Wohin verschwinden die Kurzen, wenn es auf den Mütterblogs stiller wird?

Gestern schrieb Henrike, alias Frau Nieselpriem, hier:

„Irgendwann kommt die Zeit, da wandelt sich das Gesicht und die Persönlichkeit des Kindes nicht mehr gefühlt stündlich, Ecken, Kanten, Macken werden sichtbar. Und bleiben. Und über diese möchte ganz sicher kein Kind später lesen. Das ist oft der Zeitpunkt, an dem bloggende Eltern still werden.“

Ja, auch hier bei „Mama hat jetzt keine Zeit“ ist es still geworden – und das nicht (nur) wegen der fehlenden Zeit. Sondern weil es so viele Dinge gibt, die einfach nicht in die Öffentlichkeit gehören, oder die wir für uns behalten möchten. Es ist ja nicht so, dass wir mit unserem Kurzen nichts erlebt hätten – im Gegenteil!

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Fragebogen 2021 (und ein wenig noch 2020, irgendwie verschwimmt das alles ein wenig)

Eigentlich fülle ich diesen Fragebogen schon seit Jahren aus, aber so wie’s ausschaut, habe ich letztes Jahr wieder mal ausgesetzt. Das ist ja auch kein Wunder, 2020 war ein komisches, bizarres, schwieriges aber trotzdem ganz wunderbares Jahr. Viele meiner Lieblingsmenschen mussten jedoch grosse Verluste hinnehmen, sei es weil sie eine geliebte Person begraben musste, sei es, weil sie sich von ihrem Geschäft oder einem Lebenstraum verabschieden mussten.

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Handschriftliche Grüsse aus der richtigen Welt

Ich könnte jetzt natürlich sagen, ich sei gerade sehr eingespannt und hätte deswegen keine Zeit, um zu bloggen. Aber die Wahrheit ist: Ich habe momentan gar keine Lust dazu.

Selbstverständlich liegt Ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, mir durchaus am Herzen – und das, obwohl ich davon ausgehen muss, dass Ihr mich wohl schon fast vergessen habt.

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Rabe auf einem Baum

Angst vor dem Sterben

Es ist kein Zufall, dass ich immer im November über dunkle Themen schreibe. Samhain ist durch, die Tage werden merklich kürzer, jeden Tag ein paar Minuten. Die Blätter sind nicht mehr bunt, sondern braun, und mit jeder Windböe fallen mehr von ihnen zur Erde.

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Mädchen sitzt mit Kätzchen auf Wiese

Sei nett – Nein!

In meinem Facebook-Feed ist heute ein alter Artikel von Tollabea aufgetaucht, der mich getriggert hat. Wirklich getriggert im Sinne von einer heftigen, unverhältnismässig starken emotionalen Reaktion. Ich habe in den letzten Jahren und durch mehrere Depressionen hindurch gelernt, solche Emotionen ernst zu nehmen, ihnen nachzuspüren, sie ans Licht zu zerren und von allen Seiten her zu beleuchten.

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collage eines baums in vier Jahreszeiten

Sicherheit

Im Frühling vor einem Jahr ist unser aller Sicherheitsgefühl erschüttert worden. Vorher waren wir sicher, dass es hier in Mitteleuropa so etwas wie eine Seuche nicht mehr geben konnte. Allein der Gedanke war absurd, schliesslich beherrschen wir hier fast alles und wenn nicht, dann hat sicher irgendwo ein Individuum einen Fehler gemacht.

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community crowd

Ein paar Gedanken zur Diskussion betreffend einer indirekten Impfpflicht in der Schweiz gegen Covid-19 und andere Krankheiten

Ausgangslage

Die so genannte Vertragsfreiheit erlaubt es Firmen (im Rahmen gewisser gesetzlicher Einschränkungen, z.b. Anti-Rassismus-Gesetz) Tickets oder Eintritte zu verkaufen oder nicht zu verkaufen an wen sie wollen. Eine gewisse Diskriminierung, ist also in unserem Land möglich. Manches davon hat bereits zu Diskussionen geführt, wie z.B. dass Eltern bzw. ihre Kinder in manchen Restaurants oder Hotels nicht (mehr) willkommen sind. Die einzige Konsequenz, die sie zu fürchten haben, wenn sie ihr sog. Hausrecht wahrnehmen, ist ein gewisser Imageschaden. Aber im Grossen und Ganzen war die Problematik bisher in unserem Land nicht wichtig genug, um eine öffentliche Diskussion oder Änderungen in der Gesetzgebung hervorzurufen. Maximal gab es Shitstorms in den Medien und sozialen Netzwerken, die ein paar Tage (die Sache mit dem Wirt, der keine geistig behinderten Gäste mehr beherbergen will) bis ein paar Wochen (die Sache mit den „kinderfreien Hotels“) dauerten.

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Titelbild

Gedanken über Covid, Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen: Überprüfe deine Privilegien

Wer sich gut ernährt, für ein starkes Immunsystem sorgt und die richtige Einstellung hat, braucht keine Angst vor Corona zu haben. Es ist unfair, dass wir geopfert werden, wenn doch nur alte und kranke Menschen daran sterben.

Wer das äusserte, ist nicht etwa ein Neonazi, Sozialdarwinist oder libertärer Zyniker, sondern eine sympathische Frau Mitte dreissig, die sich selbst durchaus als mitfühlend, engagiert und sozial bezeichnen würde. Sie investiert zudem sehr viel Zeit in ihre Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeitstraining.

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