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Ernetztes und Vernetztes im Juli 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser / pixelio.de)

Selten so einen verregneten Juli erlebt. Kein Wunder also, dass trotz Kita-Ferien und Hochsommer viel Zeit zum Lesen und rumsurfen blieb. Dabei bin ich erneut auf ein paar spannende, berührende, nachdenklich machende, bewegende oder einfach lustige Geschichten und Artikel gestossen.

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Wie lebt ein 14jähriger unter dem „Kanun“, des Gesetzes der Blutrache, wie es in Albanien mancherorts noch gelebt wird? Ein Junge, einer junger Mann schon bald, der sich verstecken oder seinerseits töten muss? Wir kriegen Dich!

Ein weiterer Ausländer wird wegen des Vorwurfs, für die Aufenthaltsbewilligung eine Scheinehe eingegangen zu sein, ausgeschafft. Dahinter steht jedoch eine lange Geschichte: Der Name hinter der Rose.

Anne Schüßler beschreibt, weshalb sie angefangen hat, Frauen zu zählen: „Frauen machen ungefähr 50 Prozent unserer Gesellschaft aus. Zu behaupten, es wäre nicht möglich, unter diesen 50 Prozent ausreichend interessante Menschen für Thema A bis Z zu finden, ist schlichtweg eine nette Formulierung von “Männer sind halt interessanter als Frauen”, was wiederum eine nette Formulierung von “Frauen sind zu vernachlässigen”ist.
Den ganzen, meines Erachtens sehr klug durchdachten und stimmig argumentierten Text finden Sie unter: Was Sie schon immer über Frauenzählen wissen wollten aber nie zu fragen wagten.

Pubertät und Jugendzeit war schon immer schwierig für die, die dort durch mussten. Mit den neuen Medien ist es nicht einfacher geworden und als Eltern werden wir Wege finden müssen, damit unsere Kinder im Rausch der Hormone ihren Kopf nicht verlieren:
Lauras Entblößung.

Mareice Kaiser schreibt auf ihrem Blog „Kaiserinnenreich“ über die menschlichen Aspekte der Pränataldiagnostik und darüber, wie wichtig dabei eine kompetente menschliche Begleitung ist, damit Mütter für sich herausfinden können, was für sie stimmig ist und was nicht: Appell an den Mutterbauch.

Ich bin sonst die Erste, die gerne bei subversiven Protestaktionen mitmacht. Aber das hier ist irgendwie, wie soll ich sagen? Eigenwillig? Bemitleidenswert? Rechte in den USA verpesten absichtlich die Luft.

Der Lehrplan 21 gibt in der Schweiz viel zu reden, insbesondere weil konservativ-christliche Kreise um die „Frühsexualisierung“ ihrer Kinder fürchten. Dabei gerät die wichtiste Neuerung des LP 21 aus dem Fokus: Der Paradigmenwechsel von der Inputorientierung hin zur Outputorientierung. Zukünftig wird nicht mehr im Mittelpunkt stehen, was Lehrpersonen den SuS vermitteln, sondern das, was die SuS tatsächlich gelernt haben. Ob das gut ist und warum, darüber denkt Jürg Meier beim Infosperber nach: Kompetenz- und andere Hochstaplergeschichten.

Die Villa Kunterbunt existiert tatsächlich und man kann sie sogar besichtigen gehen: Wo Pippi Langstrumpf erfunden wurde.

Eine Geschichte aus einem Land, wo unterdessen wieder Bomben fallen, weil sich feige Terroristen hinter Kindern verstecken: Liebe in Gaza.

Noch zwei Liebesgeschichten, aus einem anderen Krieg: Die Liebe nach dem Krieg.

Und eine weitere Kindheit, beschrieben vom Sohn eines von Interpol gesuchten Kriminellen auf der Flucht: So, und jetzt kommst du.

 

 

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Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Ernetztes und Vernetztes im Januar 2014

Den ersten Monat hätten wir auch schon wieder geschafft.

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Über die sozialen Netzwerke wurde ich auf eine Organisation aufmerksam, die versucht Lachen und etwas Farbe in die schlimmsten Katastrophengebiete dieses Planeten zu bringen. Bewundernswert! Schaut sie Euch an: Clowns ohne Grenzen.

Ein Thema, bei dem mir ganz schwer ums Herz wird: Wie es ist, ein nicht lebensfähiges Kind auszutragen und nach der Geburt beim Sterben zu begleiten: Zwei Tage lang waren sie zu sechst.

Der „Stern“-Journalist Philipp Mausshardt fuhr 16km/h zu schnell und ging dafür zwei Tage ins Vollzugszentrum Bachtel: Lieber in den Knast.

Eine Reportage über die Schülerin Celestine Kpakou, die 2006 trotz massivem Prostest ihrer Schulklasse, Lehrer und des ganzen Ortes kaus Deutschland in den Togo abgeschoben wurde und erst sieben Jahre später zurück kehren durfte. Bewegend und für einmal mit Happy End: Eine Heimatgeschichte.

Sie wollte nicht mehr nur die Frau von jemandem sein und fing ihr eigenes Leben an: „Gabriele Mäule war 49 Jahre alt. Zu alt, dachte sie, um zu warten, bis die Kinder aus dem Haus wären. „Manchmal muss man Dinge tun, weil man weiß, sonst geht man kaputt“, sagt sie nüchtern.„: Werner ich gehe, kommst Du mit?

Die Japanisch-Englische Fotografin Chino Otsuka hat sich selber gemeinsam mit ihrem jüngeren Ich fotografiert. Ist sie Fotografin oder vielleicht doch eine Zeitreisende, fragt die Autorin des Artikels: You Would Have No Idea What’s So Incredible About These Photos If You Just Looked Once.

Ellen ist Mutter und 42 Jahre alt, als ihr Herz nicht mehr schlagen will. Markus Collati hat das lange Warten auf ein Spenderherz in dieser eindrücklichen Reportage beschrieben: Ein Herz für Ellen.

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