hübschesten, die je Gottes Erdboden betreten haben, sondern auch die cleversten, schlauesten, gescheitesten, begabtesten, und überhaupt: Die perfekten Individuen, um den Staffettenstab aus unseren Händen zu übernehmen und in ein paar Jahren den zerzausten Planeten wieder auf Vordermann zu bringen. Mindestens und natürlich ganz objektiv gesehen!

Natürlich sind da die ganze Arbeit und die ganzen Kosten, die man mit ihnen hat. Aber zuerst mal machen eigene Kinder einfach Spaß: Als Babys sind sie süß und schnuckelig anzusehen und sobald sie sich selber in Bewegung setzen können, fangen sie auch an, eigene Ideen umzusetzen. Sobald man als Eltern mal von der ohnehin aussichtslosen Idee weggekommen ist, man müsse den ganzen Tag Polizist spielen und seinem Kind hinterher kontrollieren, hat man einiges zu Lachen (auf das unbändige Bedürfnis, all die lustigen Anekdötchen mit seinen Mitmenschen zu teilen, möchte ich hier nicht näher eingehen).

Aber da ist noch die Sache mit der Vereinbarkeit. An der kauen wir alle irgendwie rum, egal ob wir uns im Spagat zwischen Kita und Arbeitgeber aufreiben oder ob uns zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Wir müssen uns für ein Modell entscheiden, keines hat nur Vorteile, im Gegenteil, alle haben auch irgendwo massive Nachteile, die wir uns alle irgendwo wegwünschen.

Politik und Wirtschaft sollen das für uns ändern und so lange sie das nicht getan haben, empfinden wir es als unzumutbar, eine Familie zu gründen. Also lassen wir es bleiben und vergessen, auch mal dankbar darüber zu sein, dass wir diese Wahl dank einfachem Zugang zu zuverlässigen Verhütungsmitteln, sozialer Sicherheit und Rentenkassen im Gegensatz zu rund 95% der Weltbevölkerung überhaupt haben!

Natürlich sind Kinder auch anstrengend und natürlich kostet es Geld, kleine Menschen ins Leben zu begleiten. Trotzdem muss hier bisher niemand darauf verzichten. Es ist eindeutig nicht lustig, in einem relativ reichen Land arm zu sein. Aber trotz allem: Es gibt hier keine Einkindpolitik wie in China, wir dürfen Kinder bekommen so viel wir möchten, und eines mehr bringt nicht die ganze Familie in so große Not, dass die anderen Familienmitglieder um ihr Leben bangen müssen. Unsere Kinder müssen weder für Geld in Textilfabriken arbeiten gehen noch sterben sie, weil das über Kilometer herangeschleppte Trinkwasser von der Cholera verseucht ist.

Wir sind die erste Generation seit Erfindung des Kapitalismus, denen es wirtschaftlich weniger gut geht, als der Generation ihrer Eltern. Das macht Angst. So große Angst, dass wir uns aus Furcht vor finanziellen Unsicherheiten nicht mal mehr getrauen, unseren Kinderwunsch zu erfüllen. Dabei lügen wir uns selber in die Tasche: Wenn die Arbeitswelt familienfreundlicher, wenn die Gesellschaft kinderfreundlicher, wenn dieses, wenn jenes – ja dann würden wir auch wieder mehr Kinder haben, denn dann würde es auch wieder Spaß machen.

Im Ernst Leute? Teil einer Familie mit Kindern zu sein sein macht bringt viel Freude. Darauf zu verzichten, überhaupt seine individuellen Lebensentscheidungen danach zu richtigen, was ein paar alte Männer und Frauen in Berlin beschließen oder nicht, halte ich für einen großen Fehler!

Denn immerhin hat das Kinderhaben auch messbare Vorteile:

“Kinderlose leben sehr viel ungesünder, konsumieren mehr Alkohol und Nikotin und sterben entsprechend öfter an Krebs und Infarkten.” (Eckart von Hirschhausen, „Glück kommt selten allein“, S. 117)

Sie macht die Hausarbeit und er befürchtet, dass sie zu kurz kommt

Wisst ihr noch? „Ich manage ein kleines Familienunternehmen“ als synonym für das Dasein als Hausfrau? Trotz der vorwerk’schen Bemühungen, Hausfrauentum aufzuwerten, hat sich in den letzten 20 Jahren nicht viel geändert.

(dieser Artikel erschien zuerst bei lokalo24.de) Weiterlesen

Der friedliche Weg zur Sauberkeit

In meinem neuesten Artikel für Lokalo24.de beschäftige ich mich mit der Frage, wie man sein Kind ohne Druck und Stress auf dem Weg zur Sauberkeit begleiten kann:

Der friedliche Weg zur Sauberkeit

von Katharina Bleuer

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“.

Das wissen wir! Weiterlesen