Archiv der Kategorie: Gesundheit und Krankheit

Mädchen sitzt mit Kätzchen auf Wiese

Sei nett – Nein!

In meinem Facebook-Feed ist heute ein alter Artikel von Tollabea aufgetaucht, der mich getriggert hat. Wirklich getriggert im Sinne von einer heftigen, unverhältnismässig starken emotionalen Reaktion. Ich habe in den letzten Jahren und durch mehrere Depressionen hindurch gelernt, solche Emotionen ernst zu nehmen, ihnen nachzuspüren, sie ans Licht zu zerren und von allen Seiten her zu beleuchten.

Weiterlesen
collage eines baums in vier Jahreszeiten

Sicherheit

Im Frühling vor einem Jahr ist unser aller Sicherheitsgefühl erschüttert worden. Vorher waren wir sicher, dass es hier in Mitteleuropa so etwas wie eine Seuche nicht mehr geben konnte. Allein der Gedanke war absurd, schliesslich beherrschen wir hier fast alles und wenn nicht, dann hat sicher irgendwo ein Individuum einen Fehler gemacht.

Weiterlesen
community crowd

Ein paar Gedanken zur Diskussion betreffend einer indirekten Impfpflicht in der Schweiz gegen Covid-19 und andere Krankheiten

Ausgangslage

Die so genannte Vertragsfreiheit erlaubt es Firmen (im Rahmen gewisser gesetzlicher Einschränkungen, z.b. Anti-Rassismus-Gesetz) Tickets oder Eintritte zu verkaufen oder nicht zu verkaufen an wen sie wollen. Eine gewisse Diskriminierung, ist also in unserem Land möglich. Manches davon hat bereits zu Diskussionen geführt, wie z.B. dass Eltern bzw. ihre Kinder in manchen Restaurants oder Hotels nicht (mehr) willkommen sind. Die einzige Konsequenz, die sie zu fürchten haben, wenn sie ihr sog. Hausrecht wahrnehmen, ist ein gewisser Imageschaden. Aber im Grossen und Ganzen war die Problematik bisher in unserem Land nicht wichtig genug, um eine öffentliche Diskussion oder Änderungen in der Gesetzgebung hervorzurufen. Maximal gab es Shitstorms in den Medien und sozialen Netzwerken, die ein paar Tage (die Sache mit dem Wirt, der keine geistig behinderten Gäste mehr beherbergen will) bis ein paar Wochen (die Sache mit den “kinderfreien Hotels”) dauerten.

Weiterlesen
Titelbild

Gedanken über Covid, Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen: Überprüfe deine Privilegien

Wer sich gut ernährt, für ein starkes Immunsystem sorgt und die richtige Einstellung hat, braucht keine Angst vor Corona zu haben. Es ist unfair, dass wir geopfert werden, wenn doch nur alte und kranke Menschen daran sterben.

Wer das äusserte, ist nicht etwa ein Neonazi, Sozialdarwinist oder libertärer Zyniker, sondern eine sympathische Frau Mitte dreissig, die sich selbst durchaus als mitfühlend, engagiert und sozial bezeichnen würde. Sie investiert zudem sehr viel Zeit in ihre Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeitstraining.

Weiterlesen

Corona und ich

“Bin ich eigentlich die Einzige hier, die zwischen totaler Gleichgültigkeit und totaler Panik hin und her schwankt?” fragte vor ein paar Tagen eine Freundin auf Facebook.

Nein, mir geht es genau so! Wobei Gleichgültigkeit das falsche Wort ist. Sagen wir lieber: Gelassenheit. Was uns drei betrifft, bin ich relativ gelassen. Wenn es nach der Statistik geht – und ich halte mich immer an die Statistik – sollten wir eigentlich recht glimpflich davon kommen.

Weiterlesen
Wandtafel mit Schriftzug "well done"

Nachgeforscht: Übertriebenes Loben schadet dem Selbstbewusstsein

(dies ist die überarbeitete Version eines Postings vom März 2014)

Nach den Lesen von Alfie Kohns “Punished by Rewards (auf Deutsch “Liebe und Eigenständigkeit” – Werbelink) war ich imemr ein wenig skeptisch gegenüber dem, was ich auf unseren Reisen in Grossbritannien im Umgang mit Babys und Kinder erlebt hatte. Überall nur “good boy” und “good girl”, “well done” und “terrific” und zwar mit der Giesskanne und ohne mit der tatsächlichen Leistung des Kindes zusammenzuhängen.

Weiterlesen
peu importe où nous sommes

Gelesen: “peu importe où nous sommes” von Antoinette Rychner

Ihr Lieben, jetzt müsst Ihr stark sein. Denn das Buch, über das ich heute schreibe, ist nämlich auf Französisch und es gibt (bisher) auch keine deutsche Übersetzung davon.

Die Autorin Antoinette Rychner lebt bei uns im Dorf und ich kenne sie seit ein paar Jahren, weil sie ihre Babys getragen hat und jedes Jahr einen wunderbaren Tragespaziergang organisiert, den ich euch hiermit ans Herz legen möchte: la rando des koalas. Eher zufällig habe ich irgend wann erfahren, dass die junge Frau mit dem kleinen, verschmitzten Buben auf dem Rücken eine bekannte Schrifstellerin ist, die 2016 sogar einen der Schweizer Literaturpreise gewonnen hat. Im Sommer vor einem Jahr, an einem unserer zahlreichen Dorffeste, haben sich mein damals 9-Jähriger und ihr 4-Jähriger befreundet. Mein Grosser nahm den kleinen A. (der damals erst gerade grosser Bruder geworden ist) bei seinem bevorstehenden Schuleintritt unter seine Fittiche.

Weiterlesen

Brief an mein Baby, das nie zur Welt gekommen ist

Mein liebstes Beanie,

In dieser Woche hatte dein Papa Geburtstag und vor elf Jahren erfuhren wir, dass du nicht mehr lebtest.

Am Abend vorher hatte ich leicht bräunlichen Ausfluss, aber da ich am Morgen sowieso zur Frauenärztin zur 1. Trimesterkontrolle musste, machte ich mir deswegen keine Gedanken.

Weiterlesen

Zigarettenpause

Ich mochte den Geruch von brennenden Zigaretten schon als Kind. Mit 16 habe ich nicht aus Coolness oder Gruppendruck mit Rauchen angefangen, sondern weil ich Zigaretten so gerne roch.

Damit aufgehört habe ich erst nach meiner Fehlgeburt.

Es ist jetzt 10 Jahre und 7 Monate her, dass ich keine Zigarette mehr geraucht habe. Weiterlesen