Vernetztes im Dezember 2014

ins Netz gegangen (funnytools / Pixabay)

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Im Dezember hatten wir immer noch Lungenentzündung und eine Reihe Magen-Darm-Geschichten, wenig Training, viel Essen, und der Winter ist endlich gekommen und wie! Fast 17°C Minus, Schnee und Eis verwandeln die Landschaft wenigstens für ein paar Tage.

Ich wünsche Euch fantastisches Neues  Jahr, mit vielen neuen Entdeckungen, Erkenntnissen und Einsichten!

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Frau Krachbumm schrub ein paar interessante Überlegungen zum Thema Mutterschaft und Sex auf: Will ich ne MILF sein? Ja, nein, vielleicht?

Jedes Jahr wieder beeindruckend: Das UNICEF Foto des Jahres. Beziehungsweise die Fotoreportage des Jahres. Man müsste eigentlich jede Einzeln verlinken, denn jede ist es wert auch jene, die es „nur“ auf die Plätze geschafft haben: UNICEF Foto des Jahres.

Migrantenfamilien sollen per Gesetz dazu gezwungen werden, innerhalb der Familie Deutsch zu sprechen. Stimmen die Prämissen, auf denen diese Forderung beruht, denn überhaupt? Wie schlecht steht es um die Deutschkenntnisse von Migranten in Deutschland? Diesen Fragen geht das Sprachlog nach und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Integration duch Sprachvorschriften.

Corinna Knauff schreibt gegen die Mummywars an und schlägt als Lösung virtuelle Müttergruppe „ZusamMama“ vor . Hier ihr Plädoyer: Mum’s Woodstock: ZusaMama. Eine Mütter-Friedensbewegung im Netz.

Eine eindrückliche Fotostrecke von Jacob Holdt aus den USA der 1970er Jahre: Vereinigte Albträume von Amerika.

Seit dem 11. September 2001 gehört der Anschlag auf das World Trade Center und dessen Einsturz zur Geschichte der USA. Was wenige wissen, ist dass das WTC auch in den USA immer umstritten war. Seinem Bau fielen über 300 Betriebe und Läden zum Opfer. Spiegel Online berichtet über Planung und Bau der „Großen, bösen Gebäude„.

Nehmt Euch etwas Zeit und Ruhe, um diese Multimedia-Reportage über die Aussengrenzen Europas anzusehen. Eindrücklich und bedrückend! Der Zaun.

Dirk Gieselmann hat den Auftrag, „Woche lang böse“ zu sein und und er soll „dabei Protokoll führen“. Das Resultat  ist durchaus erheiternd: Heute ein fieser Möpp.

Juliane Schiemenz fährt quer durch Deutschland, um ihren an Alzheimer erkrankten Vater in ein Pflegeheim zu bringen. Ein berührender, liebevoller Bericht: Alzheimer on the Road.

Ich habe es kaum ausgehalten, diesen Artikel zu ende zu lesen. Mein Sohn würde sagen: „Menschen sterben. Das passiert manchmal“. Hier berichtet ein Vater darüber, wie er seinen kleinen Sohn beim Sterben begleiten musste: Emil stirbt.

Meine frühe Jugend wurde von drei Katastrophen überschattet: Tschernobyl, AIDS und Bophal. Über die ersten beiden wird noch berichtet, doch auch in der vergifteten indischen Stadt sterben noch heute, dreissig Jahre nach der Giftgaskatastrophe, Kinder und Erwachsene an den Folgen: Im Schatten der Welt.

Fragebogen 2014

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

7

2. Zugenommen oder abgenommen?

zu und wieder ab

3. Haare länger oder kürzer?

verhutzelter (siehe Punkt 7)

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

langsam werden die Arme zu kurz und ich überlege seit Monaten, zum Optiker zu gehen

5. Mehr Kohle oder weniger?

Immer weniger als nötig, aber irgendwie haben wir es wieder ein Jahr weiter geschafft. Eigentlich erstaunlich gut, denn obwohl ich an jedem Monatsende die Magengeschwüre wachsen fühle, konnten wir uns doch von Herbst bis jetzt durch mehrere Engpässe hindurchwursteln.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Langsam besser, aber rein wirtschaftlich reicht es einfach hinten und vorne nicht.

7.  Mehr ausgegeben oder weniger?

Ich glaube es war etwas mehr als 2013. Denn wir haben jetzt ein generalüberholtes Holzboot, einen neuen Kühlschrank, eine neue Waschmaschine, und zwei neue Autos. d.h. andere, etwas weniger alte Autos. Und Zähne. Himmeltraurige Herrgottslotterzähne, die waren sauteuer (für den Friseur hats dann halt nicht mehr gereicht).

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Eine DVD in einer Verlosung und 1000 Superpunkte in einer anderen.

Ansonsten haben wir neue Nachbarn gewonnen, und die alten, die weggezogen sind, zum Glück nicht ganz verloren. Wobei mir das spontane Kaffeetrinken mit meiner Freundin Anna doch schon sehr fehlt.

9. Mehr bewegt oder weniger?

In der Gemeinde durften wir die Eröffnung unseres Kinderhortes feiern und es scheint dort wirklich gut zu laufen. Natürlich muss man noch einiges optimieren, aber der Hort deckt ein echtes Bedürfnis ab und es ist schön, die Dankbarkeit der Eltern zu spüren. Und noch viel wichtiger: Die Kinder lieben es, dorthin zu gehen! Wir haben wunderschön renovierte Räumlichkeiten und ein tolles, motiviertes, junges Team.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Bei mir liefs dank Schulter-OP im März besser als letztes Jahr. Seit Herbst macht mir der Magen zu schaffen.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die Sache mit dem Magen macht mich momentan fertig, weil es irgendwie keine Ursache für die ständigen Probleme gibt. Das ist noch nicht ausgestanden und demnächsten stehen ein paar unangenehme Untersuchungen an.

12. Der hirnrissigste Plan?

Keine Ressourcen für hinrissige Pläne.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Die fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Kantons Neuenburg ist momentan ungefähr das Gefährlichste, was wir so unternehmen. Für mehr reichen unseren Ressourcen z.Z. nicht aus.

14. Die teuerste Anschaffung?

DSC01288Die Generalüberholung unseres Bootes. Ist das eine Anschaffung?

15. Das leckerste Essen?

Ich bin jetzt nicht so der Fischfreak, aber die frittierten Fische mit gedämpftem Mangold in der Gostionica Gožinka auf Rab hat es mir schwer angetan. Die habe ich gleich zweimal hintereinander gegessen. Und als Söhnchen frittierte Tintenfischchen entdeckte (mit Beinchen!), war ich hin und weg. Der hat die fürchterlichen Viecher mit beiden Händen in sich reingestopft, dass es mich gar gruselte, ich aber auch nicht wegschauen konnte. DSC01615
Und dann wurde im Dorf ein neues Thai-Restaurant eröffnet, von dem ich nicht genug kriegen kann.

16. Das beeindruckendste Buch?

Lindbergh von Torben Kuhlmann.

17. Der ergreifendste Film?

Seit langem habe ich mir wieder mal Forrest Gump und Grüne Tomaten reingezogen. Ganz allein mit einer Flasche Rotwein. Wie erwartet habe ich bei beiden rumgeheult. Das gehört so.

18. Die beste CD?

Mozart l’égyptien von Hugues de Courson. Hammer!

19. Das schönste Konzert?

Das Brunnekonzert des ersten Kindergartens von Boudevilliers. Echt, ich war zu Tränen gerührt, obwohl Kurzer statt zu singen lieber vor Verlegenheit rumhampelte und ab dem Bänklein fiel.

20. Die beste TV-Serie?

Major Crimes.

21. Die meiste Zeit verbracht mit?

Kurzem, mir selber, Langem, Spikes, Tisha und meinem Computer.

22. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mir selber, Kurzem und Lagem.

23. Zum ersten Mal getan?

Kurzen zur Schule gebracht.

24. Nach langer Zeit wieder getan?

In einem P38a gefahren.

25. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Da gabs einiges. Aber ich mag nicht darüber reden, sorry.

26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass es wirklich nötig ist, den Schulbus um 8h15 nicht zu verpassen und dass dieser nicht wartet, nur weil jemand noch etwas länger Legölen möchte.

27. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich glaube, Kurzer hat sich irrsinnig über sein Geburtstagsfest gefreut. Da waren wir am Picknickplatz im Wald und haben Stockbrot und Bratäpfel gemacht.

28. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein selbst gemachtes Buch, über das ich ja auch noch bloggen wollte, kommt mir jetzt gerade in den Sinn.

2014-12-12 17.51.00

29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Tausend Mal „Mama, i ha di gärn“!

30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Wenn Du mich nicht mehr gern hast, habe ich Dich halt doppelt gern“

31. Deine Lieblingsblogs des Jahres?

„Die wo immer“ stand hier zuerst. Aber es gab natürlich auch Neue, darunter unter anderen Gedankenpotpourri und die wunderbare Frau Nieselpriem.

32. 2014 war mit einem Wort:

Zäh.

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

2013201420152016 – 2017 – 2018 – 2019 – 2020

 

Vernetztes im November 2014

Vernetztes im November 2014

ins Netz gegangen
(funnytools / Pixabay)

Unser November war kalt und neblig, wie für alle anderen auch. Daneben gingen zwei Haushaltsgeräte und zwei Autos auf Grundeis. Das hätte irgendwie nicht sein müssen. Bronchitis, Entzündung der Nasennebenhöhlen und die Lungenentzündung des Kurzen haben den Monat dann besinnlich ausklingen lassen.

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Über das schwierige Verhältnis zwischen Kindern und Eltern in Migrantenfamilien schreibt Hakan bei Kleinerdrei: Bruchreif.

90 Menschen, darunter auch Kinder und Babys, sterben in der Sahara im Niemandsland zwischen Niger und Algerien. Schlepper hatten sie nach einer Reifenpanne ohne Wasser und Nahrung zurück gelassen. Europa schweigt und schickt mehr Geld nach Niger, damit die Grenzen besser bewacht werden können: Stirb nicht. Geschichte einer Flucht.

In Sierra Leone herrscht in Anbetracht der Ebola-Epidemie vor allem Hilflosigkeit und Angst. Über 4500 Menschen sind in Sierra Leone, Liberia und Guinea bisher gestorben und das Virus scheint sich nicht aufhalten zu lassen. Es wird erwartet, dass sich bis Januar 2015 eine Million Menschen angesteckt haben wird. Ein Team der Zeit ist dem Ursprung der Seuche nachgereist und beschreibt die menschliche Katastrophe dahinter: Wie das Virus in die Welt kam.

CookiesAdvent steht ja quasi schon vor der Tür und die ersten bloggenden Eltern haben erste Testläufe für die Weihnachtsbäckerei bereits hinter sich. Frau Cloudette teilt ihre Erfahrungen mit anderen Eltern: Backen mit Kleinkind, so gelingt’s!

Über einen autobiographischen Artikel des Schwedischen Fotomodells Lina Scheynius bin ich auf ihre Webseite gestossen, auf der sie einen Teil eigenen Fotos veröffentlicht, die sie als Fotografin aufgenommen hat. Besonders berüht hat mich die Serie „make more love book“. Aber macht Euch ein eigenes Bild: Say Hi to Lina Scheynius.

Die Autorin Meike Büttner nimmt an vielen Wettbewerben teil. Texte, die „aus guten oder schlechten Gründen“ nicht gewinnen, will sie in Zukunft im Blog „Wo die Angst ist, ist der Weg“ veröffentlichen, um zu verhindern „dass ich faul werde und Texte mehrfach verwende. Ihr Pech, unser Glück, bin ich versucht zu sagen. Als Einstieg empfehle ich „Grammatik der modernen deutschen Familie„.

So kurz vor dem Startschuss zur globalen Konsumorgie namens Weihnachten, hat Mama Arbeitet eine „unvollständige Liste“ darüber veröffentlicht, „was Armut mit dir macht“. Mir gefällt Punkt 13 am allermeisten: Was Armut mit dir macht. Eine unvollständige Liste.

Mareice vom Kaiserinnenreich interviewt Mütter von Kindern mit Spezialeffekten. Schonungslos offen, aber ohne zu jammern, berichten sie über ihren Alltag. Am besten gleich bookmarken oder in den Feedreader packen: Der Mütterfragebogen – Special needs edition.

Die Geschichte von Amina, die von ihrer eigenen Mutter nach Somalia entführt wurde, um dort zu einem „anständigen Mädchen“ erzogen zu werden, lässt mein Herz bluten: Fahrt zur Hölle.

 

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Ernetztes und Vernetztes im Oktober 2014

Warten auf die Beute (Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Was ist mir diesen Monat ins Netz gegangen?
(Bild Gitti Moser @ pixelio.de)

Das war unser Oktober 2014:
Kurzens erste Herbstferien, die er gefühlt 24/24 und 7/7 im Schlafanzug verbracht hat, den Sommer ausgrillen, ein Springbrunnen im Flüsschen und trotz Erkältung nassen Füssen, weil es einfach zu viel Spass macht, im Brunnen zu spielen. Kurzens fünfter Geburtstag, ein Frontlader und ein Jauchefass kamen in diesem Oktober auch noch vor, aber davon erzähle ich ein anderes Mal.

Auch die Kinder anderer Eltern werden gross, werden erzogen, und schreiben oder berichten darüber, wie es sich anfühlt und was andere dazu meinen. Hier meine aufrüttelnden, nachdenklichen, schönen, oder einfach interessanten Links des Monats Oktober 2014.

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Antje Schrupp hat einen gescheiten Text über die Fehlerkultur unter Feministinnen geschrieben. Ihre Argumentation lässt sich leicht auch übertragen auf die Art und Weise, wie Mütter manchmal miteinander umgehen, findet Ihr nicht auch? Die schmerzhaften Debatten unter Feministinnen.

Monica Levinsky hat Mut und spricht nach über 20 Jahren erstmals öffentlich darüber, wie es ist, die Buhfrau der Nation zu sein und öffentlich im Internet und den Medien dekonstruiert zu werden: The Internet’s Reputation Shredder.

Antje Schrupp über „man wird doch noch sagen dürfen“, öffentlichen Diskurs und was diskutabel oder indiskutabel ist: Wer darf was wann (nicht) sagen: Political Correctness und Meinungsfreiheit.

Die Kindheit auf der einen Seite des Lebens, das Sterben auf der anderen. Hier eine Geschichte über einen sterbenskranken Mann, der im Hospiz über ein halbes Jahr lang darauf wartete, dass er starb und schliesslich wieder entlassen wurde: Abschied ohne Ende.

Eizellenspende ist in Deutschland nicht erlaubt, Embryonenspende aber schon. Die Reproduktionsmedizin macht sich diese Gesetzeslücke für „besonders frühen Adoption“ zu Nutzen. Der Artikel „Die gespendeten Kinder“ berichtet für einmal nicht über ethische Fragen, sondern über die menschlichen Tragödien dahinter.

Liebesheirat verboten! Die indischen Liebeskommandos versuchen, etwas dagegen zu unternehmen: Verbotene Liebe.

Den Nido-Artikel über Heroinsüchtige Frauen, die schwanger werden, und ihre Babys, haben einige von Euch vielleicht schon gelesen. Ich verlinke ihn trotzdem nochmal mit der Warnung, ihn nicht mal so schnell nebenher zu lesen sondern wenn man Zeit und Ruhe hat: Baby auf Entzug.

Greta und Hans haben ein paar Antworten auf die Frage, was Liebe ist: Wie fühlt sich das Alter an?

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Ernetztes und Vernetztes im September 2014

Ernetztes und Vernetztes im September 2014

Das war unser September 2014:
Ich habe jetzt wieder ein Fahrrad und Kurzer liebt es, mit mir von der Werkstatt zum Spielplatz und wieder zurück zu fahren. Die Arbeit ist wie immer spannend und bereichernd. Ich mag mein Leben!

Auch die Kinder anderer Eltern werden gross, werden erzogen, und schreiben oder berichten darüber, wie es sich anfühlt und was andere dazu meinen. Hier meine Links des Monats September 2014. (mehr …)