Vernetzt im Juli 2016

Der Juli war heiss und hat mit einer Angina angefangen. Sommerferien, die grosse Freiheit für meinen Kurzen, bevor die “richtige Schule” im August anfängt. Als grosser Fan von Alexander und “Die Maus im Weltall” hat er sich natürlich einen Astronauten-Schulranzen gewünscht.

Im Internet war’s zwangsläufig etwas ruhiger, wenn alle im Freibad sind statt am Computer sitzen. Ausser als in Deutschland die Irren anfingen, um sich zu schiessen oder sich selber in die Luft zu sprengen. Und erst recht, als ein geschätzter Bloggerkollege den Freitod wählte, da ging eine Welle von Betroffenheit durch mein Internet und plötzlich waren da ganz viele echte Menschen, die gemeinsam trauerten.

Ihr lieben Menschen da draussen, seid lieb zueinander und zu Euch selber!

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Rona Duwe hat auf Phönix-Frauen einen wichtigen Artikel über Bedürfnisse und die Wahrung der eigenen Grenzen geschrieben: Bedürfnisorientiert.

Dieser Artikel aus der Zeit Online hat irgendwie einen Nerv in mir berührt und ich musste beim Lesen einige Tränchen wegwischen: Was 80-jährige ihren 20-jährigen Ichs sagen würden.

Langsam bin ich genervt von den langen Schulferien und Kurzer geht mir zwischendurch auf den Sack, weil ich mit ihm zwischen den Füssen zu gar nichts mehr komme. Ich möchte keine Minute mit ihm verpassen, aber ich merke auch, wie schnell ich selber dabei auf der Strecke bleibe. Zwiegespalten fühle ich mich an allen Fronten ungenügend und unzufrieden… Dann kommt ein Artikel wie dieser hier von Berlinmittemom, trifft einem wie Schlag in die Magengrube und rückt die Dinge wieder in die richtige Perspektive. Man erkennt, was wirklich zählt im Elternleben: Hand in Hand. Wenn Mütter sterben.

“Sonst gebe ich dir einen Grund zu heulen” oder “warte nur, bis Vater nachhause kommt” sind zwei Sätze, die sich auch in meinem Gehirn eingebrannt haben. Betretenes Schweigen, wenn Gäste da waren – und weggedrehte Köpfe. Und ja: Es hat uns geschadet! – Dann geb’ ich dir einen Grund zum Heulen!

Mein Sohn war auch einer dieser Spielplatz-Rowdies. Aus Gründen verhielt er sich oft ruppig gegenüber anderen Kindern und konnte seine negativen Emotionen nur selten in den Griff bekommen, wenn sie ihn überrollten. Wie oft wäre ich froh gewesen, wenn andere Eltern so wohlwollend auf ihn geschaut und ihm geholfen hätten, wie Katja alias Snowqueen hier in diesem Artikel beschreibt: Manchmal ist in Wirklichkeit alles anders, als man denkt.

Viele traurige, bewegende, berührende und betroffene Texte sind zum auf Twitter und im Blog angekündigten Freitod eines Bloggerkollegen geschrieben worden. Depression ist ein Thema, das ich aus meinem Leben ebenfalls kenne und ich habe mir überlegt, ein paar dieser Texte an dieser Stelle mit Euch zu teilen.  Ich habe mich dagegen entschieden. Weil es sich falsch anfühlt. Stattdessen teile ich diesen wichtigen Text hier, den Ihr Euch bitte alle bookmarken und auswendig lernen möchtet: Traurig!

 

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