Fragebogen zum Jahresrückblick 2013

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

8

2. Zugenommen oder abgenommen?

ab und zu

3. Haare länger oder kürzer?

immer gleich wie immer

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Mich deucht ich sei in letzter Zeit etwas weniger maulwurfig unterwegs. Meine Kurzsichtigkeit scheint sich langsam zu neutralisieren.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Weniger. Als ich wegen Kurzens gesundheitlichen Problemen im ersten Lebensjahr meine Stelle „in gegenseitigem Einvernehmen“ *hüstel* *räusper* nicht mehr hatte, aufgeben musste, verlor weil der AG dringend einen Ersatz für mich brauchte, hatten wir finanzielle Reserven für ein, maximal zwei Jahre. Das ist jetzt über vier Jahre her und ich entwickle mich langsam zum Finanz-Jonglier-Genie. Ob man diese Fähigkeit wohl auch zu Geld machen könnte? Hmmmm….. *überleg*

6. Besseren Job oder schlechteren?

Immer besser! In diesem Jahr habe ich erstmals einen Vertrag als „feste freie Mitarbeiterin“ bekommen, das fühlt sich doch gleich ganz anders an.

7.  Mehr ausgegeben oder weniger?

Eher weniger. Zwangsläufig. Weil 5.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Neue Bekanntschaften und Freundschaften, zahlreiche Einsichten und Erkenntnisse.

9. Mehr bewegt oder weniger?

In meiner Wohngemeinde durfte ich mithelfen, einiges in Bewegung zu bringen, unter anderem einen Kinderhort, der wenn alles gut läuft im Sommer ’14 eröffnet werden wird.

Mich selber hingegen habe ich wohl weniger bewegt als je zuvor.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Puh… Seit Oktober hatte ich einen Lauf, sage ich Euch. Aber schon vorher hat’s gehapert, eine ewige Verletzung am Fusselenk, Tennisellbogen, Sehnenscheidenentzündung im Arm, ein Lipom, das mich ganz schön schlaflos machte bis klar war, dass es harmlos war und das neue Aufflammen meiner alten Volleyballerschulter inklusive Verkalkungen an den Sehnenansätzen haben zu einem eher mühsamen zweiten Halbjahr geführt.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die Schulter hat mich am meisten behindert und war die Wurzel des Übels für die anderen Beschwerden. Wer nachlesen mag:  Impingment-Syndrom.
Schmerzen, schlechte Laune, Stress durch monatelange, zweimal wöchentliche Physiotherapie….

12. Der hirnrissigste Plan?

Allein vom Schreiben leben zu wollen und deshalb keine Stelle anzunehmen, nicht mal eine Temporärstelle, sondern alle Kräfte auf Plan A zu konzentrieren.
Wenn Langer nicht so viel Vertrauen und so irrsinnig gute Nerven hätte – ich hätte schon lange aufgegeben und wäre zu Plan B übergegangen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Nussschale in Kvarner Bucht

Nussschale in Kvarner Bucht

Mit einer winzig kleinen, antiken Nusschale aus Holz in der Kvarner-Bucht rumzudümpeln.

14. Die teuerste Anschaffung?

Ausser Bücher für insgesamt ich weiss nicht wie viele hundert Franken kann ich mich nicht erinnern, in diesem Jahr überhaupt etwas angeschafft zu haben was über Schuhe und Kleiner hinaus ging (weil 5.). Vielleicht der Second-Hand-Wäschetrockner (aber der kostete auch nur einen Lappen)?

15. Das leckerste Essen?

Das Leckerste weiss ich nicht mehr (wir essen immer lecker, da machen wir auch während des strengsten Sparprogramms keine Abstriche).
Am meisten gelacht haben wir, als wir unsere neue Feuerstelle ausprobieren wollten. Kaum war das Fleisch auf dem Grill, zog im Himmel oben jemand die Wasserspülung. Wir beendeten die Mahlzeit unter dem Gartentisch.

16. Das beeindruckendste Buch?

In diesem Jahr habe ich extrem viel gelesen. Nur wenig Belletristik („Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ – Partnerlink – und der neue Brunetti – Partnerlink), beide sind nicht schlecht aber vom Hocker gerissen haben sie mich auch nicht.

Fachliteratur habe ich mir vor allem Schreibe- und Journalistik-KnowHow angeeignet. Aus der Masse der Ratgeber herausgestochen ist dabei für mich vor allem „Deadline“ von Constantin Seibt (Partnerlink). Nützlich, viele praktische Tipps und Tricks aus dem Nähkästchen und alles immer auf die Schweizer Presselandschaft bezogen.

Im Frühsommer habe ich zudem in der Rubrik „Nachgelesen“ angefangen, Ratgeber- und Kinderliteratur zu besprechen. Da kam einiges zusammen. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Verlage, die mir Rezensionsexemplare ihrer Neuerscheinungen zur Verfügung stellen!

17. Der ergreifendste Film?

Dumbo, Bambi und Feivel, der Mauswanderer. Hört auf zu lachen, bei denen heule ich regelmässig Rotz und Wasser!

2013 war ich so mit anderem beschäftigt, dass ich kaum zum Fernsehen, geschweige denn zu einem Kinobesuch kam.

18. Die beste CD?

Meine Entdeckung des Jahres: Die junge US-Fiddlerin Lindsey Stirling! Wer Elektro-Classic-Crossover mag soll unbedingt reinhören! (Partnerlink)

19. Das schönste Konzert?

Das lag leider nicht drin.

20. Die beste TV-Serie?

The Good Wife.

21. Die meiste Zeit verbracht mit?

Kurzem, mir selber, Langem, Spikes, Tisha und meinem Computer.

22. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mir selber, Kurzem und Lagem.

23. Zum ersten Mal getan?

Die Sache mit dem Schiff (siehe 13.)

24. Nach langer Zeit wieder getan?

Zwei Wochen lang (fast) offline gewesen.

25. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Siehe 10. und 11. Dann noch den Zahnarzt. Kurzens Zahnunfall.

26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass der Schülerhort / die Tagesschule in unserer Gemeinde nötig ist und rentabel sein können wird.

27. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich habe absolut keine Ahnung! Ich mache ständig Geschenke und hoffe, dass die Freude bereiten, aber wissen tu ich es nicht weil ich nicht die Person bin, die anschliessend nach Komplimenten fischt.
Ein Volltreffer war sicher der Trettraktor, den Kurzer zum Geburtstag bekommen hat. Aber der kam von Grosseltern, Patentante, und uns Eltern gemeinsam, nicht nur von mir.

28. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Hach, ich werde so reich beschenkt und bin so viel geliebt, ich weiss gar nicht wo anfangen mit aufzählen.

29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Tragischerweise gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich so was merken und für alle Ewigkeit im Gehirn behalten können. Kurzer und Langer sagen täglich Dinge zu mir, die mir direkt ans Herz rühren.

Beruflich war wohl „ich mag Deine Schreibe, magst Du gegen Geld für mich Artikel schreiben“ das Highlight des Jahres.

30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich habe keine Ahnung!

31. Dein Lieblingsblog des Jahres?

Blogmässig bereichernd fand ich 2013 die Blogger-Themen-Tage, die Quergedachtes im März und im Dezember organisiert hat. Ich habe mit je einem Artikel teilgenommen (Hauptsache gesund: Was ist ausser der Angst sonst noch zurückgeblieben und Sprachlos), beide gehören zu den am öftesten angeklickten Artikel von Mama hat jetzt keine Zeit.
Über die Thementage durfte ich zudem Blogs wie Demenz für Anfänger, Leidenschaftlich Widersynnig oder Stark für’s Leben kennen lernen, die ich seither im Feedreader habe und sobald was Neues erscheint, sofort lesen muss.

32. 2013 war mit einem Wort:

bereichernd

(und leidenschaftlich, lehrreich, schmerzhaft, langweilig, schnell, mühsam, schön,………)

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen der anderen Jahre

2013201420152016 – 2017 – 2018 – 2019 – 2020

Ernetztes und Vernetztes im Dezember 2013

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Und schon wieder ist das Jahr vorbei. Ist die Zeit eigentlich immer so schnell vorbei gerast oder kommt einem das nur so vor, wenn man ein kleines Kind hat?

Mit alten Links aus dem letzten Jahr wünsche ich Euch ein reiches, gesegnetes, glückliches, zufriedenes, erfolgreiches neues Jahr.

Da ich wochenlang krank im Bett lag habe ich in diesem kurzen Monat zwar viel Lesenswertes gelesen, aber kaum was notiert. Im Januar wird es wieder mehr geben, versprochen!

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Nils Pickert schrieb für Pinkstinks eine kurze Abhandlung über sexistische Werbung. Nichts Neues zwar, aber gut es wieder mal vor Augen geführt zu bekommen: „Eine kurze Geschichte der Werbung„.

Isabella Donnerhall rantet über den Netzfeminismus: „Verstehen sie mich nicht falsch, jede arbeitende Mutter die Karriere machen will, soll jede mögliche Betreuungsoption haben, die man sich denken kann, klar. Aber das Herabwürdigen von Frauen, die sich anders entscheiden, geht mir unfassbar auf den Zeiger.“ Den ganzen Text gibt es hier: Meine Fernbeziehung zum Netzfeminismus.

Gleich zwei der Blogs aus meinem Feedreader befassen sich mit Online-Clans (NICHT Gameszene, sondern Elternszene!). Dringende Leseempfehlung für „Liebeserklärung an meinen Clan“ von Das Nuf und „Die Online-Eltern: Warum es nicht schlimm ist, einem Onlineclan anzugehören“ von Susanne Mierau.

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Ernetztes und Vernetztes im November 2013

Ernetztes und Vernetztes im November 2013

Der November hat uns in seinem nebeligen Klauengriff und gerade vergeht die Zeit fast überhaupt nicht und wenn man sich umschaut, ist sie gerast. Bald geht schon der Kerzenterror wieder los.

Was mir diesen Monat über den Bildschirm getickert ist und ich gerne mit Euch teilen möchte, findet Ihr wie immer an dieser Stelle:

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Antje Schrupp wurde irgendwann zu einem unfreundlichen Menschen. Jedenfalls manchmal. Welche könnte es ihr verübeln? „Wie ich zu einer unfreundlichen Person wurde“ liess mich, wie mancher andere Artikel dieser Vordenkerin, sehr nachdenklich zurück.

Zora Debrunner spricht auf Demenz für Anfänger (übrigens ein äusserst empfehlenswertes Blog) ihre Bewunderung aus für alle Menschen, die in der Pflege –  insbesondere der Altenpflege – arbeiten und tagtäglich geduldig und liebevoll mit nicht immer einfachen Patientinnen und Patienten umgehen: Die grosse Nähe.

David Trumble, ein US-amerikanischer Cartoonist, hat als Antwort auf die „Prinzessifizierung“ Meridas durch die Disney Marketingabteilung zehn weibliche Rollenvorbilder („women you should know“) disneysifiziert: David’s Disney Princessified “World of Women”

Mama arbeitet alias Christine Finke schreibt sehr offen und ehrlich, wann sie ihren Kindern eine geschmiert hat: Dem Kind eine Ohrfeige geben – geht gar nicht. Aber passiert. Trotz Grundgesetz und allen guten Vorsätzen passiert es.

Nochmal Zora Debrunner, hier schreibt sie in Anlehnung an die Sendereihe des Schweizer Fernsehens SRF über die wichtigsten Schweizer (spezifisches Maskulinum!) über bärtige Eidgenossen und was die mit ihrer Identität zu tun haben: Über meine Identität.

Hast Du gewusst, dass Leonard Nimoy (Mister Spock) heute als Fotograf arbeitet? Ich habe ja ganz schön gestaunt, als ich auf dem mich sehr beeindruckenden Full Body Project seinen Namen las. Aber er ist es tatsächlich. Alle Fotogalerien von Nimoy finden sich hier.

Über den Umweg des sehr lesenswerten Sprachlogs bin ich auf eine neurologische Forschungsarbeit gestossen, die herausgefunden hat, dass bei primäre Bilingues die Demenzkrankheiten später ausbrechen als bei einsprachigen Menschen: Bilingualism delays age at onset of dementia, independent of education and immigration status.

Refe und seine Partnerin hatten die grandiose Idee zum Dinovember und Das Nuf doppelte mit der Frage nach, was eigentlich ihre Anziehpuppen in unbeobachteten Momenten tun: Das geheime Leben.

Salman Ansari (über dessen aktuellen Buch ich hier berichtete), schreibt auf seinem Blog einen bemerkenswerten Artikel über die Gründe für die chronische Unruhe und Konzentrationsstörungen, unter der heutzutage viele Kinder leiden. Ansari versteigt sich nicht wie andere in Verschwörungstheorien, und behauptet auch nicht, dass AD(H)S eine erfundene Krankheit sei; Aber er geht davon aus, dass viele unruhige Kinder zu Unrecht mit AD(H)S diagnostiziert und mit Ritalin dagegen behandelt würden und das Problem anderswo läge: „Wenn Jugendliche mit Unruhe verbreitender Aggressivität, Agilität und Nervosität auf die Anforderungen ihrer Umwelt reagieren, dann ist ihr Verhalten zugleich eine Antwort auf die Unzumutbarkeiten einer Wirklichkeit, der sie sich nicht entziehen können.  Kinder sind permanent umgeben von Lärm und Hektik. Hinzu kommen ständig wechselnde Reize, ununterbrochene, verwirrende Wechsel zwischen realen und virtuellen Geschehnissen. Kinder nehmen teil an all den Bildern globaler Katastrophen und Informationen und werden somit Zeugen von Gewalt, von Mord und Krieg, von Geschehnissen, die sie noch gar nicht einordnen und verkraften können.“ (ganzer Artikel: Warum Kinder hyperaktiv reagieren: Antworten auf eine unbewältigbare Wirklichkeit)

Der aus der Forschung zu häuslicher Gewalt seit Jahren bekannte und renommierte Soziologe Michael Kimmel äussert sich im Interview mit Colette Schmidt von Die Standard zur Frage, weshalb feministische Forderungen auch die Männer etwas angeht und was sie mit der Unterstüzung antipatriarchaler Bewegungen gewinnen können: „Feminismus ist eine feine Sache für uns Männer„.

Die Politikerin Jacqueline Fehr fasst in einem Kommentar die verschiedenen Rollen zusammen, die Mütter in den letzten 150 Jahren hatten und fragt, ob es nicht an der Zeit wäre, darüber nachzudenken, was Kinder stark und selbständig macht: „Weshalb Heidi auch Nein zur SVP-Familieninitiative gesagt hätte“.

Normal ist, was wir dafür halten. In der Regel ist es das, was wir kennen oder mit den meisten Menschen unserer Umgebung teilen. Normalität ist beruhigend […].“ Bei Brandeins schreiben vier Medienleute darüber, wie sie das, was wir als Normal empfinden, konstruieren und inszenieren: „Ganz normale Leute“.

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Kurz gefasst im Oktober 2013

ins Netz gegangen (funnytools / Pixabay)

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Man merkt, dass das Wetter nässer und kälter geworden ist, die internetten Menschen sitzen wieder mehr an ihren Rechnern und produzierten interessante, berührende, spannende, lehrreiche und unterhaltende Texte und Bilder, um sie mit der Welt da draussen zu teilen.

Diesmal hat es wirklich viele Artikel, so viele hatte ich noch nie. (mehr …)

Kurz gefasst im September 2013

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Warten auf die Beute
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Schon wieder ein Monat rum. Die erste Hälfte liess ich mich im Motorboot der kroatischen Küste entlang schippern, deshalb ist diese Liste diesmal etwas kürzer als gewohnt.

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Das Nuf hat sich gefragt, wie die Herren Produktmanager diverser Damenhygieneprodukteanbieter wohl auf ihre Ideen kommen. Unbedingt lesenswert: Neuigkeiten aus dem frisch duftenden Freudental.

Christine alias „Mama arbeitet“ kann nicht immer verheimlichen, dass sie eine Sprach-Dottoressa ist. In „Mama! Vom Deutschen als Tonsprache“ referiert sie über die verschiedenen Intonationen des Wortes „Mama“ und deren jeweilige Bedeutungen.