Archiv des Autors: Mama hat jetzt keine Zeit

Über Mama hat jetzt keine Zeit

Ü40, Soziologin, Statistikfetischistin, Autorin, Texterin, Übersetzerin und an Ratgeberitis erkrankte Mama eines grandiosen Sohnes im Grundschulalter.

Corona und ich

„Bin ich eigentlich die Einzige hier, die zwischen totaler Gleichgültigkeit und totaler Panik hin und her schwankt?“ fragte vor ein paar Tagen eine Freundin auf Facebook.

Nein, mir geht es genau so! Wobei Gleichgültigkeit das falsche Wort ist. Sagen wir lieber: Gelassenheit. Was uns drei betrifft, bin ich relativ gelassen. Wenn es nach der Statistik geht – und ich halte mich immer an die Statistik – sollten wir eigentlich recht glimpflich davon kommen.

Weiterlesen
sitzende Gitarrenspielerin

Kurzer spielt jetzt E-Gitarre

Heute früh, auf dem Weg zur Arbeit im Coworking Space, ging ich am Schaufenster eines Optikers vorbei, der neben Brillen auch Hörgeräte verkauft. Mein Blick fiel auf das Plakat, das an der Scheibe hing:

Ihr Kind spielt jetzt Gitarre? Schützen Sie Ihre Ohren!

Links davon liegt auf einem Podest eine akustische Gitarre, rechts eine Auswahl von Gehörschützen in den buntesten Farben.

Weiterlesen
Wandtafel mit Schriftzug "well done"

Nachgeforscht: Übertriebenes Loben schadet dem Selbstbewusstsein

(dies ist die überarbeitete Version eines Postings vom März 2014)

Nach den Lesen von Alfie Kohns „Punished by Rewards (auf Deutsch „Liebe und Eigenständigkeit“ – Werbelink) war ich imemr ein wenig skeptisch gegenüber dem, was ich auf unseren Reisen in Grossbritannien im Umgang mit Babys und Kinder erlebt hatte. Überall nur „good boy“ und „good girl“, „well done“ und „terrific“ und zwar mit der Giesskanne und ohne mit der tatsächlichen Leistung des Kindes zusammenzuhängen.

Weiterlesen

Gelesen: „Am Boden des Himmels“ von Joana Osman

Israel. Ein Land, das mich schon immer fasziniert hat, schon seit der Zeit, als ich in der Sonntagsschule gespannt den biblischen Geschichten gelauscht hatte. Später schaute ich mir stundenlang die Bilder in meinem Atlas an, der „Die Welt der Bibel“ hiess und den ganzen Nahen Osten abbildete, aber insbesondere Israel, Jordanien und die Gegend, in der Jesus von Nazareth gelebt und gewirkt haben soll.

Weiterlesen
peu importe où nous sommes

Gelesen: „peu importe où nous sommes“ von Antoinette Rychner

Ihr Lieben, jetzt müsst Ihr stark sein. Denn das Buch, über das ich heute schreibe, ist nämlich auf Französisch und es gibt (bisher) auch keine deutsche Übersetzung davon.

Die Autorin Antoinette Rychner lebt bei uns im Dorf und ich kenne sie seit ein paar Jahren, weil sie ihre Babys getragen hat und jedes Jahr einen wunderbaren Tragespaziergang organisiert, den ich euch hiermit ans Herz legen möchte: la rando des koalas. Eher zufällig habe ich irgend wann erfahren, dass die junge Frau mit dem kleinen, verschmitzten Buben auf dem Rücken eine bekannte Schrifstellerin ist, die 2016 sogar einen der Schweizer Literaturpreise gewonnen hat. Im Sommer vor einem Jahr, an einem unserer zahlreichen Dorffeste, haben sich mein damals 9-Jähriger und ihr 4-Jähriger befreundet. Mein Grosser nahm den kleinen A. (der damals erst gerade grosser Bruder geworden ist) bei seinem bevorstehenden Schuleintritt unter seine Fittiche.

Weiterlesen

Brief an mein Baby, das nie zur Welt gekommen ist

Mein liebstes Beanie,

In dieser Woche hatte dein Papa Geburtstag und vor elf Jahren erfuhren wir, dass du nicht mehr lebtest.

Am Abend vorher hatte ich leicht bräunlichen Ausfluss, aber da ich am Morgen sowieso zur Frauenärztin zur 1. Trimesterkontrolle musste, machte ich mir deswegen keine Gedanken.

Weiterlesen

Zigarettenpause

Ich mochte den Geruch von brennenden Zigaretten schon als Kind. Mit 16 habe ich nicht aus Coolness oder Gruppendruck mit Rauchen angefangen, sondern weil ich Zigaretten so gerne roch.

Damit aufgehört habe ich erst nach meiner Fehlgeburt.

Es ist jetzt 10 Jahre und 7 Monate her, dass ich keine Zigarette mehr geraucht habe. Weiterlesen