10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten » raul.de

Lieber Raul,

Vielen herzlichen Dank für diesen Text!

Sehr oft weiss man als Fussgänger ja tatsächlich nicht, wie man reagieren soll, wenn der Kurze so einen Mann mit Rädern einfach cool findet und unbedingt auch einen Rolli haben möchte.

10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten » raul.de.

Ich werde mir die Tipps hinter die Ohren tätowieren

Und ausserdem schreibe ich den Satz “Fragen ist höflicher als wegschauen!” fünfhundert Mal und hoffe, ihn dabei so auswendig zu lernen, dass ich das im richtigen Leben dann auch umsetzen kann.

Man hat es ja auch so gelernt: Man starrt nicht, man frägt nicht, man schau lieber weg – und spekuliert hinter vorgehaltener Hand, tut lieber so als wäre die behinderte Person nicht da, dann muss man sich auch nicht mit ihr und dem ganzen Elend befassen… Ich muss mich da echt an der Nase nehmen, das habe ich nämlich schon mehr als einmal gemacht in meinem Leben.

Ich möchte meinem Sohn aber ein gutes Vorbild sein und werde mir in Zukunft mehr Mühe geben. Aber bitte, liebe behinderte Mitmenschen, seid ein wenig tolerant mit uns!

3 thoughts on “10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten » raul.de

  1. leidenschaftlichwidersynnig

    Kinde fragen nach allem, was sie nicht verstehen und wissen wollen.
    Wir habe in unserer Familie verschiedene Hautfarben.
    Viele Kinder haben aufrichtige Fragen und noch niemals haben wir das als unangenehm empfunden. Manche sind so intim, dass es den Eltern mehr als peinlich ist. Da wird dann gern das Thema gewechselt, weil man sowas nicht fragt. Oft spielt auch die Angst, als rassistisch zu gelten, eine Rolle.

    Lasst die Kinder fragen oder fühlen! Wie fühlt sich eine braune Haut an?
    Natürlich immer mit dem Einverständnis des Menschen, der so neugierig macht.

    Außerdem haben wir eine unsichtbare Behinderung.
    Man sieht nichts, aber im sozialen Miteinander kommt es oft zu Missverständnissen.
    Fragen, unbedingt.
    Statt ausgrenzen.

    Ich werde von Raul die Idee klauen und mal meinen Lieblingsmenschen danach fragen, wie er sich ein aufeinander- zu – gehen vorstellt.

    Wenn man wirklich daran glaubt, dass es keine dummen / falschen Fragen gibt und bereit ist, seinen Kindern alles, was sie wissen wollen zu erklären und zu zeigen – natürlich ohne einen anderen Menschen bloßzustellen- und es schafft, seine eigene Scheu abzulegen, ist man meist auf der richtigen Seite.
    So lernt man selbst auch viel dazu.
    Manches sogar über sich selbst.

    Gute Tips für Menschen, die über Menschen mit Behinderung schreiben, gibt es hier http://leidmedien.de/uber_uns/uber-menschen-mit-behinderung-berichten/

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  2. schreibtischgedanken

    Mein Mann ist ja auch – bei längeren Strecken – auf den Rollstuhl angewiesen. Kinder fragen häufig. Mir ist aufgefallen, dass sie oft mich fragen: “Was hat dein Mann?” Je nach Alter ermuntere ich sie dazu, ihn selbst zu fragen. Doch die Behinderung kindgerecht als Folge eines Gehirntumors zu erklären, fällt uns oft schwer. Da müssen wir schon manchmal sehr kreativ sein. Leider wenden sich die Eltern oft ab oder rufen ihre Kinder zurück. Wir wünschten uns aber vielmehr, dass die Eltern sich an dem Gespräch beteiligten. Denn die meisten Behinderten die ich kenne, gehen offen mit ihrer Behinderung / Erkrankung um.
    Liebe Grüße, Iris

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